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Formula Student

Doppel-Roll-Out der Weltmeister

Rennwagen F0711-5 Präsentation Foto: Rennteam/Greenteam 12 Bilder

Alljährlich findet der große Roll-Out des neuen Formel Student Renners an der Uni Stuttgart statt. Doch 2010 wartete eine besondere Überraschung auf die rund  600 geladene Gäste: neben dem Rennteam feierte auch das Greenteam mit seinem Elektroauto Premiere.

17.05.2010

Mit dem F-0711-4 hält die Uni Stuttgart den Weltmeistertitel im Konstrukteurs-Wettbewerb "Formula Student". Doch 2010 muss der Bolide das Feld räumen und Platz für seinen Nachfolger, den F-0711-5 machen. Wie das neue Auto aussieht und welche neue Technik sich hinter der Karbon-Hülle verbirgt, blieb natürlich bis zum Roll-Out geheim. Ende April war es dann soweit. Was den Gästen teilweise noch unbekannt war: Nicht nur ein, gleich zwei Autos standen im Zentrum der Präsentation. Die Silhouette unter dem schimmernden Tuch verriet aber auch Unwissenden, dass es sich ebenfalls um ein Formel-Auto handeln wird.

Rennteam Uni Stuttgart bekommt Nachwuchs vom Greenteam

Neben dem Roll Out des mittlerweile fünften Rennwagens der Uni Stuttgart stand auch das fertiggestellte Auto des frisch gebackenen Greenteams vor seinem ersten großen Auftritt. An der Universität gibt es von diesem Jahr an nämlich zwei Teams: Während sich das Rennteam mit der Konstruktion eines Verbrennungs-Autos beschäftigt, peilt das Greenteam die Entwicklung eines elektrobetrieben Rennwagens an. 2010 startet die erste Versuchsreihe. Man will angreifen und an den Erfolg des Rennteams anknüpfen.

Greenteam-Auto heißt E0711-1

Zugegeben, der E0711-1 ist noch nicht ganz betriebsbereit. "Aber Ende Mai wollen wir damit fahren", terminiert Florian Semlinger, einer der Teamchefs die erste Fahrt. Und was der große Vorteil eines E-Renners ist, da sind sich alle Beteiligten einig: volle Power ab null Umdrehungen. Im Rennteam ist man da doch eher auf Sprit fixiert. Wobei auch ein Formula Student Auto verbrauchsoptimiert werden muss. "Es bringt überhaupt nichts einen Rennwagen zu bauen, der literweise Benzin verbrät - damit hätten wir keine Chancen auf den Sieg."

Roll-Out: Ganz wie bei den Großen

Zum "Punkt" und damit auch zum Höhepunkt des unterhaltsamen Abends kam es um gegen 21:00 Uhr. Das Licht im Saal gedämmt, die Scheinwerfer auf die beiden verhüllten Autos gerichtet und von lauter bombastischer Musik begleitet, wurden die Tücher langsam von den beiden Autos gezogen - die Anspannung stand in der Luft, als die einzelnen Komponente des F0711-5 und des E0711-1 immer mehr zu sehen waren. Besonders stolz sind die Studenten auf das verringerte Gewicht: Mit 198 Kilogramm bringt der Neue ganze elf Kilo weniger auf die Waage als sein Vorgänger.

F0711-5: Weniger Gewicht bei gleicher Leistung

Die Motorisierung hingegen blieb mit dem 94 PS, 68 Newtonmetern starken Honda CBR 600 RR Motorradmotor (Baujahr 2005) dieselbe. Damit sollte auch die erwartete Beschleunigung von 3,7 Sekunden von null auf 100 km/h gelingen. Viel wichtiger als diese offensichtlichen Leistungsdaten sind aber die detaillierten Änderungen am F0711-5. Da wäre beispielsweise das eigens konstruierte sequentielle Viergang-Getriebe, das im Motorgehäuse integriert werden konnte. Zwar ist die Höchstgeschwindigkeit damit auf 125 km/h beschränkt, doch laut dem "Formula Student" Reglement dürfen die Fahrzeuge diesen Vmax sowieso nicht überschreiten.

Rennwagen der Uni Stuttgart soll Formula Student gewinnen

Optisch fallen dem technikinteressierten Betrachter Feinheiten wie  Antriebwellen aus Kohlefaser und die ZF Sachs Formel 3 Stoßdämpfer mit Schraubenfedern auf. Übrigens: Nicht nur die Hülle des F0711-5 steht - schon vor dem Roll Out konnten die Studenten ihren neuen Renner erproben. Das Ergebnis der ersten Testläufe ist eindeutig: "Das Ding geht einfach brutal nach vorne", schwärmt Brix Tegeder, einer der Fahrer. Und das der F0711-5 das Zeug zum Weltmeisterauto hat, da ist man sich beim Rennteam der Uni Stuttgart sicher.

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