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Neuer Ford Ka+

Kleinwagen nur noch als Fünftürer

Ford Ka Plus Foto: Ford 27 Bilder

Ford bringt den Kleinwagen Ka in neuer Form. Der neue Ka trägt ein Plus im Namen und wird nur noch als Fünftürer angeboten. Wir haben uns schon mal reingesetzt.

08.06.2016 Uli Baumann, Peter Wolkenstein 1 Kommentar

Ford präsentiert den komplett neu entwickelten Kleinwagen Ka+. Seine Premiere könnte der neue Ford Ka+ auf dem Autosalon in Paris im Herbst feiern. Gänzlich neu ist der Ka dabei aber nicht, übernimmt Ford doch für den europäischen Markt weitestgehend die Südamerika-Variante des Kleinwagens, der dort schon rund ein Jahr lang angeboten wird. Für die Türkei und einige Märkte in Osteuropa wird es auch eine viertürige Stufenheckversion des Kleinwagens geben.

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Kantig sieht er aus, der neue Ka, und ziemlich nüchtern. Gar nicht mehr so rund und stylisch wie seine beiden Vorgänger, die seit 1996 den Einstieg in die Ford-Palette darstellen und seitdem über 1,9 Millionen mal in Europa verkauft wurden. Deshalb nennt ihn Ford bei uns auch Ka+, um die bisherige Kundschaft dezent darauf hinzuweisen, dass der neue Basis-Ford eine etwas andere Philosophie verfolgt als bisher. Wir haben uns schon mal in den Wagen gesetzt.

Anders als der Vorgänger ist der Ka+ nun ein echter Vier-, auf kurzen Strecken sogar ein Fünfsitzer, und im Fond haben keinesfalls nur Kinder ausreichend Platz. Da die Kunden selbst bei den günstigen Einsteigerautos Zweitürer wie die beiden ersten Ka-Generationen mehr und mehr verschmähen, bietet Ford den Ka+ nur noch als Viertürer an. Durch die hinteren Türen steigen auch Großgewachsene recht bequem ein, und sie sitzen selbst dann nicht beengt, wenn der Fahrer ebenfalls 1,85 Meter groß ist. Nur der Kopf stößt beim Versuch, ihn an die Kopfstützen anzulehnen, zuvor an den Dachhimmel.

Türtaschen sind im Fond keine vorgesehen, dafür ist die vordere Mittelkonsole zwischen den Sitzen geradezu mit Flaschenhaltern gespickt: Vier Flaschen lassen sich hier deponieren, dazu jeweils zwei weitere in den vorderen Türfächern. Vor dem Schalthebel – der Ka Plus ist ausschließlich mit Fünfganggetriebe zu haben – befindet sich eine Ablage für das Smartphone mit USB-Anschluss in nächster Nachbarschaft. Neben dem groß dimensionierten Handschuhfach gibt es links neben dem Lenkrad hinter der Lüftungsdüse – Skoda mit seinen Simply-Clever-Lösungen lässt grüßen – noch ein einfaches, aber cleveres Geheimfach für Schlüssel oder Geldbörse: Wir können es ruhig verraten, denn es ist nur bei geöffneter Fahrertür zugänglich – und damit nicht für Diebe, die die Scheiben einschlagen.

Auf dem Fahrersitz bestätigt sich hinter dem nur in der Höhe einstellbaren, auf Wunsch lederbezogenen Lenkrad der Eindruck von außen: Stylisch war gestern, das Interieur des Ka Plus präsentiert sich eher nüchtern und in allen Varianten ohne Touchscreen in der Mittelkonsole, wie er heute selbst im Kleinstwagensegment häufig üblich ist. An der Übersichtlichkeit der Instrumente gibt es nichts zu meckern, auch die Drehregler von Heizung und Lüftung fühlen sich nicht billig an. Nur die Materialien – vorwiegend Hartplastik – weisen darauf hin, dass der Ka Plus im untersten Preissegment auf Kundenfang geht.

Er rollt auch nicht mehr wie der Vorgänger bei Fiat in Polen vom Band, sondern in Indien in einem eigens für den Ka Plus erstellten Werk, wo er ebenso wie in Brasilien bereits seit längerem angeboten wird. Für Europa hat sich Ford nach eigenen Angaben etwas mehr Zeit gelassen und zahlreiche Änderungen vorgenommen, um Fahrwerk, Geräuschverhalten und Verarbeitung an die Bedürfnisse der Kunden anzupassen – hier will man aus den Erfahrungen mit dem ebenfalls in Indien für Europa produzierten Ecosport gelernt haben.

Peter Wolkenstein

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Zwei Motoren im Angebot

Die Europa-Version des Ford Ka+ wird lediglich in Nuancen angepasst. Speziell Lenkung, Federn, Dämpfer, vordere Stabilisatoren und Verbundlenkerachse hinten wurden für den Europa-Einsatz überarbeitet. Der Ka+ basiert auf der weltweit genutzten B-Plattform von Ford, die unter anderem auch für den Fiesta, den EcoSport und den B-Max zum Einsatz kommt. Mit der Abkehr von der kugeligen Grundform bietet er bei einer Gesamtlänge von 3,93 Meter und einem Radstand von 2,49 Meter Raum für fünf Personen.

Der Laderaum fasst 270 Liter und lässt sich durch die geteilt umlegbare Rücksitzlehne erweitern. Dazu gibt es 21 über den Innenraum verteilte Ablagefächer.

Unter der Motorhaube des Ka+ finden sich zwei 1,2-Liter-Vierzylinder-Benziner mit 70 PS/105 Nm und 85 PS/112 Nm, die serienmäßig mit einem manuellen Fünfgng-Gertriebe kombiniert werden. Der 70-PS-Ka+ erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 159 km/h und ist in 15,3 Sekunden auf Tempo 100. Mit 85 PS ist der Ka+ 169 km/h schnell und spurtet in 13,3 Sekunden. Der Normverbrauch beider Aggregate soll bei 5,0 Liter liegen.

Ford Ka+ in zwei Versionen

Der neue Ford Ka+ ist in zwei Ausstattungsversionen ab Mitte Juni lieferbar: als Basis-Version Ka+ mit 70 PS zu Preisen ab 9.990 Euro und als Ka+ Cool & Sound mit 85 PS zu Preisen ab 11.400 Euro. Ausgeliefert wird voraussichtlich ab Mitte Oktober.

Alle Ka+-Modelle tragen bereits in der Basis-Version elektrische Fensterheber vorn, elektrisch verstellbare Seitenspiegel, Zentralverriegelung mit Funkfernbedienung, ESP und sechs Airbags. Wer jedoch auf Sicherheits-Assistenzsysteme nicht verzichten will, wird enttäuscht – selbst ein City-Notbremsassistent steht für den Ka+ nicht zur Verfügung. Und dieses sinnvolle Sicherheitsdetail ist für viele Autos in dieser Preisklasse zumindest als Option längst Stand der Technik.

Der Ka+ Cool & Sound punktet darüber hinaus unter anderem mit einer manuellen Klimaanlage, dem sprachgesteuerten Kommunikations- und Entertainmentsystem Ford Sync sowie einem programmierbaren MyKey-Zweitschlüssel.

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