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Ford

Krankenversicherung reduziert

Foto: Ford

Die im heimischen Markt schwer angeschlagene Ford Motor Company hat von der US-Automobilarbeitergewerkschaft UAW hohe Krankenversicherungskonzessionen erhalten. Sie dürften Ford in den USA jährlich 850 Millionen Dollar (708 Millionen Euro) vor Steuern einsparen.

15.12.2005

Die 550.000 amerikanischen Ford-Arbeiter und Betriebsrentner sowie ihre Angehörigen müssen tiefer in die Tasche greifen, um die für 2005 auf 3,5 Milliarden Dollar geschätzten Krankenversorgungskosten zukünftig mit zu tragen.

Damit will die UAW (United Auto Worker) Ford angesichts der schwierigen Zeiten helfen, erklärte Gewerkschaftspräsident Ron Gettelfinger am Mittwoch. Ford machte keine Angaben über die Höhe der Kostenersparnisse. Ford hatte in Nordamerika im dritten Quartal einen Vorsteuerverlust von 1,2 Milliarden Dollar verbucht. Die Ford-Arbeiter müssen bis 22. Dezember die Vereinbarung in Urabstimmungen billigen.

General Motors (GM) hatte kürzlich von der Gewerkschaft Gesamtkonzessionen von jährlich rund einer Milliarde Dollar bei der betrieblichen Krankenversicherung erhalten. Die UAW wird voraussichtlich mit Chrysler nach Jahreswechsel ähnliche Vereinbarungen treffen.

Ford will im Januar einen weit reichenden Sanierungsplan für Nordamerika bekannt geben. Er könnte nach bisher unbestätigten Berichten die Entlassung von 30.000 Mitarbeitern und die Schließung von bis zu zehn Auto- und Teilefabriken beinhalten. General Motors hat bereits Pläne zur Schließung von neun Werken und die Streichung von 30.000 Stellen in Nordamerika angekündigt. Damit wollen die beiden amerikanischen Branchenführer hohen Milliardenverlusten in Nordamerika, rückläufigen Verkaufszahlen und Marktanteilen sowie eskalierenden Kosten begegnen.

Die erst 2007 anstehenden Verhandlungen über neue Tarifverträge bei GM, Ford und Chrysler dürften die härtesten werden, die Detroit je gesehen hat. General Motors ist inzwischen sogar ins Insolvenzgerede gekommen. Dies weist das Unternehmen aber weit von sich.

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