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Gebrauchtwagen Mercedes A-Klasse

Baby-Benz mit zwei Gesichtern

Mercedes A-Klasse, Frontansicht, Anna Matuschek Foto: Archiv 22 Bilder

Seit einigen Monaten steht die neue Mercedes A-Klasse in den Verkaufsräumen. Ist der Vorgänger eine gute Wahl für Gebrauchtwagenkäufer? Wir haben ihn mal genauer angeschaut und zeigen fünf Alternativen.

18.09.2013 Anna Matuschek Powered by

Biedermann, Opa-Auto. Solche Etiketten musste sich die Mercedes A-Klasse der ersten beiden Generationen gefallen lassen. Dabei hat das ungewöhnliche Konzept des Baby-Benz mit vanartigem Design und doppeltem Boden durchaus seine Vorzüge. So passen in den Kofferraum immerhin 435 Liter Gepäck, und die Verarbeitung wirkt markentypisch solide, obwohl Klappergeräusche aus dem Armaturenbrett keine Seltenheit sind.

Die tief sitzende Stoßstange der Mercedes A-Klasse sieht zwar gut aus, mutiert auf winterlichen Straßen aber schnell zum Schneeschieber. Zudem sollte man die Frontpartie auf Steinschläge und die gesamte Karosserie auf Korrosion überprüfen. Erst mit der Modellpflege 2008 ist die Rostvorsorge deutlich besser geworden.

Mercedes A-Klasse mit zwei Gesichtern

Besonders an den Türen und der Heckklappe sollten Kaufinteressenten einer Mercedes A-Klasse lieber zwei Mal hinsehen und kritische Stellen mit der Hand abtasten. Was hinter der Fassade passiert, lässt sich im Detail aber nur durch den Ausbau der Verkleidungen herausfinden.

Zu den bekannten Mängeln der Mercedes A-Klasse gehören auch gebrochene Stoßdämpfer an der Vorderachse, wobei hier klar zwischen gewerblichen und privaten Verkäufern unterschieden werden muss. Ein Händler muss Garantie geben und achtet deshalb auf diese Schwachstelle, während der Privatanbieter vielleicht gar nichts davon weiß.

Vor der Suche nach dem konkreten Auto sollte die passende Motorisierung bedacht werden. Die Basis-Benziner (A 150/160) und der kleinste Diesel mit 82 PS (A 180 CDI) sind besonders an Steigungen und mit großer Zuladung arg durchzugsschwach. Zu den gängigen Technik-Problemen gehören pfeifende Benzinpumpen sowie defekte Keilrippenriemen oder Spannrollen.

Danach sollte man sich bei einer Besichtigung ebenso erkundigen wie im Vorfeld über die Erfahrungen der Besitzer – zum Beispiel in Internetforen. Denn während manche Fahrer mit ihrer Mercedes A-Klasse hoch zufrieden sind, wissen andere über viele Werkstattaufenthalte und Pannen zu berichten. Es scheint, als ob es bei diesem Modell auch ein bisschen Glückssache ist, das richtige zu finden.

In der Fotoshow zeigen wir nochmal die Schwachstellen der A-Klasse sowie fünf Alternativ-Modelle.

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