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Formel 1

Die Teams in der Königsklasse 2009

Foto: dpa 31 Bilder

Nach der Rettung des ehemaligen Honda-Rennstalls durch Ross Brawn stehen auch 2009 zehn Teams am Start. sport auto sagt kurz vor dem Saisonstart, wie die Chancen der Teilnehmer stehen.

24.03.2009 Powered by

McLaren MP4-24-Mercedes-Formbarometer: Auch mit dem großen Aerodynamik- Update bei Testfahrten in Barcelona schwächelt der Weltmeister von 2008. Beim Bremsen blockieren die Vorderräder, beim Beschleunigen findet das Heck keine Traktion. Es liegt ein massives aerodynamische Problem vor. Lewis Hamilton versucht das mit Einsatz wettzumachen und landete schon drei Mal im Reifenstapel. Es wird ein hartes Jahr für den Champion. Letzte Hoffnung: neue Aeroteile beim Abschlusstest in Jerez.

Ferrari F60-Formbarometer: Ferrari ist gut bei der Musik. Obwohl Ferrari erst im Januar mit KERS-Testfahrten begann, ist der Hybridantrieb meistens an Bord. Das Auto ist so stark untergewichtig, dass trotz der 30 Kilogramm wiegenden KERSKomponenten genügend Ballast vorhanden ist, um die Autos auf ein reifenschonendes Fahrverhalten zu trimmen. Einzige Sorge sind gelegentliche Defekte. Bis jetzt war alles dabei: Getriebe, Lichtmaschine, Motor und das Kühlsystem für den Hybridantrieb.

BMW F1.09-Formbarometer: Heidfeld und Kubica zählen zum Kreis der Favoriten. Der BMW F1.09 erlaubt konstant schnelle Rundenzeiten. Wie bei Ferrari nerven viele Defekte. „Kleinkram, nichts was uns umbringt, aber doch immer etwas, das im Rennen fatal sein kann“, warnt Heidfeld. KERSVerfechter BMW fährt in Melbourne möglicherweise ohne KERS. Noch sind die Rundenzeiten ohne schneller als mit. Kubica freut es. Ohne KERS wiegt sein Gewichtshandikap von zehn Kilo auf Heidfeld nicht so schwer.

Renault R29-Formbarometer: Nach schwachem Beginn hat Renault aufgeholt. Ein neuer Frontfl ügel und Diffusor brachten je eine Sekunde. Das bessere Verständnis der Abstimmung war für eine weitere Sekunde gut. Renault fährt in der Gruppe mit Ferrari, BMW und Toyota. Obwohl das KERS von Magneti Marelli mit 35 Kilogramm sehr schwer ist, sind Alonso und Piquet beim Setup nicht eingeschränkt. „Wir haben das leichteste Auto der Firmengeschichte gebaut“, verrät Ingenieur Pat Symonds.

Toyota TF109-Formbarometer: Toyota hat hoch gepokert und möglicherweise einen Volltreffer gelandet. Jarno Trulli und Timo Glock fuhren bei allen Testfahrten in der Spitzengruppe. „Wir sind unter allen Bedingungen schnell“, lobt Glock. Der Verzicht auf KERS beschert dem Toyota dank 50 Kilogramm Ballast einen extrem tiefen Schwerpunkt, einen langen Radstand und ein stabiles Fahrverhalten. Kritisch wird es erst, wenn KERS nachgerüstet werden muss. Dann schrumpft die Tankkapazität.

ToroRosso STR4-Ferrari-Formbarometer: Der späte Testbeginn mit dem neuen STR4 könnte für ToroRosso in den ersten vier Überseerennen zum Problem werden. „In nur fünf Testtagen werden wir kaum alle Kinderkrankheiten beheben können“, fürchtet Teamchef Franz Tost. Neuling Sebastien Buemi hat nur zweieinhalb Tage, sich auf das neue Auto einzuschießen. Aber auch Routinier Bourdais klagt: „Meine paar Runden waren zu wenig, um das Auto kennenzulernen. Meine Testfahrten gehen in Melbourne weiter.“

Red Bull RB5-Renault-Formbarometer: Der Red Bull RB5 startete fulminant in den Testwinter. Jetzt stagniert Adrian Neweys extreme Konstruktion. „Erst waren wir Spitze, jetzt sind wir im Mittelfeld“, bedauert Webber. Er vermutet: „Die Konkurrenz hat schneller entwickelt als wir.“ Kollege Vettel wundert sich: „Wir wissen nicht, warum wir auf der Stelle treten.“ Das Fahren mit reduziertem Abtrieb behagt Vettel. "Webber hat mit dem Speed von Sebastian noch ein Problem", analysiert Teamchef Christian Horner.

Williams FW31-Toyota-Formbarometer: Das Team bleibt eine graue Maus. Rosberg und Nakajima bewegten sich den ganzen Testwinter im Mittelfeld. Einzige Ausnahme war der letzte Testtag in Barcelona. Positiv ist die gute Standfestigkeit. „Unser letztes Aerodynamik-Update war ein Rückschritt“, bedauerte Technikpapst Patrick Head. Das KERS mit Schwungrad-Technik bleibt vorerst in der Kiste. Am Prüfstand funktioniert es. Im Auto wurde das Schwungrad nur im Leerlauf getestet. Es war nie mit dem Antrieb gekoppelt.

BrawnGP BGP001-Mercedes-Formbarometer: Am 3. März unterschrieben Ross Brawn und Honda den Vertrag der Übernahme. Eine Woche später schockte der Brawn BGP001 mit Mercedes-Motor die Konkurrenz mit Sensationszeiten in Barcelona. Das Auto, das im Verborgenen weiterentwickelt wurde, ist auf Anhieb schnell und standfest. Damit drängten sich die Totgesagten über Nacht in die Favoritenrolle. Wer glaubt, dass dem Team bald das Geld ausgeht, der irrt sich. „Wir müssen nicht sparen“, beteuert Brawn.

Force India VJM02-Mercedes-Formbarometer: Der Anschluss ans Feld ist geschafft. Adrian Sutil und Giancarlo Fisichella belegten einen Stammplatz im hinteren Mittelfeld. Meistens waren sie schneller als die McLaren. Mercedes liefert den Motor, McLaren den Antriebsstrang und die Logistik. KERS ist noch nicht mit im Paket. In den ersten vier Rennen muss Force India ohne Hybridantrieb fahren. Trotzdem herrscht Optimismus in der Fabrik. „Endlich haben wieder Racer bei uns das Sagen“.

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