Jetzt auch für: iPhone, iPad, Android und Windows
Marken
Themen
Artikel
Videos
Baureihen
Alle Treffer mit anzeigen

BMW 5er, Audi A6 und Mercedes E-Klasse

Mittelklasse-Limousinen zum Schnäppchen-Preis

Mercedes Foto: Jeske, Schmid 10 Bilder

Die Preise für junge Gebrauchte der Premium-Klasse geraten unter Druck. Nach einem Jahr sind 5er und Co. oft günstiger als die kleineren Geschwister ab Werk. Da ist der Aufstieg eine Überlegung wert.

12.05.2009 René Olma

Das dicke Ende ist da: Im Kampf um Marktanteile waren niedrige Leasingraten in Kombination mit hoch kalkulierten Restwerten in den letzen Jahren ein beliebtes Verkaufsförderungs-Instrument der Premiumhersteller. Jetzt sorgen die Leasing-Rückläufer für einen drastischen Verfall der Gebrauchtwagenpreise. 40 Prozent Wertverlust bei Modellen der oberen Mittelklasse sind derzeit eher die Regel als die Ausnahme. Dass einstmals begehrte Modelle nun plötzlich zu Schnäppchen mutieren, hat dabei viele Gründe.

Günstige Mittelklasse Secondhand-Autos

Um die Zulassungszahlen nach oben zu treiben, setzten die Hersteller im vergangenen Jahr verstärkt auf den Verkauf an Autovermieter. Nach rund sechs Monaten kommen diese Modelle dann als junge Secondhand-Autos zurück zum Handel. Prinzipiell gerade rechtzeitig, denn bis zu ein Jahr alte Fahrzeuge werden derzeit durch die Umweltprämie gefördert. Allerdings passen gehobene Audi, BMW, Mercedes und Co. nur bedingt in das Beuteschema der Abwracker.

Die setzen meist auf kompaktere und somit günstigere Autos. Zusätzlichen Druck auf die Preise üben die Jahreswagen aus. In der Regel handelt es sich dabei um Fahrzeuge von Werksangehörigen, die diese ein Jahr lang gefahren haben. Bis jene Autos zur Weitervermarktung wieder frei werden, ist die entscheidende Jahresfrist meist abgelaufen. Ein Großteil der Fahrzeuge aus Mitarbeiterhand ist folglich zu alt für die Gewährung der Prämie. Folge: Der Wertverfall beschleunigt sich, da Kunden im Zweifel einen jüngeren Gebrauchten vorziehen, bei dem die Prämie zum Zuge kommt.

Audi, BMW und Mercedes unter Druck

Bei Audi A6, BMW 5er und Mercedes E-Klasse kommt hinzu, dass durch Facelifts und Modellwechsel die Secondhand-Preise ohnehin unter Druck geraten. Außerdem stehen die Händler vor dem Dilemma, dass sich die Käuferinteressen seit den drastischen Spritpreiserhöhungen im vergangenen Jahr und durch die CO2-Diskussion gewandelt haben: Ausgewachsene Kombis mit großvolumigen Dieselmotoren, die in dieser Klasse den Ton angaben, sind heute nicht mehr gefragt. Downsizing heißt die Devise. Im Zuge der Wirtschaftskrise brechen zudem auch die einstigen Exportmärkte für die Gebrauchten weg.

Für Hersteller und Händler also alles andere als schöne Zeiten. Angesichts dieses Preisverfalls sollte man sich nicht allein von der Abwrackprämie leiten lassen. Zumal seit Einführung der Subvention die Preise für Fahrzeuge, die bis zu ein Jahr alt sind, angezogen haben, berichtet Peer Günther vom Auto-Auktionshaus BCA: "So mancher Kleinwagen, der Anfang Januar noch für 9.000 Euro zu haben war, kostete im Februar plötzlich 10.500 Euro." Ein Effekt, der in allen Klassen zu beobachten ist. Mit rund 2.500 Fahrzeug-Vermittlungen aus Leasing-Rückläufen hat der Auktionator einen guten Überblick über die Entwicklung und zerstreut auch das Vorurteil, dass staatlich geförderte Verkäufe derzeit den Ton angeben.

Gebrauchter BMW 5er günstiger als BMW 3er

"Unsere Auswertungen zeigen, dass Gebrauchte, die älter als ein Jahr sind, gefragter sind. Offensichtlich greifen auch Kunden zu, die nicht von der Umweltprämie profitieren." Angesichts der attraktiven Angebote ist das kein Wunder. Denn plötzlich sind junge Gebrauchte und vor allem gut ausgestattete 5er zu Preisen zu haben, für die es nicht mal ein vergleichbar motorisiertes Basismodell des kleineren BMW 3er als Neuwagen gibt. Mehr Raum und bessere Ausstattung für weniger Geld: Das ist durchaus eine Überlegung wert. Wie die Übersicht unten zeigt, ist die Differenz der monatlichen Unterhaltskosten ohne Wertverlust mit rund 30 Euro nicht allzu hoch.

Hinzu kommt: Der neue BMW 3er hat seinen größten Wertverlust noch vor sich. Selbst der Griff zu einem vermeintlich günstigen Importmodell lohnt oft nicht mehr. Da diese Fahrzeuge nicht so häufig angeboten werden, sind die Gebrauchtwagenpreise nicht ganz so stark gesunken wie bei den deutschen Konkurrenten. Ein Jaguar XF etwa ist vergleichsweise wertstabil. Und bei den Unterhaltskosten sind die ausländischen Fabrikate oft sogar etwas teurer als Audi und Co.

Sie sind auf der Suche nach einem Neuwagen?
Mit unserem Neuwagen-Konfigurator können Sie bis zu vier Wunschmodelle miteinander vergleichen.
Sie wollen wissen, was ihr altes Auto noch wert ist?
Unser Gebrauchtwagenrechner liefert Ihnen bequem den Wert ihres Gebrauchtwagens.

Kommentar schreiben

Es ist noch kein Kommentar vorhanden. Seien Sie der Erste und sagen Sie und Ihre Meinung.

Dieser Artikel stammt aus diesem Heft
Empfehlungen aus dem Netzwerk
3D Felgenkonfigurator
Anzeige
Gebrauchtwagen Angebote
Whatsapp
Immer auf dem neuesten Stand mit unserem WhatsApp-NewsletterJetzt kostenlos anmelden