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Ford schließt Fabrik in Atlanta - Taurus-Produktion beendet

Foto: Ford

Ford hat die Produktion seines Modells Taurus, des einst erfolgreichsten amerikanischen Pkw, eingestellt. Dies gab der zweitgrößte US-Autokonzern am Freitag (27.10.) bekannt.

30.10.2006

Ford schließt die große Autofabrik in Atlanta (US-Bundesstaat Georgia) mit insgesamt 1.950 Mitarbeitern. Ford bietet ihnen wie allen anderen US- Beschäftigten Frühruhestands- und andere Abfindungsangebote an.
Ford hatte vor wenigen Tagen für das dritte Quartal 2006 einen gewaltigen Verlust von 5,8 Milliarden Dollar (4,6 Milliarden Euro) verbucht. Der schwer angeschlagene Autokonzern will zahlreiche Fabriken schließen und zehntausende von Mitarbeitern nach Hause schicken, um sein Nordamerika-Geschäft zu sanieren.

Ford hatte insgesamt 7,5 Millionen Taurus-Fahrzeuge verkauft, seit der Mittelklasse-Pkw 1985 eingeführt worden war. Es wurden weitere Millionen Sable-Schwestermodelle der Automarke Mercury verkauft. Zu Spitzenzeiten wurden 1992 fast 410.000 Taurus-Modelle untergebracht.

Ford hatte mit einer späteren Neuauflage des Taurus wenig Glück und wurde von Toyota mit seinem Camry-Pkw und von Honda mit dem Accord bald ins Abseits gedrängt. Der Camry und der Accord sind seit Jahren die absatzstärksten Pkw-Modelle im amerikanischen Markt.

Ford konzentrierte sich später stark auf die viel lukrativeren Geländewagen und Pickups und hatte im heimischen Markt keine Pkw-Bestseller mehr. Dies hat sich nach Darstellung amerikanischer Autoexperten angesichts der hohen Treibstoffpreise und des sich wandelnden Käufergeschmacks jetzt als sehr schmerzhafter Fehler erwiesen.

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