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Führerschein mit 17

Versicherung über die Eltern

Foto: axa

In vielen Bundesländern dürfen schon 17-Jährige Auto fahren - zumindest dann, wenn eine Begleitperson über 30 mitfährt, die mindestens fünf Jahre einen Führerschein der Klasse B besitzt. Aber egal wer letztlich den Wagen steuert: Versichert muss das Auto sein. Minderjährige Fahrer sind dabei rechtlich ein Grenzfall.

24.01.2008

Den Vertrag unterschreiben müssen die Eltern. Und auch nach dem 18. Geburtstag lohnt es sich, die Police der Eltern weiter zu nutzen.

17-Jährige können keine Versicherung abschließen

"17-Jährige können kein Auto zulassen und auch keine Versicherung abschließen", sagt Elke Weidenbach von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf. Denn unter 18 seien junge Menschen nach dem Recht nicht voll geschäftsfähig. Wer bereits mit dem eigenen Wagen unterwegs sein will, muss die Autoversicherung daher von seinen Eltern abschließen lassen. Kfz-Versicherungen gehen mehr ins Geld als manche andere Police. Und in diesem Spezialfall ist die Versicherung noch teurer als gewohnt.

Denn Statistiken würden belegen, dass Fahranfänger häufiger Unfälle verursachen als ältere Autofahrer. "Der Preisaufschlag ist gerechtfertigt, weil ein 17-Jähriger noch keine Fahrpraxis hat", erläutert Versicherungsberater Christian Wermelskirch aus Suhl (Thüringen). Wie teuer die Versicherung unter dem Strich ist, ist unterschiedlich. "Das ist abhängig von der Art der Versicherung, der Höhe der Selbstbeteiligung, dem Automodell und vielem mehr".

Auto des Sprösslings als Zweitwagen

Jennifer Fricke vom Bund der Versicherten in Henstedt-Ulzburg bei Hamburg rät, das Auto des Sprösslings als Zweitwagen der Familie einstufen zu lassen. Der Vorteil sei dann, dass der Fahranfänger nicht in einer hohen Schadensfreiheitsklasse bei 240 Prozent oder mehr einsteigt, sondern bei etwa 140 Prozent. Und das spart Geld. Manchmal klappt das allerdings nur, wenn das Auto der Eltern bei derselben Gesellschaft versichert ist. In der Regel haben Jugendliche keinen eigenen Wagen, sondern nutzen den der Eltern.

Versicherung muss informiert werden

Aber ob sie nun selbst der Besitzer sind oder nicht: Das Versicherungsunternehmen muss in jedem Fall informiert werden, wenn ein 17-Jähriger mit dem Auto unterwegs ist. "Die Eltern müssen das bei der Versicherung angeben", sagt Wermelskirch. Im Schadensfall sei dann auch garantiert, dass die Versicherung zahlt. Wer allerdings verschweigt, dass Fahranfänger hinter dem Steuer sitzen, muss im Schadensfall mit einer Vertragsstrafe rechnen - auch wenn die Leistungen in der Regel dennoch erbracht würden.

Welches Angebot für das Auto eines Führerschein-Neulings die beste ist, hängt vor allem vom Alter des Wagens ab. Eine Haftpflichtversicherung ist aber vorgeschrieben. "Wenn das Fahrzeug nicht viel Wert ist, kann man auf die Kaskoversicherung verzichten", sagt Fricke. Als Faustformel gilt ihr zufolge: "Ist das Auto älter als acht Jahre, reicht die Haftpflicht." Sie kommt für Schäden an anderen Fahrzeugen auf, also zum Beispiel dann, wenn man einem anderen Wagen hinten drauf fährt. Die Teil- oder Vollkaskoversicherung obendrauf lohnt sich insbesondere für neue oder hochwertige Wagen. "Die bezieht sich dann auf Schäden an meinem Pkw", erläutert Fricke.

Mit Umschreibung besser warten

Vom 18. Geburtstag an dürfen junge Menschen ihr Auto auch auf ihren eigenen Namen zulassen und versichern. Allerdings sollten sie dabei nicht übereilt vorgehen: "Es ist häufig sehr viel günstiger, wenn man den Wagen nicht gleich auf sich selbst zulässt", warnt Weidenbach. Frühere Mofa- oder Mopedfahrer hätten zwar die Chance, in eine niedrigere Schadensklasse eingestuft zu werden. Besser sei es aber, noch ein paar Jahre mit dem Ummelden zu warten. Wer dennoch wechseln will oder muss, sollte hartnäckig nachfragen, ob sich die Versicherungsrabatte der Eltern übertragen lassen.

"Das geht aber nur für den Zeitraum, für den das Kind das Auto auch genutzt hat", sagt Fricke. "So richtig rentiert sich das nach fünf Jahren Fahrpraxis." Eine andere Möglichkeit ist die, das Auto bei der Versicherung als Zweitwagen der Eltern weiterlaufen zu lassen. Dann könnten weitere Sonderrabatte ausgehandelt werden und den Jahresbeitrag senken, sagt Wermelskirch. Diese Extra-Vergünstigungen werden bei einem Wechsel des Versicherungsnehmers dann meist aber nicht auf die jungen Fahrer übertragen.

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