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Ford Super Deluxe V8 Peking-Paris

Die Eil-Genossen

Foto: Hans Burkhardt 14 Bilder

Dieser Ford will es noch einmal wissen. Bereits 1948 zum Expeditionsfahrzeug umgebaut, startet die V8-Limousine beim Borghese Memorial Peking - Paris. Am Steuer: Urs Paul Ramseier, der die Kandidaten für die Villa d’Este auswählt.

11.06.2007 Franz-Peter Hudek Powered by

Ach, wenn das Scipione noch erlebt hätte! Die erste transkontinentale Automobil-Wettfahrt der Welt, die 1907 von Peking nach Paris führte, löste in den letzten Jahren einen regelrechten Boom an Nachfolgeveranstaltungen aus. Damals gingen gerade mal fünf wagemutige Mannschaften auf die 12.500 Kilometer lange Reise. Sie folgten einem Aufruf der Pariser Zeitung Le Matin vom 31. Januar: "Man wartet noch heute auf den Beweis, dass ein Mann, solange er ein Auto besitzt, damit alles tun und überall hinkommen kann. Gibt es jemanden, der in diesem Sommer im Automobil von Paris nach Peking fahren möchte?"

1907 starteten nur fünf Teams

Auf Grund der Wettersituation drehte man die Richtung der Wettfahrt über unbefestigte Straßen und Tragtierpfade um. Der Start erfolgte daher am 10. Juni in Peking. Prinz Scipione Borghese und sein begnadeter Mechaniker Ettore Guizzardi kehrten nach 62 Tagen dank ihres 40 PS starken Itala, dank gut vorbereiteter Benzinversorgung und dank der tatkräftigen Hilfe von Einheimischen als Erste nach Paris zurück. Der Aristokrat und sein Techniker trafen bereits in Moskau mit einem derart großen Vorsprung ein, dass man sich nach einer kurzen Erholungspause einen außerplanmäßigen Abstecher nach Petersburg leisten konnte.

Seither zählt besonders in jüngerer Zeit Peking-Paris oder Paris-Peking zu einer der beliebtesten Fernfahrrouten für unternehmungslustige Autoreisende: 1990 die London to Peking Motor Challenge, 1997 die zweite Peking to Paris Motor Challenge, der in diesem Sommer eine dritte mit 135 Oldtimern der Baujahre 1907 bis 1969 folgen wird. Dann lud Ende Oktober vergangenen Jahres Daimler Chrysler 360 Fahrer aus 62 Nationen in 33 neue Mercedes E 320 CDI. Diesmal ging der All-Inclusive-Trip mit eingeflogenen Piloten von Paris nach Peking. Neue Rekordzeit: 26 Tage.

Borghese Memorial: Mehr als ein Wettrennen

Bei derart hohem Reiseverkehr quer durch Asien, als gelte es, das Pfingstwochenende im Reich der Mitte zu verbringen, droht eine kleine, aber feine Unternehmung aus der Schweiz etwas ins Abseits zu geraten: Das Borghese Memorial Peking to Paris 2007, veranstaltet von Classic Car Event in Liestal bei Basel (www.classiccarevent.com).

Organisator und Asien-Experte Robert Braunschweig meisterte die Strecke in einem MG A schon vor fünf Jahren und pflegt mit Hilfe seiner aus der Mongolei stammenden Ehefrau Mogi freundschaftliche Kontakte zu vielen Bewohnern der Reiseregionen. Braunschweig über die Unterschiede zur wenige Tage vorher startenden Peking to Paris Motor Challenge des britischen Veranstalters: "Wir sind nur 30 Teams und fahren die identische Route über den Baikalsee, auf der auch Borghese unterwegs war. Und wir starten wie Borghese am 10. Juni."

Braunschweigs Borghese Memorial versteht sich weniger als Wettfahrt, sondern als Kulturreise mit Besichtigungen von Natur- und Architektur-Denkmalen. Jeder Teilnehmer hat sich außerdem zu einer Spende von mindestens 500 Franken für Schulen und Krankenhäuser in der Mongolei verpflichtet.

Übersicht: Ford Super Deluxe V8 Peking-Paris
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