Jetzt auch für: iPhone, iPad, Android und Windows
Marken
Themen
Artikel
Videos
Baureihen
Alle Treffer mit anzeigen

Wolrd Mobility Forum 2006

Fußball-WM 2006 – Logistik, Transport, Verkehr und Umwelt

Foto: dpa

"Die Fußball-WM 2006 ist eine riesengroße Herausforderung für Deutschland, sich einem weltweiten Publikum zu präsentieren", formulierte Moderator Prof. Dr. Günter Sabow, Geschäftsführer des Kompetenzzentrums für Telematik und Mobile Computing Stuttgart, zu Beginn des Workshops. Ein solches Großereignis bedeute aber auch eine enorme Herausforderung in Sachen Logistik, Sicherheit, Transport, Verkehr und Umwelt.

25.06.2000

"Die Fußball-WM 2006 ist für Bayern ein motivierendes Ereignis zur Verbesserung der verkehrsträgerübergreifenden Informations- und Steuerungssysteme für den Individualverkehr und den Öffentlichen Verkehr", erklärte Dipl.-Ing. Peter Hartmann, Beiratsvorsitzender der MRK Innovationsmarketing und Management Consulting GmbH sowie Projekt- und Systemsteuerer im Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie. Während der gesamten WM-Zeit sei mit einem deutlich erhöhten Verkehrsaufkommen zu rechnen.

Das bedinge speziell im Öffentlichen Verkehr Maßnahmen bei der Lenkung der Reisenden (zusätzliches Personal sowie über dynamische Displays) und bei der Information der Fahrgäste (Service Points, Flyer, Plakate, Ansagen und dynamische Anzeigen). Außerdem müssten zusätzliche Verbindungen bereitgestellt werden. Insgesamt strebe Bayern die Verbesserung des Öffentlichen Verkehrs hinsichtlich einer zukunftsfähigen Fahrgastinformation und Anschlusssicherung auf der Basis von Echtzeitdaten an. Um die Maßnahmen in den einzelnen Regierungsbezirken zu harmonisieren, wurde der Masterplan DEFAS-Bayern entwickelt.
Speziell auch in Stuttgart geht die Fußball-WM mit gestiegenen Anforderungen an die mobile Besuchernavigation und -logistik einher.

"Eine Portallösung sowie entsprechende mobile Anwendungen können zur verbesserten Lenkung der Besucherströme beitragen", meinte Robert Keck, Leiter IT Services der Stuttgarter Straßenbahnen AG und Verantwortlicher des Projekts MobilCity. Dieses Projekt sei hierfür ein wichtiger Beitrag. Hinter MobilCity verbirgt sich ein neuartiges City-Informationssystem. Das kostenfreie Besucherportal enthält Informationen zum öffentlichen Nahverkehr, zum Parken, Stadtpläne und Notdienste, auch Hotels können gebucht werden. Möglich ist außerdem der (kostenpflichtige) Zugang zum Internet. Mit dem Aufbau so genannter WLAN HotSpots an 26 Haltestellen von Bussen und Bahnen der Stuttgarter Straßenbahnen AG (SSB) sowie weiteren zentralen Punkten der Städte Stuttgart und Fellbach wurde bereits begonnen.

Im Zusammenhang mit der Fußball-WM stellte Hermann Orgeldinger, Gründer und Geschäftsführer der orgeldinger media group GmbH, die Frage, wie die Autofahrer gelenkt werden und wie gut der Anschluss an den ÖPNV sei. Orgeldinger bemängelte den in Deutschland antiquierten Verkehrsfunk. Hier müsse man neue Möglichkeiten in Erwägung ziehen. Man könne etwa eine eigene Verkehrsfrequenz freischalten, ein spezielles WM-Radio einrichten oder besser die mobile Kommunikationstechnik nutzen. Auch sei im Stadtverkehr - wie in Athen - über die Einführung einer für Reisebusse reservierten "Red Line" nachzudenken.

"Funktioniert die Schnittstelle Auto - Information - ÖPNV nicht gut, kann es sein, dass es nicht heißt ‚Zu Gast bei Freunden', sondern ‚Willkommen im Stau'. Lars Döhmann, Leiter Presse Uniroyal und Nutzfahrzeugreifen der Continental AG, sieht eine vordringliche Aufgabe darin, die Mobilität komfortabler und sicherer zu machen. Reifen würden hierbei eine wichtige Rolle spielen. Döhmann erwähnte, dass der Geschäftsbereich Reifen von Continental ein Offizieller Partner der Fußball-WM 2006 sei. Außerdem habe man einen speziellen WM-Reifen entwickelt.

Auch die Kirche leistet nach Ansicht von Volker Steinbrecher, Pfarrer, Studienleiter an der Evangelischen Akademie Bad Boll und Sportbeauftragter der Württembergischen Landeskirche, einen wichtigen Beitrag zur Fußball-WM 2006. "Wir bieten Fans in Kirchen Rückzugsmöglichkeiten an." Als Beispiele führte Steinbrecher unter anderem Gottesdienste in ausländischen Sprachen sowie das Jugendfestival während der letzten WM-Woche an
Matthias Kleinert, Beauftragter des Vorsitzenden der SAFRI Südliches Afrika Initiative der Deutschen Wirtschaft, ging vor allem auf die Fußball-WM 2010 in Südafrika ein. "Südafrika schaut gespannt auf Deutschland und erhofft sich Lösungsansätze für die infrastrukturellen und organisatorischen Herausforderungen im Zusammenhang mit dem Großereignis." Deutsche Unternehmen hätten zahlreiche Möglichkeiten, sich mit ihrem während der Vorbereitungen auf die WM 2006 erworbenen Know-how einzubringen.

Kommentar schreiben

Es ist noch kein Kommentar vorhanden. Seien Sie der Erste und sagen Sie und Ihre Meinung.

Neues Heft
Empfehlungen aus dem Netzwerk
Autokredit berechnen
Anzeige
Whatsapp
Immer auf dem neuesten Stand mit unserem WhatsApp-NewsletterJetzt kostenlos anmelden