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Früherer Verkehrsminister Dollinger gestorben

Foto: dpa

Der frühere Bundesverkehrs- und Bundespostminister Werner Dollinger ist tot. Der CSU-Politiker starb nach langer schwerer Krankheit am Donnerstag (3.1.) im Alter von 89 Jahren in seiner mittelfränkischen Heimatstadt Neustadt an der Aisch, wie die CSU mitteilte.

03.01.2008

Dollinger gehörte insgesamt 37 Jahre lang dem Bundestag an und saß unter vier Bundeskanzlern in der Regierung. Er war Gründungsmitglied der CSU und mehr als 20 Jahre lang ihr stellvertretender Vorsitzender.

Über seine gesamte politische Karriere hinweg galt Dollinger als ein Mann des Gesprächs und des Ausgleichs. So gehörte er nach dem Kreuther Trennungsbeschluss der CSU 1976 zu denjenigen, die offen für eine Fortsetzung der gemeinsamen Fraktion mit der CDU plädierten.

Dollinger wurde am 10. Oktober 1918 als Sohn eines Kolonialwarengroßhändlers geboren. Nach Kriegsende war er zunächst kommunalpolitisch in seiner Heimatstadt aktiv. Daneben engagierte sich der gläubige Protestant in der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Den Sprung in den Bundestag schaffte er 1953. 1961 wurde er Chef der CSU-Landesgruppe. Ein Jahr später wurde er vom damaligen Kanzler Konrad Adenauer (CDU) erstmals in Kabinett berufen, als Schatzminister.

In der ersten Großen Koalition von 1966 bis 1969 führte er das Postministerium. Nach dem Ende der sozialliberalen Koalition wurde Dollinger dann 1982 von Kanzler Helmut Kohl (CDU) zum Verkehrsminister berufen. Bei der Bundestagswahl 1987 berücksichtigte Kohl den erfahrenen Minister dann aber nicht mehr. 1990 verabschiedete sich der Vater dreier Kinder aus dem Parlament.

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