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Ford

Geschäfte laufen gut

Foto: Ford

Ford hat im dritten Quartal seine Verluste im globalen Autogeschäft deutlich erhöht, im gesamten Konzern dank ausgezeichneter Finanzsparte aber schwarze Zahlen geschrieben.

19.10.2004

Die Ford Europa-Tochter reduzierte ihren Vorsteuerverlust (ohne Sonderfaktoren) massiv auf 33 Millionen Dollar, im Vorjahresquartal waren es noch minus 400 Millionen Dollar. Noch tiefer in die Verlustzone geriet dagegen die Luxuswagensparte. Ford hatte erst kürzlich die Schließung seiner britischen Jaguar-Fabrik angekündigt, die Streichung von 1.150 Stellen und den Rückzug aus den Formel-Eins-Rennen. Weltweit wurden vom Konzern 1,508 (Vorjahresquartal 1,423) Millionen Autos ausgeliefert.

Der zweitgrößte US-Autohersteller erzielte im Juli-September-Abschnitt einen Konzerngewinn von 266 Millionen Dollar (213 Mio Euro) verglichen mit einem Verlust von 25 Millionen Dollar im Vorjahresquartal. Die Finanztochter Ford Motor Credit verdiente dabei 734 (Vorjahr 504) Millionen Dollar. Die Mietwagentochter Hertz wies einen Vorsteuergewinn von 249 (186) Millionen Dollar aus. Der Quartalsumsatz stieg auf 39 Milliarden Dollar (36,7) Milliarden Dollar, teilte die Ford Motor Company am Dienstag (19.10.) mit.

Im weltweiten Autogeschäft stieg der Vorsteuerverlust unter Ausklammerung von Sonderbelastungen auf 609 (548) Millionen Dollar. Allein in Nordamerika wuchs der Verlust im Autogeschäft auf 481 (108) Millionen Dollar. Während Ford als Gründe Wechselkursbelastungen und die niedrigere Produktion anführte, verwiesen Branchenkenner auf hohe Verkaufsanreize, den scharfen Wettbewerb und Marktanteilverluste im US-Markt. Ford-Konzernchef Bill Ford will nun "die Qualität verbessern, die Kosten senken und die fundamentalen Geschäftsfaktoren weiter verbessern".

Die Besserung in Europa führte Ford vor allem auf den höheren Absatz und Kostensenkungen zurück. Der Umsatz der Ford Europe erhöhte sich kräftig auf 5,9 (Vorjahr 4,6) Milliarden Dollar. "Wir machen gute Fortschritte in Europa", betonte Ford-Finanzchef Don Leclair.

Die Luxusmarken-Sparte PAG (Premier Automotive Group) verbuchte indes einen Verlust von 171 (24) Millionen Dollar vor Steuern und ohne Sonderfaktoren. Als Grund nannte Ford höhere Kosten für neue Modelle, vor allem bei Land Rover, sowie ungünstige Wechselkurse. Zur PAG gehören neben Jaguar auch Volvo und Aston Martin.

Der Neunmonatsumsatz erhöhte sich auf 126,4 (118) Milliarden Dollar und der Neunmonatsgewinn massiv auf 3,4 (1,3) Milliarden Dollar. Im dritten Quartal verbuchte Ford unter Ausklammerung von Sonderbelastungen einen Gewinn von 537 Millionen Dollar oder 28 Cent je Aktie, während Analysten nur 14 Cent je Aktie erwartet hatten. Leclair rechnet im Autogeschäft unter Ausklammerung von Sonderfaktoren für 2004 insgesamt mit einen Vorsteuergewinn von mehr als einer Milliarde Dollar. Ford erhöhte seine Gewinnprognose aus dem laufenden Geschäft für das gesamte Jahr - ohne Sonderfaktoren - auf zwei Dollar bis 2,05 Dollar je Aktie gegenüber bisher 1,90 Dollar bis zwei Dollar je Aktie.

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