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Ford USA

Weniger Gewinn

Foto: Ford

Mehr als 900 Millionen Dollar Verlust im Heimatmarkt haben dem zweitgrößten US-Autohersteller Ford das zweite Quartal verhagelt. Der Konzerngewinn fiel um 21 Prozent auf 946 Millionen Dollar (782 Millionen Euro).

19.07.2005

Das amerikanische Autogeschäft schlug dabei mit roten Zahlen von 907 Millionen Dollar zu Buche. Gründe waren vor allem der weitere Vormarsch japanischer Konkurrenten und eine neue Runde des Preiskriegs im US-Markt. Der Konzernumsatz wuchs unterdessen um 3,7 Prozent auf 44,5 Milliarden Dollar, wie das Unternehmen am Dienstag (19.7.) mitteilte.

Im Vorjahresquartal hatte Ford mit Autos in Nordamerika noch 454 Millionen Dollar verdient. Der Umsatz schrumpfte im Jahresvergleich um 568 Millionen Dollar auf 19,9 Milliarden Dollar. Ford verkaufte in den USA weniger Autos, weil vor allem Konkurrenten aus Fernost wie Toyota und Nissan Marktanteile gewannen. Zudem zettelte General Motors mit der Einführung niedriger Mitarbeiterpreise für alle US-Autokäufer einen neuen Preiskrieg an, an dem sich Ford und Chrysler mit einmonatiger Verspätung beteiligten.

Im weltweiten Autogeschäft fiel von April bis Juni ein Vorsteuerverlust von 245 Millionen Dollar gegenüber einen Gewinn von 97 Millionen Dollar im Jahr zuvor an. Nach Darstellung von Konzernchef Bill Ford war das Unternehmen in den meisten Regionen profitabel. "Die globalen Autoergebnisse waren jedoch enttäuschend und spiegelten das andauernd harte Wettbewerbsumfeld wider, vor allem in Nordamerika", erklärte er.

Der Ford-Chef verwies auf den Personalabbau in Nordamerika, die Konsolidierung von Jaguar-Betrieben in Großbritannien, auf vorläufige Vereinbarungen mit dem wichtisten Zulieferer Visteon und auf die Überprüfung strategischer Alternativen für die Mietwagentochter Hertz. Für Hertz wird nach seinen Angaben die Möglichkeit einer teilweisen Erstemission - sprich eines Börsengangs - oder ein Verkauf an einen Dritten ins Auge gefasst.

Der weltweite Autoumsatz erhöhte sich auf 38,7 Milliarden Dollar von 36,7 Milliarden im Vorjahr. Die Autoauslieferungen fielen auf 1,718 (Vorjahr: 1,751) Millionen Stück.

Ford Europe verdiente in der Berichtszeit 66 (211) Millionen Dollar. Der Gewinnrückgang war auf niedrigere Nettopreise und Produktionszahlen sowie höhere Material- und Pensionskosten zurückzuführen. Hinzu kamen niedrigere Gewinne in der Türkei. Ford Europe erhöhte den Umsatz auf 7,9 (6,7) Milliarden Dollar.

PAG im Plus

Die Luxuswagensparte Premier Auto Group mit Marken wie Volvo, Land Rover, Aston Martin und Jaguar verdiente 17 Millionen Dollar vor Steuern gegenüber einem Verlust von 347 Millionen Dollar im entsprechenden Vorjahresabschnitt. Es gab einen lukrativeren Produktmix und höhere Umsätze, vor allem bei Land Rover. Die Sparte setzte 7,9 (6,9) Milliarden Dollar um.

Die Finanztochter Ford Motor Credit verdiente wegen höherer Mittelbeschaffungskosten nur noch 1,2 Milliarden Dollar vor Steuern, minus 229 Millionen Dollar. Die Mietwagentochter Hertz verbuchte einen Vorsteuergewinn von 153 (144) Millionen Dollar.

Der Ford-Halbjahresumsatz erhöhte sich auf 89,7 (87,6) Milliarden Dollar. Der Halbjahresgewinn fiel auf 2,2 (3,1) Milliarden Dollar oder 1,06 (1,51) Dollar je Aktie. Ford geht für das Gesamtjahr unter Ausklammerung von Sonderfaktoren weiterhin von einem Gewinn von 1,00 bis 1,25 Dollar je Aktie aus. Im zweiten Quartal fiel der Gewinn pro Aktie fiel auf 47 (57) Cent. Die Wall Street hatte nur einen Gewinn von 33 Cent je Aktie erwartet.

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