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Ford

Sparpläne und Demonstrationen

Ford Logo, Messe, Autosalon Paris 2012 Foto: SB-Medien

Der US-Autohersteller Ford plant in Europa über den angekündigten Umbau hinaus vorerst keine weitere Sparrunde. Vor dem Kölner Ford-Werk randalierten jedoch demonstrierende Arbeiter, wegen der aktuellen Sparmaßnahmen.

07.11.2012 dpa

"Alles was wir derzeit wissen, haben wir mitgeteilt", sagte der Ford-Vorstandsvorsitzende Alan Mulally am Mittwoch (7.11.) bei einem Kongress in Berlin. Der Konzern werde aber den Markt genau beobachten. "Wir werden uns entschlossen an die tatsächliche Nachfrage anpassen", fügte Mulally hinzu.

Ford hatte Ende Oktober angekündigt, drei Werke in Belgien und Großbritannien zu schließen. 6.200 Arbeitsplätze gehen dadurch verloren. Mit dem Abbau der Produktionskapazität um 18 Prozent sollen die Verluste im Europageschäft eingedämmt werden. Ford rechnet mit jährlichen Einsparungen von bis zu 500 Millionen Dollar.

2013 neun neue Fabriken in Asien

Wegen der sinkenden Verkaufszahlen erwartet Ford in diesem Geschäftsjahr in Europa ein Defizit von 1,5 Milliarden Dollar (1,2 Mrd. Euro). Allein im dritten Quartal verbuchte der Autokonzern in Europa vor Steuern einen Verlust von 468 Millionen Dollar. Vor allem wegen des florierenden Geschäfts in Nordamerika erzielte Ford aber insgesamt einen Quartalsgewinn vor Steuern von knapp 2,2 Milliarden Dollar. In Asien weitet Ford seine Produktion weiter aus. Mulally sagte, dort werde man in den nächsten Jahren neun neue Fabriken errichten.

Arbeiter randalierten vor Ford-Werk in Köln

Arbeiter aus einem von der Schließung bedrohten Ford-Werk in Belgien haben am Mittwoch vor dem Ford-Werk in Köln randaliert. Nach Polizei-Angaben zündeten sie einen Reifenstapel an, stürmten auf das Firmengelände und warfen Fensterscheiben ein. Außerdem blockierten sie vorübergehend die Einfahrt zum Werksgelände und warfen Silvesterböller. Verletzt wurde den Angaben zufolge niemand, auch hätten keine Fahrzeuge gebrannt.

Als die Polizei mit starkem Aufgebot anrückte, sei es zu einer kleinen Rangelei zwischen Arbeitern und Polizisten gekommen, sagte ein Polizeisprecher. Die Demonstration sei nicht angemeldet gewesen. Insgesamt hätten sich ungefähr 100 bis 200 Arbeiter vor dem Werk eingefunden. Auf das Firmengelände gestürmt seien nach einer Schätzung des Werksschutzes etwa 20 bis 40 Demonstranten.

Der US-Autobauer Ford hatte im vergangenen Monat angekündigt, seine Produktion am belgischen Standort Genk bis Ende 2014 schließen zu wollen. Davon sind rund 4.300 Beschäftigte betroffen. Hinzu kommen rund 5.000 Arbeitsplätze, die von dem Ford-Werk abhängen. Der belgische Ministerpräsident Elio Di Rupo hatte von einem "Drama" gesprochen.

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