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SPD-Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier

Zuversicht für Magna-Verhandlungen

Frank-Walter Steinmeier, Opel, Rettung, Rede Foto: dpa 65 Bilder

SPD-Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier geht davon aus, dass die Gespräche zwischen dem Zulieferer Magna und dem amerikanischen GM-Konzern zur Übernahme des Autobauers Opel bald zum Erfolg führen werden.

15.07.2009 Jens Katemann, Harald Hamprecht

Steinmeier sagte gegenüber auto motor und sport: "Ich habe keine Anhaltspunkte, dass die Verhandlungen zwischen Magna und GM scheitern." Magna habe ein "überzeugendes Konzept" vorgelegt. "Und ich hoffe, dass jetzt zügig alle Details geklärt werden, damit Arbeitnehmer und Kunden Klarheit haben."

Erhaltung aller deutschen Opel-Standorte spricht für Magna

Den Vorwurf, die SPD habe sich zu früh auf Magna festgelegt, weist Steinmeier zurück. "Ich war immer offen für das beste Konzept, das möglichst viel Arbeit in Deutschland erhält. Von den drei Konzepten, die uns vorlagen, hat sich Magna durchgesetzt. Es setzt auf die Erschließung neuer Märkte vor allem in Osteuropa."

Für das Magna-Konzept spreche weiterhin die Erhaltung aller deutschen Opel-Standorte. "Alle Konzepte sahen einen Arbeitsplatzabbau vor. Magna zehntausend in Europa, 2.600 in Deutschland. Vor allem aber, und das war mir besonders wichtig: Magna will alle vier deutschen Opel-Standorte erhalten."

Hinsichtlich der finanziellen Hilfen für Opel betont Steinmeier: "Die Bereitschaft für den 1,5 Milliarden-Euro-Brückenkredit und die 4,5 Milliarden Bürgschaft besteht. Alle Beteiligten wissen, dass es darüber hinaus keinen Raum für weitere Forderungen gibt. Eine Aufteilung mit den anderen europäischen Regierungen ist noch nicht besprochen."

Autoindustrie als Rückgrat der deutschen Wirtschaft

Keinen Anlass sieht Steinmeier, dass der Abbau der weltweiten Überkapazitäten auch generell zu Werksschließungen und Produktionskürzungen in Deutschland führen muss. Deutschland baue hervorragende Autos, weshalb ein Abbau in Deutschland nicht sinnvoll sei. "Natürlich gibt es weltweit Überkapazitäten. Aber warum sollen die gerade in Deutschland abgebaut werden?", so Steinmeier. "Unsere Modelle können in jedem internationalen Vergleich mithalten. Wir haben alle Chancen, dass das auch in Zukunft so bleibt."

Die Autoindustrie sei zudem viel zu wichtig für die deutsche Wirtschaft. "Die Autoindustrie ist das Rückgrat unserer Wirtschaft. Wir sollten um jeden Standort kämpfen und konsequent auf Forschung und Modernisierung setzen. Was einmal weg ist, kommt nicht zurück."

Das komplette Interview lesen Sie in der aktuellen Ausgabe von auto motor und sport, Heft 16, ab 16.7. am Kiosk. Die weiteren Themen:
- Wer ist fit für die Zukunft: Audi gegen BMW und Mercedes
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