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Geländewagen-Zukunft

Dutzende neue SUV bis 2013

BMW X4, Retusche Foto: Schulte 49 Bilder

So sieht die Geländewagen-Zukunft aus: Mehr als drei Dutzend Offroader gehen in den kommenden zwei Jahren an den Start - und zwar in allen Preis- und Größenklassen. 4Wheel Fun wirft einen Blick auf die komplette SUV-Zukunft der wichtigsten Autonationen - von den Amerikanern und Asiaten über die Deutschen und bis hin zu den Schweden.

15.07.2011 Powered by

Gerade in Wachstumsmärkten erfreuen sich die Geländewagen und SUV reger Beliebtheit. Gleichwohl ist ein Trend zu kompakten und kleinen Crossover-Modellen unverkennbar. Zu sparsameren Offroadern, die den Namen eigentlich nicht verdienen, weil sie oft nicht mal über Allrad-Antrieb verfügen und sich bestenfalls auf einem Feldweg wohl fühlen - und natürlich im Großstadtdschungel. In unserer großen Fotoshow finden Sie alle detaillierten Informationen zu den SUV-Zukunft-Projekten der Autobauer - von A- wie Aston Martin bis V wie Volvo.

Audi Q3 und Q7

Unter den deutschen Premiumherstellern geht das reinste SUV-Wettrennen los: Audi wagt sich 2011 mit dem Q3 - dem kleinen Bruder des Q5 - auf komplett neues Terrain. 2013 folgt die nächste Generation des großen Q7.

Der neue Audi Q3 startet im Juni zu Preisen ab 29.900 Euro in den Handel. Zur Wahl stehen zwei TFSI-Triebwerke und ein TDI-Motor. Später folgt dann mit dem Audi Q3 2.0 TDI der Basis-Diesel mit 140 PS und Frontantrieb. Er soll sich im Schnitt mit rund 5,2 Litern auf 100 Kilometer begnügen. Zum Marktstart im Juni stehen für den Audi Q3 jedoch zunächst zwei Benziner und ein Dieselmotor mit jeweils vier Zylindern, zwei Litern Hubraum und Direkteinspritzung zur Wahl.

Der Basisbenziner mit Turboaufladung leistet im Audi Q3 2.0 TFSI 170 PS und überträgt seine Kraft über eine hydraulische Lamellenkupplung an alle vier Räder. Darüber rangiert die 211 PS starke Top-Version, die serienmäßig ebenfalls über Allradantrieb verfügt und den Q3 in 6,9 Sekunden auf Tempo 100 beschleunigen soll. Die Höchstgeschwindigkeit liegt laut Audi bei 230 km/h.

Mercedes plant gleich vier SUV-Neuheiten

Mercedes hat bei seiner großen Produktoffensive gleich mehrere Pfeile fürs Gelände im Köcher: Die nächste Generation der ML-Klasse kommt im Juni 2011, ihr großer Bruder namens GL folgt 2012 und ein Einstiegs-SUV als Audi Q3-Konkurrent mit Namen Mercedes BLK spätestens Anfang 2013. Und es sollte nicht verwundern, wenn Konzernchef Dieter Zetsche mittelfristig auch die Marke Smart um einen Crossover in Gelände-Optik bereichert.

BMW X1 xDrive 28i

BMW hat sein Pulver in diesem Segment bereits weitgehend verschossen: Seit Herbst 2010 bringen die Bayern den Nachfolger des X3 in den Handel. Die übrigen drei Gelände-BMW sind schon länger verfügbar: Dem großen Bruder X5 hat Konzernchef Norbert Reithofer bereits im April 2010 ein Facelift verpasst, das bitter nötig war, nachdem der Geländewagen schon seit März 2007 im Markt ist. Der sportlichere Bruder des X5 namens X6 ist seit Mai 2008 am Start. Der vierte BMW-SUV - namens X1 - ist allerdings Vorreiter: Mit dem BMW X1 xDrive28i beginnt für die Bayern eine neue Ära. Erstmals zieht die Twinpower-Turbo-Technologie bei den Vierzylinder-Benzinern ein. Sukzessive kommt der neue Powermotor mit 245 PS auch in anderen Modellen des Hauses.

Porsche Cajun

Die fünfte Baureihe der Sport- und Geländewagenschmiede soll voraussichtlich 2013 auf den Markt kommen. Als Basis für den Porsche Cajun dient der Audi Q5. Jährlich peilt Porsche einen Absatz von rund 60.000 Fahrzeugen des neuen Geländewagens an.
Mit dem neuen Kompakt-SUV Cajun bringt der Sportwagenbauer neben dem Boxster ein zusätzliches Porsche-Einstiegsmodell auf den Markt, das insbesondere auf junge Kunden abzielen soll. Die fünfte Porsche-Baureihe wird sich auch beim Motorenangebot am Konzernbruder Audi Q5 orientieren. Neben Benzinmotoren wird es den Cajun somit auch mit Dieselantrieb geben. Der Einstiegspreis dürfte bei rund 40.000 Euro liegen. Damit wäre der Cajun der günstigste Porsche im Modellportfolio der Schwaben.

Ford, Opel und VW legen im Offroad-Bereich ebenfalls kräftig nach

Ford ersetzt den Kuga 2013 durch einen größeren Nachfolger, der auch in den USA angeboten wird. In den USA ersetzt er bereits ab Ende 2011 den Ford Escape, der Marktstart in Europa ist für den Jahresbeginn 2013 geplant. Die Weltauto-Idee bleibt allerdings nicht ohne Folgen. Da der US-Amerikaner alles gerne eine Nummer größer hat, streckt sich der Kuga um zehn Zentimeter auf 4,54 Meter. Der Abstand zwischen den Achsen legt in etwa dem gleichen Maß zu. Das sorgt für ein üppiges Platzangebot: Das Kofferraumvolumen wächst um 20 Prozent auf rund 500 Liter und liegt damit auf dem Niveau des VW Tiguan. Die technische Basis des neuen Kompakt-SUV stammt vom Van Grand C-Max, der sich wiederum die Architektur mit dem Focus teilt.

Der ambitionierte Opel-Modellfahrplan beinhaltet 2011 ein Facelift des in Korea produzierten Antara und 2012 einen kleinen Bruder auf Corsa-Basis. Klar, dass der Marktführer in Deutschland und Europa - Volkswagen - in seiner Zukunftsplanung auch das Thema Offroader nicht ausspart: Für 2011 präsentieren die Wolfsburger das Facelift des Tiguan - dem Platzhirsch im Segment der kompakten SUV. 2013 könnten die Norddeutschen zudem einen kleinen Bruder des Tiguan in den Markt bringen, der auf einer Plattform des Kooperationspartners Suzuki basiert. Eine Entscheidung dazu hat Vorstandschef Martin Winterkorn aber noch nicht gefällt.

Über weitere SUV denkt man auch bei der tschechischen VW-Tochter Skoda nach. Da im Entwicklungszentrum in Mlada Boleslaw derzeit mit Hochdruck an dem Derivat des VW-Kleinstwagens Up sowie an einem neuen, preiswerten Modell zwischen Fabia und Octavia gearbeitet wird, ist nur die Umsetzung des Skoda Yeti Maxi realistisch. Dabei handelt es sich um eine rund 30 Zentimeter gestreckte Variante des aktuellen, 4,20 Meter langen Kompakt-SUV, die damit kaum länger als ein Tiguan wäre, aber einen üppigen Kofferraum mit Platz für eine dritte Sitzreihe bekäme. In Planung ist zudem ein Yeti-Facelift im Jahr 2012. Die spanische Schwester Seat indes wird voraussichtlich leer ausgehen. Für die durchaus ansehliche Studie Tribu gibt es kein grünes Licht.

Jeep und Land Rover untermauern ihren Status als Ikonen des Segments

Und was ist mit den Ikonen im Segment? Jeep bringt 2011 eine Überarbeitung des Wranglers mit neuem Interieur sowie einem überarbeiteten Diesel und den neuen Grand Cherokee - künftig wieder mit einem Diesel aus italienischer Produktion. Mit neuen Motoren und leichten Facelifts für Cherokee und Patriot sowie einer umfangreicheren optischen Überarbeitung des Compass wurde die komplette Jeep-Modellbaureihe ab Anfang 2011 Stück für Stück durchrenoviert. Allerdings hat sich Fiat entschieden, Patriot und Cherokee aus dem europäischen Programm zu nehmen. Der Jeep Compass mit Facelift-Karosserie und neuem Mercedes-Diesel soll deren Job übernehmen.

Land Rover

Land Rover präsentiert 2011 ein dezentes optisches Facelift für sein Einstiegsmodell Freelander und den nagelneuen, stylischen Range Rover Evoque. Die Neuerungen und Facelifts für Range Rover, Discovery und Range Rover Sport waren Mitte 2010 bereits abgeschlossen. Die dritte Offroad-Ikone aus den USA - Hummer - wurde bekanntlich von General Motors aus dem Verkehr gezogen. Allerdings behält der ehemalige Weltmarktführer die Marken-Rechte. Sollte die Sanierung nachhaltig gelingen, wonach es derzeit stark aussieht, wäre mittelfristig auch eine Wiederbelebung der Marke mit dem martialischen Design nicht abwegig.

Asia-SUV in allen Größenklassen - und sogar mit französischen Marken-Logos

2011 fällt der Startschuss für den Mazda CX-5. Verkaufsstart des VW Tiguan-Gegners ist bereits Anfang 2012 - mit einem sehr wettbewerbsfähigen Konzept. So wird der neue Kompakt-SUV mit rund 1,4 Tonnen in diesem Segment ein Leichtgewicht. Außerdem führt Mazda mit dem Modell eine neue dynamische Designsprache und die so genannten Sky-Triebwerke ein, die im Vergleich zu den alten über 30 Prozent weniger konsumieren.
Der Zweiliter-Benziner mit 150 und 170 PS ist ebenso wie der 2,2-Liter-Diesel (150 bis 180 PS) neben einem Sechsgang-Schaltgetriebe auch mit einer neu entwickelten, sechsstufigen Wandlerautomatik kombinierbar, die ähnlich kurze Schaltzeiten wie moderne Doppelkupplungsgetriebe bieten soll. Ob der rund 4,50 Meter lange CX-5 in Deutschland den wenig gefragten Bruder CX-7 ergänzt oder ganz ersetzt, steht noch nicht fest.

Die Franzosen arbeiten im SUV-Bereich ausnahsmlos mit Japanern zusammen - Renault mit seiner Schwestermarke Nissan und der Peugeot/Citroën mit Kooperationspartner Mitsubishi: Nach den Ablegern des größeren Mitsubishi Outlander - namens Peugeot 4007 und Citroën C-Crosser - sind für 2012 auch Varianten des kleineren Mitsubishi ASX angedacht.

Volvo hat starken Renovierungsbedarf

Volvo muss mittelfristig frischen Wind in sein überschaubares SUV-Portfolio bringen: Mit dem XC90 bieten die Göteburger schon fast einen "Youngtimer ab Werk". Seit seinem Markstart im zum Jahreswechsel 2002/03 hat der Schweden-SUV nur im Juni 2006 ein kleines Facelift erhalten. Eine neue Generation ist damit längst überfällig. Etwas frischer ist der kleine Bruder des großen XC 90: Der XC 60 kam im September 2008 in den deutschen Handel. Ein Facelift dürfte mittelfristig also auch auf dem Programm der Schweden stehen.

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