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World Mobility Forum 2009

Zetsche: Produktion der Brennstoffzelle

Foto: Daimler-Chrysler

Der Autokonzern Daimler will bereits in diesem Sommer mit der Produktion erster Modelle mit Brennstoffzelle beginnen und die Produktion in den nächsten Jahren auf 100.000 ausbauen. „Ab Mitte des Jahres werden wir eine moderate Produktionsstückzahl auflegen. Wir glauben, dass wir ein attraktives Produkt ohne Kompromisse darstellen können“, kündigte Vorstandschef Dieter Zetsche im Gespräch mit der am Donnerstag erscheinenden Ausgabe von auto motor und sport an. „Und wir sind zuversichtlich, dass wir in einem Zeitraum von vier bis fünf Jahren bei einer Annahme von 100.000 Autos jährlich die Kosten der Brennstoffzelle in die Größenordnung des Antriebsstrangs eines Bluetec-Hybrids bringen können.

26.09.2000

Das war vor kurzer Zeit noch nicht absehbar.“ Deshalb habe Daimler auch die Gespräche für den Aufbau eines Wasserstoff-Tankstellennetzes forciert. „Wir haben mit einem Partner in Deutschland ein Netz von 1.000 Tankstellen analysiert. Das heißt: Höchstens 35 Kilometer muss ein Kunde zurücklegen, bis er die nächste Tankstelle ereicht. Das ist nicht vergleichbar mit der Benzinversorgung, aber ausreichend.“ Laut Zetsche hat Daimler für diese Analyse mit Linde zusammen gearbeitet. Bei den notwendigen Investitionen setzt Zetsche auf Kooperationen, um die hohen Kosten aufbringen zu können. „Die Investitionen, die in Deutschland getätigt werden müssten, liegen bei 1,7 Milliarden Euro. Keine Hürde, die unüberwindbar ist, aber sie kann nicht von einem allein bewältigt werden. Ich bin begeistert, wie weit wir auf diesem Weg bereits gekommen sind.“

„Jedes Jahr ein Hybrid-Modell“

Mit dem Start der Hybrid-Version der S-Klasse in diesem Sommer will Daimler zudem jedes Jahr ein neues Hybrid-Modell auf den Markt bringen. „Unser Hybrid-Fahrplan beginnt im Sommer mit dem S 400 Hybrid. Ende des Jahres, abhängig von der Batterieverfügbarkeit, geht es mit der M-Klasse weiter“, sagte Zetsche auto motor und sport. „Wir sind im Prinzip dabei, alle Hauptbaureihen für den Hybrid-Einsatz vorzubereiten. Das bedeutet, dass wir auch zukünftig mindestens einen neuen Hybrid pro Jahr vorstellen werden.“ Verstärken will Zetsche auch die Entwicklung reiner Elektromodelle. So werde Smart Ende des Jahres weitere 1.000 E-Smart ausliefern. „Daneben sind wir dabei, auf der A- und B-Klasse-Plattform ein vollelektrisches Fahrzeug vorzubereiten, das 2010 zunächst in begrenzter Stückzahl kommen wird. Etwa für 2011/2012 sehen wir es als realistisch an, mit Smart und Mercedes mit relevanten, fünfstelligen Stückzahlen zu kommen.“

Zetsche: „Wir brauchen verlässliche Standards der Regierungen“

Zur Entwicklung emissionsfreier Autos hat Daimler-Chef Dieter Zetsche am Donnerstag auf dem World Mobility Forum der Motor Presse Stuttgart einheitliche und langfristige Regelungen gefordert. Die Investitionen seien so hoch und der Aufbau von Infrastruktur so aufwändig, dass verlässliche Standards unverzichtbar seien. Die Politik sei gefordert. „Der Wandel zur postfossilen Mobilität braucht verlässliche Standards. Die Kunden erwarten Planungssicherheit“, so Zetsche. „Der Anfang vom Ende des Öl-Zeitalters ist da. Wir müssen massiv in Forschung und Entwicklung investierten, während gleichzeitig nahezu alle Märkte einbrechen.“ Deshalb werde es zu einer „natürlichen Selektion“ in der Autoindustrie kommen. Aber die Krise sei eine Chance, dass die deutsche Industrie mit besseren Lösungen am Ende besser dastehen werde. Falsch sei es aber, jetzt allein auf den Elektroantrieb zu setzen. „Wir müssen auch gleichzeitig die Diesel und Benziner, die auf die Straße kommen, effizienter machen.“ Bevor der Verbrennungsmotor durch Elektroantrieb ersetzt wird, müsse der Otto- und Dieselmotor zunächst durch elektrische Komponenten ergänzt werden. Dass sich die Autoindustrie verändern muss und dabei auch Fehler in der Vergangenheit gemacht hat, räumte Zetsche ein. „Ich denke, ich kann für alle meine Kollegen sprechen, wenn ich sage: Uns muss man nicht zum Jagen tragen. Wir haben begriffen.“

Smart will in den USA wachsen

Sundt Jensen: 30.000 Reservierungen für Smart in den USA –

Weltweiter Absatz soll 2009 stabil bleiben – Weitere Händler in Nordamerika


Die Mercedes-Tochter Smart will 2009 ihren weltweiten Absatz auf dem Niveau von 2008 halten und in den USA sogar mehr Autos verkaufen als im Vorjahr. „Im vergangenen Jahr haben wir im Retail 134.800 Einheiten verkauft. Wenn wir dieses Niveau 2009 halten, können wir aus heutiger Sicht zufrieden sein. Wenn es mehr werden, umso besser“, sagte Anders Sundt Jensen, Leiter Vertrieb und Marketing Smart, dem Magazin auto motor und sport.
Noch optimistischer ist Jensen für die USA. „Im vergangenen Jahr haben wir in den USA 24.600 Einheiten verkauft. Wir sind zwar auch nicht 100 Prozent konjunkturunanfällig, wollen dort aber dieses Niveau 2009 halten und wenn möglich ausbauen", sagte Jensen. Die hohe Zahl von Reservierungen deutet auf einen wachsenden Absatz in Nordamerika hin. „Die weltweiten Märkte sind derzeit sehr schwer einzuschätzen, vor allem die USA. Trotzdem gibt es gerade in diesem wichtigen Markt einen Hoffnungsschimmer: Wir haben mehr als 30.000 Reservierungen für einen Smart fortwo vorliegen. Und das stimmt uns recht zuversichtlich.“
Deshalb werde Smart sein Vertriebsnetz in den USA weiter ausbauen. „2008 hatten wir in 35 US-Staaten 74 Stützpunkte, dieses Jahr werden etwa fünf weitere dazu kommen. Natürlich wollen wir dabei vor allem in den Metropolen weiter wachsen. Heute ist Los Angeles unser größter Markt, gefolgt von New York, Washington, San Francisco und Phoenix, Arizona." Flexibel will Smart auf die labilen Autoabsatzzahlen reagieren. „Unser Produktionswerk in Hambach war 2008 gut ausgelastet – allerdings nur im Zweischichtbetrieb und ohne an Samstagen zu arbeiten. Wir haben hier also durchaus noch Flexibilität."

ams-Mastertest: Golf ist der Beste seiner Klasse

Internationaler Test der 14 beliebtesten Modelle der Kompaktklasse

Der VW Golf ist nicht nur der meistverkaufte Wagen seiner Klasse in Deutschland, sondern auch der beste: Das ist das Ergebnis des zehnten Mastertests des Magazins auto motor und sport sowie der 15 ams-Schwesterzeitungen in Europa. 14 Diesel-Modelle der Kompaktklasse wurden geprüft. Bewertet wurden Karosserie, Fahrkomfort, Antrieb, Bediensicherheit, Fahrsicherheit und Bremsen. Beurteilt wurde u.a. das Verhalten bei Ausweichmanövern auf nasser Fahrbahn sowie die Kurvenstabilität, Fahrverhalten in Kurven und beim Bremsen, Rundumsicht und das Licht. Insgesamt 44 Kategorien standen zur Prüfung an.
Der Golf erreichte die Wertung sehr gut und setzte sich mit 450 von 550 möglichen Punkten an die Spitze. Gelobt wurden von den Testern die hervorragende Verarbeitung, das sehr gute Platzangebot, die gelungene Geräuschdämmung und die sehr guten Ergebnisse in allen Fahrdynamiktests. Knapp auf den Fersen ist dem Golf der Audi A3, der mit 433 Punkten ebenfalls noch die Wertung sehr gut schaffte. Der A3 Sportback überzeugt ebenso wie der Golf, hat aber nur ein durchschnittliches Raumangebot und eine mäßige Variabilität im Innenraum. Auf den folgenden Plätzen waren die Abstände ausgesprochen knapp: Auf Platz 3 liegt mit 417 Punkten und der Note gut der Peugeot 308, gefolgt mit nur vier Punkten Abstand vom Seat Leon (gut, 413 Pkt.). Dahinter liegen auf den Rängen fünf und sechs der BMW 118 (gut, 412 Pkt.) und der Renault Mégane (gut, 411 Pkt.).
Im Mittelfeld folgen mit der Note befriedigend dicht gedrängt der Ford Focus (398 Pkt.), Mercedes A-Klasse (396), Honda Civic (395), Opel Astra (390), Citroën C4 (386) und Toyota Auris. Schlusslichter sind mit dem Urteil ausreichend der Fiat Bravo (370 Pkt.) und der Kia Cee’d. Bei Fiat bemängelten die Tester die stößige, unausgewogene Federung, die unpräzise Lenkung, die unbefriedigende Bedienung und einfache Verarbeitung. Der Kia bildet das Schlusslicht wegen seiner lauten Motorgeräusche bei durchschnittlichen Fahrleistungen, der gefühllosen Lenkung und den starken Karosseriebewegungen auf unebenem Untergrund.

Deutsche Preise liegen immer noch an der Spitze

Re-Importe lohnen sich – Test von 50 beliebten Modellen

Trotz der Rabattschlacht im Autohandel müssen deutsche Autofahrer nach wie vor im europäischen Vergleich am meisten beim Neuwagenkauf zahlen. Wie eine Stichprobe von auto motor und sport bei 50 beliebten Modellen belegt, liegen die Preise im Vergleich zum Ausland um bis zu 55 Prozent höher. In der Regel können Bundesbürger mit EU-Importen zwischen 20 und 35 Prozent sparen. Dabei hat das Preisgefälle in der EU nur wenig mit unterschiedlichen Qualitätsstandards zu tun oder mit mageren Ausstattungen in den günstigen Ländern. In der Regel waren die Modelle gleich ausgestattet.
Trotz der Rabattschlacht im Autohandel müssen deutsche Autofahrer nach wie vor im europäischen Vergleich am meisten beim Neuwagenkauf zahlen. Wie eine Stichprobe von auto motor und sport bei 50 beliebten Modellen belegt, liegen die Preise im Vergleich zum Ausland um bis zu 55 Prozent über dem günstigsten Angebot. In der Regel liegen die deutschen Preise 20 bis 35 Prozent über dem europäischen Durchschnitt. Dabei hat das Preisgefälle in der EU nur wenig mit unterschiedlichen Qualitätsstandards zu tun oder mit mageren Ausstattungen in den günstigen Ländern. In der Regel waren die Modelle gleich ausgestattet.

Durch den Re-Import verbilligt sich beispielsweise ein VW Passat Variant 1.9 TDI Comfort um 25 Prozent, der Preis sinkt von 30.585 auf 22.917. Beim neuen Opel Insignia sinkt der Preis bei Re-Import um 24 Prozent auf 21.730 Euro. 26 Prozent günstiger ist ein BMW 335i Coupé (39.700 Euro), der Preis des Audi A4 Avant 2.0 TDI Quattro sinkt um 27 Prozent auf 29.990 Euro, ein Mercedes C 180 ist ebenfalls 27 Prozent günstiger für 23.950 Euro zu haben. Der Preis eines Ford Mondeo Turnier reduziert sich sogar um 29 Prozent auf 18.000 Euro. Wer nach Fahrzeugen Ausschau hält, die hoch im Verbrauch liegen, kann bei einem Jeep Commander 5.7 mit Acht-Zylinder-Motor sogar 55 Prozent sparen.

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