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Forschung und Entwicklung

Autobauer investieren mehr in Umweltschutz

Technik Elektroauto Foto: Beate Jeske/Hans-Dieter Seufert 9 Bilder

Nach längerem Zögern haben Autohersteller laut einer Studie endgültig den Trend zum Umweltschutz erkannt und investieren deshalb kräftig in Forschung und Entwicklung.

09.06.2010

"Das hat sich dramatisch verändert", sagte Stefan Bratzel, Leiter des Center of Automotive der Fachhochschule der Wirtschaft in Bergisch Gladbach in München. "Die Innovationen der globalen Automobilkonzerne künden von einer "Zeitenwende". Auslöser für den Kurswechsel sei vor allem der Druck der Kunden.

Innovationsanstrengungen im Bereich Elektroauto steigen explosionsartig

Seit fünf Jahren untersucht Bratzel technische Neuerungen der Hersteller. Das Ergebnis seiner aktuellen Studie sei eindeutig: Der Schwerpunkt verlagere sich auf die Entwicklung sparsamerer oder alternative Antriebe. Saubere Technik entwickele sich zum "Hygienefaktor" und präge ein neues Automobil-Leitbild.
 
Das gelte auch für das vieldiskutierte Thema Elektromobilität. Auch wenn es noch lange dauern werde, bis Elektroautos zur Massenware würden, gebe es kaum noch Hersteller, die nicht an solchen Projekten arbeiten. "Hatte das Elektroauto noch im Jahr 2007 keine Bedeutung (drei Neuerungen), stiegen die Innovationsanstrengungen der Hersteller insbesondere im Jahr 2009 explosionsartig auf fast 30 Neuerungen an", schreibt Bratzel.
 
Insgesamt gaben 17 untersuchte Autokonzerne vergangenes Jahr rund 41 Milliarden Euro für Forschung und Entwicklung aus - angesichts der Branchenkrise etwa 13 Prozent weniger als noch 2008. Das laut Studie innovationsstärkste Unternehmen war wie im Vorjahr der Volkswagen-Konzern, gefolgt von Toyota und Ford. Daimler fiel vom zweiten auf den vierten Rang und verdrängte den Münchner Konkurrenten BMW auf Platz fünf.

Entwicklungsschwerpunkt liegt noch auf der Optimierung der bestehenden Motoren

Allerdings liege der Schwerpunkt nach wie vor auf der Optimierung der bestehenden Motoren, in die mehr als die Hälfte der Investitionen für die Antriebstechnik gesteckt würden. Dennoch habe sich die Forschung im Bereich der alternativen Antriebe insgesamt seit 2006 mehr als verdreifacht. Mit drastisch steigenden Kraftstoffkosten habe sich eine neue Situation entwickelt, auch die Klimadebatte habe eine Rolle gespielt. Die deutschen Hersteller BMW, Audi und Daimler müssten die Premium-Klasse und ihre Identität neu definieren. Sonst drohe eine "Entemotionalisierung" des Automobils.

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