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SPD-Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier

"Es gibt keine neue Abwrackprämie"

Frank-Walter Steinmeier, Interview Foto: dpa 65 Bilder

Die in Kürze auslaufende Abwrackprämie wird weder verlängert noch in geänderter Form wieder aufgelegt, um beispielsweise den kriselnden Dienstwagenmarkt anzukurbeln. Das kündigte SPD-Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier im Gespräch mit auto motor und sport an.

15.07.2009 Jens Katemann, Harald Hamprecht

"Mit der Abwrackprämie haben wir das Ende der Fahnenstange erreicht. Wir haben sie verlängert, das Fördervolumen aufgestockt. Mehr geht nicht. Und wir haben die Prämie ja auch nur eingeführt, um die Zeit zu überbrücken, bis der eingebrochene Export endlich wieder hochfährt und Arbeitsplätze in der deutschen Automobilwirtschaft sichert."

Abwrackprämie war erfolgreiche Strategie

Diese Ziele habe die Prämie erreicht. "Wichtig ist: Die Werke und Autohäuser in Deutschland sind in der Krise ausgelastet, die Leute stehen nicht auf der Straße. Einige sagen: Da wurden ja nur Käufe vorgezogen. Da sage ich: Genau! Das war unser Ziel. Wir wollten dem Automobilsektor eine Brücke über die Krise bauen, bis die Nachfrage aus dem Ausland endlich wieder anzieht. Viele andere Staaten haben unsere Umweltprämie übernommen. Das zeigt doch: Wir haben eine erfolgreiche Strategie."
 
Deshalb weist Steinmeier auch den Vorwurf zurück, von der Prämie hätten besonders die Importeure profitiert. "So einfach ist die Welt nicht mehr. Elektronik in Peugeot oder Fiat kommt von deutschen Herstellern, und viele Teile in deutschen Autos kommen aus dem Ausland."

Eine Millionen Elektrofahrzeuge bis 2015

Auf die Frage, ob unter einem potenziellen Kanzler Steinmeier ein Tempolimit auf deutschen Autobahnen eingeführt würde, antwortet der SPD-Politiker: "Ich halte nichts von Schlagworten, auch hier nicht. Worum geht es? Es geht darum, dass der Verkehr seinen Beitrag zur Klimapolitik leistet und dass dieser Beitrag substanziell ist. Wir wissen, dass ein Tempolimit nur ein Prozent der notwendigen CO2-Einsparung bringt. Viel mehr bringen moderne Antriebstechnologien, neue Kraftstoffe, Hybridtechnik oder marktreife Elektroautos. Das ist entscheidend."

Bis Mitte kommender Dekade erwartet Steinmeier eine starke Nachfrage für elektrobetriebene Fahrzeuge: "Unser ehrgeiziges Ziel lautet: Bis zum Jahre 2015 eine Million Elektrofahrzeuge im Markt! Das ist anspruchsvoll, aber wir werden alles daransetzen, dass wir es erreichen."

Das komplette Interview lesen Sie in der aktuellen Ausgabe von auto motor und sport, Heft 16, ab 16.7. am Kiosk. Die weiteren Themen:
- Wer ist fit für die Zukunft: Audi gegen BMW und Mercedes
- Sportwagen-Extra
- Autokenner 2009 - Teil 2
- Test Lexus RX 450h
- Test Hyundai iX55
- Vergleich VW Polo gegen VW Golf

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