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Fünfjahreshoch bei Neuzulassungen

Foto: dpa

Die deutschen Autobauer sind trotz der weltweiten Konjunkturabkühlung derzeit mit viel Schwung unterwegs. Im Januar und im Februar gab es in Deutschland so viele Pkw-Neuzulassungen wie seit fünf Jahren nicht mehr.

04.03.2008

"Wenn sich der Trend fortsetzt, machen wir zunehmend Schritte auf dem Weg aus der Talsohle heraus", sagte Matthias Wissmann, Präsident des Branchenverbands VDA, am Dienstag (4.3.) in Genf. Auf dem Genfer Auto-Salon berichteten die Hersteller zudem von einer anhaltend hohen Nachfrage aus dem Ausland. Mit einer Reihe neuer Modelle wollen die Autobauer dafür Sorgen, dass sich der Trend nicht umkehrt. Sorge bereitet den Unternehmen allerdings vor allem der starke Euro.

Premium-Marken im Aufwind

Mit der Genfer Messe läutet die Branche traditionell das Autojahr in Europa ein. Hersteller wie Mercedes, BMW und Audi konnten diesmal von guten Geschäften berichten. So steigerte Daimler im Februar den Absatz von Fahrzeugen der Marken Mercedes-Benz und smart um fast 18 Prozent auf 96.600 Auslieferungen. "Das ist ein sehr guter Start ins Jahr", sagte Daimler-Chef Dieter Zetsche. BMW konnte beim Absatz nach Angaben von Konzernchef Norbert Reithofer um einen mittleren einstelligen Prozentwert zulegen. Im Gesamtjahr erwartet BMW weiterhin neue Absatzrekorde bei allen drei Konzernmarken. Audi legte im Februar leicht zu. Vorstandschef Rupert Stadler bekräftigte aber, dass beim Absatz 2008 erstmals die Millionen-Grenze (Vorjahr: 964.000) geknackt werden solle.

Bei ihren Wachstumsplänen profitieren die Hersteller nach dem schwierigen Jahr 2007 auch von einer stark anziehenden Nachfrage auf dem deutschen Heimatmarkt. Im Februar stieg die Zahl der Neuzulassungen laut VDA um 25 Prozent auf 228.630 Autos. Damit fiel der Zuwachs mehr als doppelt so stark aus wie im Januar. In den ersten beiden Monaten legte die Zahl der Pkw-Neuzulassungen so um 17 Prozent auf 449.400 verkaufte Fahrzeuge zu. "Das ist der beste Start in ein neues Jahr seit 2003", sagte Wissmann. Dabei legten die deutschen Hersteller um 15 Prozent zu, die ausländischen Marken mit einem Plus von 22 Prozent etwas stärker.

Kein Anlass für Euphorie

Im vergangenen Jahr hatte die Branche stark unter der Mehrwertsteuererhöhung in Deutschland gelitten, daher ist die Vergleichsbasis aus dem Jahr 2007 besonders niedrig. Der Absatz fiel im Januar und Februar aber auch um drei Prozent höher aus als im besser vergleichbaren Jahr 2006. Zur Euphorie besteht nach Einschätzung Wissmanns aber kein Anlass. Noch sei es zu früh, um die Jahresprognose anzuheben. Der VDA geht somit erst einmal weiterhin von einem nur leichten Anstieg der Pkw-Neuzulassungen von 3,15 auf 3,2 Millionen Verkäufe aus.

Sorgen bereitet den deutschen Herstellern vor allem der schwache Dollar. "Wir haben einen wachsenden Gegenwind", sagte Wissmann mit Blick auf die Währungsbelastungen. BMW-Chef Reithofer betonte aber, dass der weiß-blaue Autobauer weiterhin gute Geschäfte in den USA mache. "Wir verdienen in den USA gut Geld. Ich spreche nicht von ein paar hundert Millionen, sondern von mehr." Auch 2008 werde der Konzern in den USA profitabel unterwegs sein.

Bestimmendes Thema am Rande des ersten Pressetags auf dem Auto-Salon waren die Mehrheitsübernahme von Scania durch Volkswagen und die bevorstehende Übernahme von VW durch Porsche. Porsche zeigte dabei einmal mehr, dass der Sportwagenbauer für die Akquisition gut gerüstet ist. In der ersten Hälfte des laufenden Geschäftsjahres stieg der Vorsteuergewinn um fast ein Viertel auf knapp 1,7 Milliarden Euro.

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