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Ford F-150 (2018) Premiere

Facelift und PSA-Diesel für den Erfolgs-Pickup

Ford F-150 Foto: Newspress 11 Bilder

Ford stellt auf der Detroit Autoshow den neuen F-150 vor. Das meistverkaufte Auto Amerikas bekommt ein Facelift und erstmals einen Dieselmotor. Das macht ihn auch für Europa interessant.

20.01.2017 Torsten Seibt, Gregor Hebermehl 5 Kommentare Powered by

Wenn Ford eine neue Generation des F-150 präsentiert, schaut ganz Amerika hin. Der Fullsize-Pickup ist nicht nur der meistverkaufte Truck, sondern das meistverkaufte Auto überhaupt in den USA. Entsprechend groß ist das Interesse beim Publikum. Mit dem Modelljahrgang 2018, der im Herbst in den Verkauf startet, hat Ford etwas Besonderes parat: Zum ersten Mal seit 70 Jahren kommt ein Dieselmotor in den Erfolgs-Truck.

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Sitzprobe Ford F-150

Der Pick-up F150 hält Ford seit Jahrzenten auf dem amerikanischen Markt den Rücken frei. Das Facelift des meistverkauften Modells in den USA ist somit für die Amerikaner eine der wichtigsten Messeneuheiten.

Der neue F-150 wird auch weiterhin seine Kunden begeistern: Die Sitze bieten vorne wie hinten richtig viel Platz, die Seitenwangen der Vordersitze sorgen nur optisch für Seitenhalt – hier ist Bequemlichkeit Trumpf. Und trotz Schiebedach haben auch Zweimeter-Riesen noch richtig viel Platz über ihren Köpfen. Die Qualität der Oberflächen wirkt robust und abwaschbar – das erwartest Du von einem richtigen Pick-up. Die Optik passt und dass alles, was nach Metall aussieht in Wirklichkeit Kunststoff ist, stört Dich nicht. Das Lenkrad ist mit Knöpfen überfachtet – unzählige Funktionen lassen sich direkt vom Volant aus steuern.

Alles groß

Die Instrumente, links der Drehzahlmesser, rechts die Geschwindigkeitsanzeige, stehen sehr weit auseinander, um dazwischen einem großen Display Platz zu machen. Die Mittelkonsole ist gigantisch breit und an ihrem Ende sind von der zweiten Reihe aus ein paar Steckdosen zugänglich: Hinter Klappe Nummer eins lauern zwei USB-Steckplätze, Klappe zwei bietet einen klassischen Zwölfvolt-Anschluss und hinter Klappe Nummer drei verbirgt sich eine US-Haushaltssteckdose (110 Volt/60 Hertz).

Auf der Mittelkonsole steckt der monströse Gangwahlhebel, der unerwarteter Weise gut in der Hand liegt. Allerdings wirkt er für einen Automatik-Wahlhebel sehr wackelig verankert.

Türgriffe wie Becherhalter

Der mittlere Sitz der Rückbank ist reichlich unbequem – bei ihm drückt sich die Rückenlehne unergonomisch in Deinen Rücken. Dagegen sind die Plätze rechts und links davon mit ihrer bequemen Lehne und der gigantischen Beinfreiheit eine Wohltat. Designmäßig ein wenig unstimmig wirkt der Plastikstreifen im Karbonlook, der sich an der Innenseite der Türen vom Fenster zu den Türöffnern zieht. Die inneren Türgriffe wiederum wirken wie Becherhalter und geben Dir beim Benutzen ein wohlig mechanisches Gefühl.

Von außen fallen die riesigen eckigen Außenspiegel, gefühlt so groß wie ein A4-Blatt, auf.

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F-150 Weltpremiere mit Diesel

Die großen US-Trucks haben auch in Europa eine überschaubare, aber eingeschworene Fan-Gemeinde. Allerdings musste man sich bislang – mit Ausnahme des RAM 1500 von Fiat-Chrysler – in dieser Gewichts- und Größenklasse mit mehr oder minder durstigen Benzinmotoren abfinden. Das wird sich künftig ändern und eventuell auch den deutschen US-Car-Importeuren einen kleinen Nachfrage-Schwung bescheren. Ford hat nun zur Premiere des neuen Modelljahrgangs angekündigt, mit einem komplett neu entwickelten V6-Powerstroke-Diesel anzutreten. Ganz so neu ist der aber nicht. Er stammt aus der ehemaligen Entwicklungsgemeinschaft von Ford und PSA. Aktuell zu finden ist der Motor noch im Range Rover, wo er 258 PS und 600 Nm abgibt. Für seine Version des Diesels gibt Ford noch keine Leistungsdaten an.

Eine weitere Neuerung für den Modelljahrgang 2018 ist die Einführung eines zehnstufigen Automatikgetriebes, neue Sicherheits-Assistenzsysteme (Abstands-Tempomat, Pre-Collision-Assist) sowie mehr Unterhaltungselektronik, es gibt künftig ab Werk einen 4G-Wifi-Hotspot und ein neues B&O-Soundsystem.

Auch die Benziner kommen neu

Wer dennoch keinen Diesel mag, findet eventuell die Updates der Benzinmotoren interessant. Basisantrieb ist künftig ein ebenfalls komplett neu entwickelter V6-Benziner mit 3,3 Liter Hubraum und 282 PS, der den bisherigen 3,5-Liter-Motor ersetzt. Darüber ist der ebenfalls neue 2,7-Liter-EcoBoost-Turbobenziner angesiedelt. Der Fünfliter-V8 erhält ein Leistungs-Upgrade.

Optisch lässt sich der 2018er Jahrgang an neuen Rad-Designs, neuem Kühlergrill und einer umgestalteten Heckklappe erkennen. Für den Innenraum gibt es zwei neue Polsterfarben und optional Carbon-Look. Der Verkaufsstart des F-150 2018 ist für den Herbst angekündigt.

Neuester Kommentar

Ich kann mich gar nicht vorstellen dass dieser meistverkauftenn Wagen umweldfreundlicher war/ ist als ein VW/ Audi mit bedenklicher Software die in relativ kleinen Mengen in der USA verkauft werden.

Kees Huls 22. Januar 2017, 17:25 Uhr
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