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Gebrauchtwagen: Auf der Suche nach Autos unter 5.000 Euro

Wer nicht mehr als 5.000 Euro für einen Gebrauchten ausgeben kann oder möchte, muss auf Händlerhöfen lange stöbern. Ein Selbstversuch zeigt aber: Wer lange sucht, wird fündig.

Es ist Herbst, kalt, die Blätter fallen von den Bäumen. Die Stimmung ist im Keller, und sie wird beim Besuch des VW-Autohauses auch nicht besser. Zwar drängen sich auf dem Parkplatz die Gebrauchtwagen. Das einzige Manko der Angebote: Sie sind zu jung und zu teuer. Was wir suchen, ist nämlich viel Auto für wenig Geld: einen älteres Fahrzeug für maximal 5.000 Euro.

Bei Gebrauchtwagen unbedingt die Schadstoffeinstufung beachten

Unser Kalkül: Hat ein Auto erst mal mehr als fünf Jahre auf der Straße hinter sich, hält sich der weitere Wertverlust in Gren­zen. Dank immer soliderer Verarbeitung muss ein in die Jahre gekommenes Auto aber nicht zwangsläufig mit teuren Reparaturen nerven. Schließlich ist die Haltbarkeit in den letzten 20 Jahren immer besser geworden. Rost zum Beispiel, noch in den Achtzigern eines der größten Probleme, ist heute deutlich seltener zu finden, dem Trend zu verzinkten Karosserie-Teilen sei Dank. Problematisch ist bei älteren Fahrzeugen heute vor allem die Schadstoffeinstufung, die über die Farbe der Umweltplakette (diese Autos bekommen nur eine rote Plakette) mit entscheidet. Benziner mit geregeltem Kat sind hier problemlos und kommen in den Genuss des grünen Aufklebers, der freie Fahrt garantiert.

Die Gebrauchtwagengarantie schreckt Verkäufer ab

Es spricht also wenig gegen den Kauf eines Gebrauchten unter 5.000 Euro. Und so macht sich auto motor und sport auf zur Schnäppchenjagd. Im Reich von Volkswagen freilich vergeblich: Zu haben sind hier allem Golf VI. 5.000 Euro reichen da gerade mal als Anzahlung bei einer Finanzierung. "Tut mir leid, für den Preis haben wir nichts da", entschuldigt sich der Verkäufer. Einige Meter weiter bei den Kollegen von Audi die gleiche Auskunft. Das Risiko sei bei alten Autos zu hoch. Allein für die Gebrauchtwagengarantie müsse man bis zu 800 Euro berappen, da lohne sich der Aufwand nicht.

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Günstige Gebrauchte werden exportiert

Und wenn doch einmal ein billiges Auto in Zahlung genommen werde, "geben wir es an einen Aufkäufer für den Export weiter". Schnell wird klar: Bei Vertragshändlern ist die Suche nach einem Schnäppchen ein fast aussichtsloses Unterfangen. Mindestens 7.000 Euro sollte man schon in der Tasche haben, um hier fündig zu werden. Und wenn einmal ein Auto in der Preisklasse auf dem Hof steht, ist es meist alles andere als wirklich günstig. Beispiel: ein neun Jahre alter Smart Pulse für 4.850 Euro. So wenden wir uns ab von den menschenleeren Höfen der Vertragshändler und gehen zu den Kiesplätzen der freien Anbieter.

Das Geschäft mit gebrauchten Kleinwagen läuft immer

Mehr als 50 Secondhand-Modelle reihen sich beim Stuttgarter Händler AS Automobile aneinander. Ein Container dient dem Verkaufspersonal als Büro, zwischen den Autos schlendern an diesem Nachmittag viele Kaufinteressenten umher. Die wenigsten Fahrzeuge kosten hier mehr als 5.000 Euro. Verkäufer Nenad Heinzelmann ist in Hektik. Das Geschäft zieht nach dem Auslaufen der Abwrackprämie wieder an. "Kleinwagen sind gefragt und selten", berichtet er. Das hält die Preise stabil.

Für jeden Geschmack der richtige Gebrauchtwagen

Eher verhalten läuft das Geschäft dagegen bei gebrauchten Mittelklasse-Fahrzeugen. Gleich mehrere Mercedes E-Klassen der Baureihe W 210 stehen auf dem Gelände. Ein Modell für 4.290 Euro ist sogar aus zweiter Hand, bei der ersten Durchsicht lassen sich noch nicht mal die sonst üblichen Rostnester aufspüren. Als Benziner bleiben sie vor Fahrverboten verschont. Ein Manko sind allerdings hohe Laufleistungen um 200.000 Kilometer. Deutlich weniger genutzt und kompakter ist ein Opel Agila: Nicht einmal 48.000 Kilometer ist der grüne Kleinwagen in sieben Jahren gelaufen. Zudem ist er aus erster Hand. Wem der Sinn nach italienischem Design steht, kauft bei Heinzelmann den acht Jahre alten Alfa Romeo 156 1.9 JTD für 4.490 Euro. Laufleistung: 147.000 Kilometer. Größere Reparaturen müssen da zwar nicht zwangsläufig anstehen, doch sollte man für alle Fälle ein finanzielles Polster haben.

René Olma

Autor

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Stephan Lindloff

Datum

8. Dezember 2009
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