Ford Visos: Blick zurück nach vorn

Die auf der IAA von Ford gezeigte Sportcoupé-Studie Visos ist eine moderne Interpretation der Capri-Idee aus den späten sechziger Jahren - mit 350 PS starkem Biturbo-Sechszylindermotor, Allradantrieb und Heckkameras.

So wie der Visos könnte ein kompaktes viersitziges Sportcoupé auf Basis der nächsten Focus-Generation aussehen. Doch ob so etwas auch in Serie kommt, hat Ford noch nicht entschieden. Die scharf abknickende hintere Dachsäule ist jedenfalls eine Reminiszenz an den legendären Capri, mit dem Ford ab 1969 fast zwei Jahrzehnte lang im damals großen und sowohl vom Capri wie auch vom Opel Manta geprägten Coupé-Markt für Furore sorgte.

Unter der Haube steppt der Bär

Das sehr bullig und muskulös gestaltete Showcar rollt auf 20 Zoll großen Ronal-Alufelgen mit Breitreifen im Format 255/30. Unter der Motorhaube steppt der Bär: ein Dreiliter-Reihensechszylinder mit Biturboaufladung, 350 PS Leistung und 400 Nm Drehmoment. Die Kraftübertragung erfolgt über ein Sechsgang-Schaltgetriebe auf alle vier Räder.

So übertrieben stark würde der Visos, dessen konventionelle Türen weit ins Dach reichen, natürlich nie in Serie gehen. Und auch viele andere technische Details bleiben dem IAA-Schaustück vorbehalten. Dazu gehört ein vom Fahrer aus wählbarer Sport-Modus, der das Auto auch optisch verwandelt: Ein Frontspoiler, ein Heckdiffusor und ein Heckspoiler werden sichtbar. Schaltet man zurück in die Komfort-Stellung, verschwinden die Aerodynamik-Hilfen unterhalb von 90 km/h wieder in der Karosserie. Bei höherem Tempo werden sie auch im Komfort-Modus automatisch aktiviert.

Kameras ersetzen die Rückspiegel

Weitere Technik-Spielereien: Ein an den Motor angeschlossener LCD-Monitor übermittelt sämtliche Einstelldaten. Per Laptop lassen sich Stoßdämpferhärte, Drehzahllimit und weitere Kennwerte individuell variieren. Außerdem kann auf Knopfruck die Innenraum-Beleuchtung verändert werden: von komfortabel-behaglich (dezentes indirektes Licht) in sportlich-temperamentvoll (akzentuiert grell). Parallel dazu werden die Vordersitze straffer und bieten mehr Seitenführung, das Lenkrad rückt näher an den Fahrer heran, die Instrumente blenden die entsprechenden Anzeigen auf, und aus der Frontkonsole fährt ein Schalthebel für sequenzielle Gangwechsel heraus.

In die Karosseriehaut integrierte Kameras, die beim Starten des Motors automatisch ausfahren, ersetzen die Außenspiegel. Zusätzliche Rückfahrkameras stecken in der dritten Bremsleuchte. Die längs durch den Innenraum verlaufende Mittelkonsole bietet Anschlüsse für Audio- und Video-Unterhaltungssysteme. Der Beifahrersitz hat eine Liegefunktion mit integrierter Fußstütze wie bei einem Flugzeugsitz. In Normalstellung der Vordersitze finden auch im Fond des Coupés noch zwei Personen Platz.

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fis

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