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Ford F150 Raptor in Detroit

Das Raubtier kommt jetzt viertürig

Ford Raptor Detroit 2016 Foto: Ford 18 Bilder

Mit dem neuen F150 Raptor bringt Ford die extrascharfe Sportvariante zurück auf die Bühne. Erstmals feiert nun eine Doppelkabine Premiere auf der Detroit Autoshow.

11.01.2016 Torsten Seibt Powered by

Die Salami-Taktik geht weiter. Auf der NAIAS in Detroit hatte Ford Anfang 2015 den neuen Raptor erstmals gezeigt. Auf der diesjährigen Auto-Show in Detroit folgt nun die Viertürer-Version. Doch bis die Kunden einen solchen Power-Pickup fahren können, wird es Herbst 2016. Raptor, das Auto mit dem Namen eines gefräßigen Sauriers, ist die Spaßvariante des Fullsize-Pickup Ford F150 und wird bereits ab Werk mit etlichen Umrüstungen fit für schweres Gelände gemacht.

Fetter Race-Truck

Gedanklicher Hintergrund bei der Entwicklung des Ford F150 Raptor sind die amerikanischen Bajas, extrem schnelle und anspruchsvolle Wüstenrennen, bei denen es vor allem auf mächtig Power und unverwüstliche Fahrwerke ankommt. Entsprechend war der Ford F150 Raptor bislang mit dem heftigen 6,2-Liter-V8 ausgerüstet, der mit dem Sound von 411 PS aus dem armdicken Abgasrohr brüllte.

Das ist vorerst vorbei, denn der neue Ford F150 Raptor bekommt den neuen 3,5-Liter-V6 Ecoboost-Motor, der in der Leistung aber über dem bisherigen V8 angesiedelt sein soll. Wie hoch, will Ford nach wie vor nicht verraten – die Rede ist von über 500 PS. In der Standard-Version im Serien-F150 leistet der V6-Motor 365 PS. Gekoppelt ist der neue V6-Turbo-Benziner im Ford Raptor an eine neue zehn(!)stufige Automatik.

Mit der Viertürer-Variante schiebt Ford nun erstmals einen Raptor im (US-)Familienformat nach. Der "Supercrew" verzichtet dabei nicht auf Ladefläche, er wurde insgesamt gegenüber der Anderthalber-Kabine gestretcht: Der Radstand des Ford Raptor Supercrew liegt bei 3,68 Meter, rund 30 Zentimeter mehr als der kürzere Supercab-Raptor und damit der mittlere der insgesamt fünf lieferbaren F150-Radstände. Die Länge des viertürigen Ford Raptor wächst so auf 5,9 Meter.

Der neue Sechszylinder-Raptor soll rund 25 Prozent schneller sein als das Vorgängermodell. Ford bezieht sich dabei auf einen rund 1.800 Kilometer langen Testmarathon im Südwesten der USA. Auf einem über 100 Kilometer langen Testparcours, der die Strecken der mexikanischen Baja-Rennen abbilden soll, habe das neue Modell diese entsprechend besseren Rundenzeiten erreicht. Der Prototyp soll dabei ein Spitzentempo von über 160 km/h und eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 80 km/h erreicht haben – im Gelände, wohlgemerkt.

Ford F150 Raptor jetzt mit V6

Das Fahrwerk hat Ford weiter verbessert. Es stammt von Fox und soll nun noch mehr Federweg und mehr Reserven bei Rennbeanspruchung bieten. Der Rahmen wird speziell für den Ford F150 Raptor verstärkt und ist laut Ford die robusteste Variante im gesamten F150-Programm. Der Raptor ist gegenüber dem Standard-F150 um 150 Millimeter verbreitert und steht auf 17-Zoll-Rädern mit BF-Goodrich-Geländereifen.

Neu sind hier außerdem ab Werk lieferbare Beadlock-Felgen, bei denen der Reifen mit dem Felgenring verschraubt wird. So kann im Sand und Schlamm mit extrem niedrigem Luftdruck gefahren werden.

Wie beim speziell für den Raptor präparierten Rahmen wurde auch der Motor des Gelände-Trucks auf mehr Leistung getrimmt. Das neue Verteilergetriebe verteilt die Kraft bedarfsgerecht zwischen den Achsen, zusätzlich gibt es neu abgestimmte Gelände-Regelprogramme, darunter ein "Baja-Mode" für Hochgeschwindigkeits-Wüstenfahrt. Eine automatische Torsen-Differentialsperre für die Vorderachse ist verfügbar, an der Hinterachse ist serienmäßig eine Sperre verbaut.

Der neue Ford F150 Raptor ist außerdem mit LED-Beleuchtung und einem Außenkamera-System ausgerüstet. In einer Dachkonsole gibt es vorbereitete Schalter für nachträglich installierbares Zubehör wie Zusatzscheinwerfer oder einen Druckluft-Kompressor.

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