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Ford Focus & C-Max

Alkoholbetrieb

Foto: Ford

In skandinavischen Ländern laufen sie schon, jetzt bringt Ford den Focus und den C-Max Mitte August auch mit Ethanol-Antrieb nach Deutschland.

06.07.2005

Die Schräghecklimousine und der Kompaktvan sollen jeweils von einem 125 PS starken 1,8-Liter-Motor angetrieben werden, der sowohl mit Superbenzin als auch mit Bio-Ethanol in nahezu allen Mischungsverhältnissen betrieben werden kann. Die Preise für den Focus beginnen bei 17.975 Euro; der C-Max wird mindestens 19.525 Euro kosten. Damit beträgt der Aufpreis für den Einsatz des alternativen Kraftstoffs 300 Euro.

Drängen Saab und Volvo auch nach Deutschland?

Bio-Ethanol aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt - derzeit sind das vor allem Zuckerrohr und Getreide, künftig aber auch Holzreste und sogar organische Abfälle des Hausmülls. Damit komme nach Ford-Angaben der Alkohol in einer ganzheitlichen Betrachtung auf einen CO2-Ausstoß, der bis zu 80 Prozent unter einem entsprechenden Benzinmotor liege. Zudem mindere Bio-Ethanol die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern und werde steuerlich gefördert.

Dabei baut Ford laut Schneider auf Erfahrungen aus einem Pilotprojekt in Schweden, das dem deutschen Markt nach Einschätzung örtlicher Wissenschaftler noch weitere Ethanol-Fahrzeuge bringen könnte. Denn neben dem Focus und dem C-Max gibt es in Schweden nach Angaben von Saab-Sprecher Olaf Meidt jetzt auch einen 9-5 Bio-Power und zum Jahreswechsel entsprechende Varianten des 9-3. Außerdem bereitet Volvo nach Angaben der Konzernmutter Ford den Start von Ethanol-Versionen des V50 und des S40 in Schweden vor.

"Zwar sind diese Autos zunächst nur für den Heimatmarkt bestimmt", sagt Saab-Sprecher Meidt. "Doch wenn in Deutschland eine Infrastruktur wächst und eine entsprechende Nachfrage entsteht, können wir die Bio-Power-Modelle natürlich auch in Frankfurt oder Hamburg verkaufen."

Ford: 20 Prozent Betriebskosteneinsparung

Technisch wurde am Focus und C-Max für den Einsatz des neuen Kraftstoffs nur wenig geändert. So wurde lediglich ein Tank aus besonders korrosionsbeständigem Material eingebaut, die Ventile des Motors sind nun aus gehärtetem Stahl, und eine geänderte Motorelektronik steuert die Zündzeiten je nach Kraftstoffqualität. Die Fahrleistungen sollen denen des Benzinmotors entsprechen.

Deshalb können Autofahrer mit diesem Kraftstoff laut Ford-Sprecher Isfried Hennen bis zu 20 Prozent Betriebskosten sparen. Bisher jedoch ist Ethanol in Deutschland nur vereinzelt verfügbar. Ford will daher parallel zur Markteinführung nach Angaben von Umwelt-Vorstand Wolfgang Schneider auch auf den schnellen Aufbau einer entsprechenden Infrastruktur hinarbeiten.

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