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GAC Trumpchi GS7

China-SUV für Amerika

GAC GS7 Foto: Marcel Sommer 17 Bilder

Der chinesische Autobauer GAC nimmt auf der Detroit Motor Show einen neuen Anlauf, um auf dem US-Markt Fuß zu fassen. Gelingen soll dies mit dem neuen SUV Trumpchi GS7.

11.01.2017 Uli Baumann, Gregor Hebermehl 1 Kommentar Powered by

Das Timing könnte kaum ungünstiger sein. Ausgerechnet zum Amtsantritt vom neuen US-Präsidenten Donald Trump, der nachdrücklich auf amerikanische Autos für Amerika setzt, versuchen die Chinesen von GAC im US-Automarkt bereits zum dritten Mal ein Bein auf den Boden zu bekommen. Zur Premiere in Detroit schiebt GAC mit dem Trumpchi – nein, das ist kein Wortwitz – GS7 einen großen SUV auf die Bühne.

Der fünfsitzige Trumpchi GS7 pflegt einen stattlichen Auftritt. Er erinnert optisch an Toyotas Geländewagen Land Cruiser und hat das Format eines Ford Edge. Angetrieben wird der GS7 von einem Zweiliter-Vierzylinder Turbobenziner mit 198 PS und 320 Nm Drehmoment, die im GS7 auf ein Fahrzeuggewicht von 1,8 Tonnen treffen. Die Kraftübertragung übernimmt eine Sechsgangautomatik und ein Allradantrieb mit verschiedenen wählbaren Offroadprogrammen.

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Sitzprobe GAC Trumpchi GS 7

Hinter GAC verbirgt sich die Guangzhou Automobile Group, ein Hersteller aus China, der jetzt in Detroit Gas gibt. Auf einem großen Drehteller glänzt stolz das GS7. Die Felgen sehen aus, als wären sie aus Beilen zusammengeschmiedet worden. Die Löcher für die Belüftung der Bremsen sind an der Vorderachse deutlich größer als hinten.

Tür auf und die Nase auf scharf gestellt – schließlich wäre es nicht das erste Mal, dass ein chinesisches Auto innen nach einer gefährlichen Mischung aus Lösungsmitteln und flüssigem Kunststoff riecht. Nein, die Nase kann sich entspannen: Der Trumpchi GS7 riecht eher nach einer ungewöhnlichen Gewürzmischung, aber weder gut noch schlecht. Das nett gemachte Lenkrad trägt Schaltpaddles aus kühlem Metall.

Die ocker-beigen Sitze stechen grell ins Auge und können trotz Lederbezug nicht viel – hart und glatt scheinen sie zu wollen, dass die Passagiere herunterrutschen. Die Innenraummaterialien sind ein ständiges Auf und Ab: Leder, Metall und Klavierlack-Applikationen wurden im Wechsel mit ernüchterndem Billigplastik verbaut. Über die Türinnenseiten und das Armaturenbrett läuft ein Band aus Fake-Karbon, das der Optik nicht wirklich gut tut.

Platz ist vorne wie hinten genug – selbst für 2,0-Meter-Personen. Die ausgesucht harte Mittelarmlehne lässt sich nicht weit genug nach vorne verschieben, aber unter ihr lauert ein gigantisches Staufach, in dem eine sogar eine dickere Aktentasche verschwinden würde.

Der herkömmliche Platz für Taschen, der Kofferraum, lässt sich elektrisch öffnen sowie schließen und gefällt mit einem Ladekantenschutz aus Edelstahl.

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Sollten die Chinesen diesmal tatsächlich den Sprung auf den US-Markt schaffen, so könnte der GS7 von den kleineren Modellen GS4 und GS5 sowie dem großen SUV GS8 und einem E-Auto, dem GE3, begleitet werden.

Neuester Kommentar

Die chinesen werden später vielleicht mal erfolgreich sein aber der Lernprozess ist erst am Anfang, lieber ein auto aus japan oder sonst aus korea...

Emanuelviktor 11. Januar 2017, 22:29 Uhr
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