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Forster

"Müssen ultraproduktiv sein"

Foto: dpa

GM-Europa-Chef Carl-Peter Forster über Personalabbau, Verbesserungen in der Produktivität und die Positionierung der Marke Opel.

18.01.2006

GM steckt in den USA in einer schwierigen Situation. Spüren Sie auch Auswirkungen auf Ihr Europa-Geschäft?

Forster: Faktisch nicht, psychologisch schon eher. Wir sind ein Unternehmen; die Schwierigkeiten in den USA belasten auch uns. Zudem überlegen wir jede Investition natürlich sehr genau. Bei der Produktentscheidung haben wir aber kein Projekt streichen müssen.

Wie sieht es bei der Produktivität aus?

Forster: Die spielt in der Fertigung eine wichtige Rolle. Dort arbeiten 50 bis 60 Prozent unserer Mitarbeiter, und wir brauchen jedes Jahr mindestens drei bis fünf Prozent Produktivitätsverbesserung. Das heißt drei bis fünf Prozent mehr Autos bei gleicher Mitarbeiterzahl oder drei bis fünf Prozent weniger Mitarbeiter bei gleicher Autoproduktion. Sonst fallen wir wieder zurück und verlieren unsere Wettbewerbsfähigkeit.

Wo stehen Sie denn bei der Harbour-Studie, welche die Produktivität einzelner Hersteller analysiert?

Forster: Wir werden immer besser. Wir haben bereits Werke, die am oberen Rand sind, und wir haben Werke, die noch deutlich schlechter dastehen. Wenn wir Rüsselsheim richtig ausgelastet haben, dann wird es auch ein hochprofitables Autowerk sein, wo innerhalb von 19 bis 20 Stunden Mittelklasseautos gefertigt werden können. Das ist wichtig, denn wir wollen auch in Zukunft in Westeuropa Autos bauen. Unsere Philosophie ist folgende: Wir wollen dort produzieren, wo unsere Kunden sind. Die meisten haben wir in Westeuropa. Dort sind die Löhne hoch. Sie haben also nur eine Chance: Sie müssen ultraproduktiv sein. Wenn Sie einen Corsa innerhalb von 15 Stunden in Eisenach bauen können, dann schlägt die Lohnkostendifferenz zum Werk Gleiwitz in Polen nicht mehr so extrem zu Buche. Schließlich gewinnen Sie auch immer einige Prozent Marktanteile in dem Land dazu, in dem die Autos gebaut werden – durch den Herstellerbonus sozusagen.

Wie sehen Sie sich im Vergleich zu anderen deutschen Volumenherstellern?

Forster: Ford steht mit seiner Produktion in Deutschland sehr gut da, die sind uns in der Fertigungs-Produktivität vielleicht noch eine Nasenspitze voraus, aber wir kommen schnell näher. Andere Hersteller sind bei der Produktivität deutlich schlechter aufgestellt, Premiumhersteller eingeschlossen.

Das ganze Interview mit Carl-Peter Forster lesen Sie in auto motor und sport Heft 3, das ab Mittwoch (18.01.) im Handel ist. Weitere Themen:

• BMW X Sport
• Mercedes S 600 im Test
• BMW-Hybrid-Konzepte
• Wohn-Idee Auto-Loft
• Vorstellung Peugeot 207
• Rallye Dakar

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