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Friedrich Nitschke, Leiter BMW M GmbH

Perfekter Fahrzeug-Mix: BMW i3 und M3

Friedrich Nitschke, Leiter BMW M GmbH Foto: BMW 45 Bilder

Friedrich Nitschke, Chef der BMW M GmbH, über die Wünsche der Kunden, neue Projekte, die vielen CO2-Diskussionen und die Motorenpolitik.

08.07.2014 Birgit Priemer
Sie feiern am Rande des weltberühmten Concorso d’Eleganza Villa d’Este 30 Jahre BMW M5. Finden Sie hier Ihre Stammklientel?

Nitschke: Unsere Kunden finden wir in erster Linie bei großen Renn-Ereignissen wie dem 24-Stunden-Rennen am Nürburgring, also dort, wo sie auch am liebsten selbst unterwegs wären. Aber wir sind auch stolz auf unsere Historie: Ohne Herkunft gibt es schließlich keine Zukunft, und deshalb haben wir hier alle M5-Generationen ausgestellt.

Was ist dem M-Kunden wichtig?

Nitschke: Gar nicht einmal so sehr die reine Motorleistung. In der Gedankenwelt der M-Fahrer spielt die Rennstrecke eine große Rolle, es geht um Passion und Leidenschaft. Wir verkaufen von einer M5-Generation rund 20.000 Einheiten, wobei wir mehr Kunden in den USA als in Deutschland haben. Dort organisieren sich die Fans auch stärker in der Clubszene.

Die CO2-Diskussion geht auch an sportlich orientierten Herstellern nicht vorbei. Wie wollen Sie die M GmbH fit für die Zukunft machen?

Nitschke: Wir verfolgen zwei Richtungen: Wir wollen, solange es möglich ist, den Kraftstoffverbrauch bei Neuentwicklungen um 20 bis 30 Prozent reduzieren. Das haben wir ja bei M3 und M4 aktuell auch geschafft. Außerdem versuchen wir das Gewicht so stark zu reduzieren, wie es möglich ist. Der neue M4 wiegt als Handschalter weniger als 1.500 Kilogramm, das finde ich wirklich bemerkenswert. Dafür haben wir beispielsweise Dach und Gelenkwelle aus Carbon gefertigt, die Heckklappe besteht aus einer speziellen Mischbauweise, und auch beim Getriebe haben wir viel Wert auf Leichtbau gelegt.

Reicht das wirklich aus?

Nitschke: Natürlich müssen wir uns in bestimmten Märkten auch mit der Gesetzgebung auseinandersetzen. In einigen Märkten kann sich durch die restriktive CO2-Steuer der Kaufpreis schnell verdoppeln, das ist dann natürlich auch für uns ein Thema.

Wird es also bald auch Hybridmodelle von der M GmbH geben?

Nitschke: Der beste Hybrid entsteht doch, wenn ein BMW i3 und ein M3 zusammen in der Garage stehen, oder? Aber im Ernst: Keine andere Marke hat Modelle wie BMW i8 und M-Automobile unter einem Dach. Da wären wir doch geschlagen, wenn wir daraus in naher Zukunft Technologien nicht sinnvoll transferieren würden. Ein M-Hybridmodell, das allein über die Batterie 300 Kilogramm zusätzliches Gewicht mitbringt, kann ich mir allerdings nur schwer vorstellen.

Mercedes-AMG stellt in den nächsten Tagen den neuen GT-Sportwagen vor. Wie wollen Sie darauf reagieren?

Nitschke: Zunächst einmal möchte ich den Kollegen Respekt für dieses Projekt entgegenbringen. Konkurrenz belebt ja bekanntlich auch das Geschäft.

2016 steht das Jubiläum 100 Jahre BMW an. Wird es zu diesem Anlass von der M GmbH den lang ersehnten Supersportwagen geben?

Nitschke: Lassen Sie es mich so sagen: Jede Marke wird ihren Teil zu diesem Jubiläum beitragen.

Wird es Vierzylinder bei der M GmbH geben?

Nitschke: Der Vierzylinder ist ganz klar eine Option für die Zukunft. Zwischen dem M235i und dem M3 mit Biturbo-Sechszylinder ist allein rein preislich noch viel Platz.

Wenn dazwischen der M2 kommt, welches Antriebskonzept wird er bekommen?

Nitschke: Ein solches Modell ist bisher nicht entschieden. M zwingt aber nicht automatisch zu einem Biturbo, wie ihn der M3 hat.

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Dieser Artikel stammt aus diesem Heft
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