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Geely kauft sich bei Proton ein

Volle Kontrolle über Lotus

Proton Logo

Der malaysische Autohersteller Proton ist eigentlich nur ein ganz kleines Rädchen in der Autowelt. Die Proton-Tochter Lotus lockt aber immer wieder neue Kaufinteressenten. Jetzt hat Geely zugeschlagen. Sogar eine Produktionsverlagerung von Lotus nach China ist denkbar.

26.06.2017 Uli Baumann 8 Kommentare

VW war schon an Proton interessiert, PSA hat mit dem Autobauer über eine Zusammenarbeit verhandelt, GM war schon dran, Detroit Electric und Suzuki haben kleine Produktionsvereinbarungen getroffen. Dennoch blieb Proton immer nur ein kleines Licht im internationalen Automobilgeschehen.

Volvo Geely Logo Foto: Volvo, Geely
Volvo hat sich Geely schon gesichert, jetzt greifen die Chinesen nach Lotus.

Geely schnappt sich Lotus

In den Fokus vieler Wettbewerber rutschte Proton aber trotzdem immer wieder, weil sie 1996 die Mehrheit am britischen Sportwagenbauer Lotus übernommen haben und seit 2004 100 Prozent der britischen Marke besitzen. 2012 wurde Proton dann vom malaysischen Mischkonzern DRB Hicom geschluckt. Seit geraumer Zeit hatte der einen potenten Partner für Proton gesucht und im Gegenzug 51 % der Anteile angeboten.

Jetzt hat der chinesische Autobauer Geely zugeschlagen. Die Chinesen, die ja auch Eigentümer von Volvo sind, haben 49,9 Prozent am defizitären Autobauer Proton übernommen. Der eigentliche Deal galt aber Lotus, denn Geely hat mit den 49,9 % an Proton auch 51 % der Anteile an Lotus von DRB Hicom übernommen. Damit haben die Chinesen fortan die Hoheit über Lotus samt deren Fertigungs- und Entwicklungs-Knowhow. Abgewickelt werden soll der Deal bis Ende Juli. Ein Kaufpreis wurde nicht genannt.

Lotus-Neuheiten bis 2020Neue Details zu Elise und zum SUV

Proton könnte mit dem Einstieg der Chinesen Zugang zur Technik von Volvo sowie einen Zugang zum chinesischen Markt bekommen.

Lotus-Produktion könnte nach China verlagert werden

Lotus 3-Eleven, Heckansicht Lotus-Neuheiten bis 2020 Neue Details zu Elise und zum SUV

Nach Informationen des amerikanischen Wirtschaftsmagazins Bloomberg will Geely CEO and Milliardär Li Shufu Lotus vor allem schnell profitabel machen. Der britische Sportwagenbauer hatte erst im vergangenen Geschäftsjahr erstmals seit 20 Jahren Gewinne eingefahren. In den Fokus rutschen so die Produktionskosten, die mit einer Produktionsverlagerung nach China deutlich gedrückt werden könnten. Zudem will Shufu bei Proton und Lotus weiter auf Leichtbau, aber auch Elektrifizierung setzen. Wie ein E-Antrieb im Lotus-Chassis aussehen könnte haben schon Tesla mit dem Roadster und Detroit Electric mit dem SP-1 gezeigt. Geely setzt zudem große Hoffnungen auf eine Expansion bei Proton. Die Marke soll bis 2020 zu einem schlagkräftigen Player auf dem südostasiatischen Markt aufgebaut werden und jährlich rund 3 Millionen Autos ausliefern.

In den Bieterwettstreit um Proton waren noch PSA, Renault und Suzuki involviert.

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wie man so schön sagt, die hoffnung stirbt zuletzt ;) die lotus fangemeinde muss schon sehr verzweifelt sein wenn sie einem chin. hersteller von billig suv und kompaktwagen auf lada niveau die rettung von lotus zutraut. geely hat in china einen sehr schlechten ruf und mit nur 11000 mitarbeitern nicht nur fuer chin. verhältnisse die größe einer hinterhofklitsche. jetzt will er sich mit volvo und lotus eine bessere reputation erkaufen. vllt sehen wir ja bald das lotus emblem auf billigen kleinwagen? wie sagte li shufu, er sieht sich als chin. henry ford: 4 räder, motor, fertig! aber ist das nicht auch die philosophie von lotus? würde dann wiederum passen :)
im ernst, lieber ein ende mit schrecken als so ein langsames sterben....

908 4. Juli 2017, 10:58 Uhr
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