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Geländewagen Zulassungszahlen April 2013

Im Bayernduell schlägt Audi BMW

BMW X3 35d x-Drive, Audi SQ5 3.0 TDI, Heckansicht Foto: Achim Hartmann 67 Bilder

Der Geländewagenmarkt wird im April kräftig durchgemischt. Im Bayern-Duell zieht Audi in allen Klassen davon. Opel triumphiert.

11.05.2013

Es geht wieder aufwärts. Im April legten die Zulassungszahlen gegenüber dem Vorjahresmonat um 2,9 Prozent zu, bei den Geländewagen und SUV gab es sogar ein Plus von gut fünf Prozent. Nach dem katastrophalen ersten Quartal des Jahres ist das ein Lichtblick für die Branche.

Geländewagen-Neuzulassungen: getauschte Rollen

Insgesamt 39.521 Offroader wurden im April erstmals zugelassen, das sind ziemlich exakt 2.000 mehr als noch im Vorjahres-April. Große Freude herrscht allerdings nicht in jeder Verkaufsabteilung. Der SUV- und Geländewagenmarkt wurde im April kräftig durchgeschüttelt.

Bei Nissan dürften die Sorgenfalten am größten ausfallen. Bis auf den Nissan Qashqai sind alle anderen SUV nach ganz hinten einsortiert worden. Speziell die Modelle Pathfinder und das Mittelklasse-SUV XTrail, eins ein echter Quotenbringer bei Nissan, warten dringend auf eine Neuauflage. Beide Modelle sind seit 2007 praktisch unverändert auf dem Markt und müssen die Klassenkonkurrenz inzwischen kampflos davon ziehen lassen. Und auch beim Bestseller Quashqai gab es im April keinen Grund zum jubeln. Über 2.000 Fahrzeuge weniger, das ist selbst gegenüber dem mäßigen März-Ergebnis weniger als die Hälfte an Neuzulassungen.

Das ewige Duell der bayerischen Premium-Marken ging im April klar zu Gunsten der Ingolstädter aus. In allen Klassen stürmte Audi an BMW vorbei. Mit 351 verkauften X5 kann BMW nicht zufrieden sein, auch der Quotenhit BMW X1 wurde von seinem Rivalen Audi Q3 "geschnupft". Dabei stützen sowohl Audi als auch BMW die Verkäufe sichtbar, die gewerblichen Zulassungen, worunter auch Händlerzulassungen und Vorführwagen fallen, liegen bei Audi Q7 und bei BMW X5/X6 jeweils bei rund 80 Prozent.

Ein Blick auf die gewerblichen Halter lohnt auch bei anderen Marken. Denn diese Quote gibt Auskunft darüber, welche Modelle tatsächlich bei selbst zahlenden Endkunden beliebt sind – und welche am meisten Verkaufsförderung über Kurzzulassungen erfahren. Klarer Sieger in dieser Disziplin ist der Dacia Duster, der eine Privatkäufer-Quote von stattlichen 84 Prozent aufweist, gefolgt vom Suzuki Jimny und Skoda Yeti.

Ebenfalls ganz oben in dieser Sorte Tabelle: Opel mit dem Mokka. So dürfen sich die Rüsselsheimer nicht nur über den großen Anteil von Privatabnehmern (rund 70 Prozent) freuen, sondern auch über einen Platz an der Sonne. In der Zulassungsstatistik erreicht der Opel Mokka im April einen tollen zweiten Platz, direkt hinter dem Platzhirsch Tiguan.

Range Rover als Lokomotive

Beim Traditionalisten Land Rover gibt es im April erstaunliches zu beobachten: meistverkaufte Modelle sind der neue Range Rover und der Range Rover Evoque, während der Discovery und der erst jüngst mit einem Facelift aufgewertete Freelander stark abbauen. Stark abgebaut hat auch Mazdas CX-7: nach einem Zulassungs-Strohfeuer im letzten Monat erreicht das große Mazda-SUV im April nur noch ein Drittel der März-Verkäufe. Erstaunliches tat sich im April bei Mercedes: die R-Klasse ist böse abgestürzt und muss sich mit nur 31 Neuzulassungen ganz hinten bei den Exoten einsortieren lassen. Derweil macht die GL-Klasse einen Riesensprung nach vorn, steigert sich gegenüber dem Vorjahresprozent um über 200 Prozent.

Zwei Neuzugänge gibt es in diesem Monat im SUV-Lager zu verzeichnen: Peugeot 2008 und Chevrolet Trax sind erstmals gelistet. Aussagen über ihre Verkaufszahlen sind aber noch nicht möglich, bei diesen Modellen handelt es sich ausschließlich um Händler-/Hersteller-Zulassungen.

In unserer Fotoshow finden Sie die exakten Zahlen und Platzierungen der SUV- und Geländewagen-Neuzulassungen in Deutschland.

Hinweis zu den Zulassungszahlen: Seit Anfang 2013 unterscheidet das KBA zwischen "Geländewagen" und "SUV". Dies ist nach unserer Auffassung nicht praxisgerecht, da beispielsweise der Lada Niva als "SUV" und der VW Tiguan als "Geländewagen" gelistet werden. Grund dafür ist die alleinige Verwendung der Typgenehmigung. Was seitens der Hersteller mit dem Schlüssel M1G typisiert wurde, ist laut KBA künftig ein Geländewagen. Darüber kann man angesichts der in dieser neuen Klasse vertretenen Modelle wie BMW X6 oder Volvo XC60 durchaus geteilter Ansicht sein. Aus diesem Grund werden wir weiterhin eine Auflistung nach dem gesamten SUV- und Geländewagenmarkt vornehmen.

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