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Gegenwind für Autobauer in USA

Foto: ams

Auf dem US-Automarkt haben die Autohersteller zum Jahresanfang starken Gegenwind gespürt. Die beiden US-Produzenten Ford und Chrysler mussten ebenso Rückschläge verkraften wie die meisten asiatischen Marken.

04.02.2008

Unter den deutschen Autoherstellern schnitt im Januar die Daimler-Kernmarke Mercedes positiv ab. Volkswagen und Porsche mussten dagegen deutliche Rückgänge im Vergleich zum Vorjahresmonat hinnehmen. Audi erreichte im ersten Monat des Jahres ein weitgehend stabiles Absatzergebnis. Von BMW lagen keine Zahlen vor. Insgesamt setzte die Autoindustrie nach Angaben des Marktbeobachters Autodata im Januar auf dem US-Markt 4,3 Prozent weniger ab. Autoanalysten halten es für möglich, dass die Verkäufe in den USA in diesem Jahr auf ihr niedrigstes Niveau seit 1998 fallen könnten.

Mercedes im Plus

Daimler verkaufte mit 18.275 Fahrzeugen 7,1 Prozent mehr Autos der Marke Mercedes-Benz als ein Jahr zuvor. Im vergangen Jahr hatte Mercedes auf dem schwachen US-Markt gegen den Trend bereits um 2,2 Prozent zulegt. Zulegen konnten vor allem die Geländewagen. Die C-Klasse als wichtigstes Einzelmodell auf dem US-Markt legte um 18 Prozent auf 4.647 Neuwagen zu.

Bei VW brach der US-Absatz im Januar deutlich ein. Insgesamt verkaufte Volkswagen of America 14.411 Fahrzeuge der Marke VW, 13,2 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Den stärksten Einbruch gab es beim Geländewagen Touareg. Deutliche Rückgänge verzeichneten auch die beiden wichtigsten VW-Modelle Jetta und Passat.

Der Sportwagenbauer Porsche verkaufte im Januar in Nordamerika ebenfalls deutlich weniger Autos als ein Jahr zuvor. Insgesamt wurden in den USA und Kanada 2.718 Neuwagen abgesetzt, zwölf Prozent weniger im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Asiatische Hersteller ebenfalls mit Rückgang

Audi konnte seinen US-Absatz mit 6.418 verkauften Autos stabil halten. Das waren 19 Fahrzeuge oder 0,3 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Einen deutlichen Einbruch verbuchte dagegen der Geländewagen Q7, von dem 26 Prozent weniger Autos verkauft wurden.

Der größte US-Produzent General Motors konnte im Januar im Vergleich zum Vorjahresmonat den Absatz um 2,1 Prozent steigern, Konkurrent Ford verkaufte dagegen 4,1 Prozent weniger Fahrzeuge. Der frühere Daimler-Partner Chrysler setzte rund zwölf Prozent weniger Fahrzeuge ab als vor einem Jahr. Neun von zehn asiatischen Herstellern mussten ebenfalls einen Rückgang hinnehmen, wobei Hyundai (minus 23 Prozent) und Nissan (minus 7,3) besonders hervorstachen. Nur Mazda konnte laut Wirtschaftsagentur Bloomberg zulegen (plus zehn).

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