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Geländewagenfreunde Bayerischer Wald

Schlammiger Spaß

Gelaendewagenfreunde Bayerischer Wald 16 Bilder

Wenn im Spätherbst die letzten Blätter fallen, rufen die Geländewagenfreunde Bayerischer Wald zur traditionellen Offroad-Party. Wichtige Voraussetzung: Keine Angst vor schmutzigen Füssen

27.02.2009 Powered by

Ist ja ganz schön heftig.„ Mit diesen Worten steht Neueinsteiger Bertram, der extra aus Hamburg angereist ist, vor der nächsten Sektion. Doch die zähe Pampe wird nicht weniger, und so wagt er sich mit seinem Grand Cherokee in die braune Brühe. Nach dem ersten Tor geht es steil bergab, und das war’s dann. Der Vorderwagen sitzt bis zum Kühlergrill im Schlamm, nichts geht mehr.

Der Hamburger Offroad-Fan ist nicht der Einzige, der auf fremde Hilfe angewiesen ist. Die abgesteckten Sektionen sind schwierig zu befahren, und so kann man immer wieder Bergeaktionen beobachten. Nach dem Regen der vergangenen Tage ist der Boden dermaßen aufgeweicht, dass selbst die Zuschauer ihre liebe Mühe mit dem Weiterkommen haben. Den Sieg unter 32 Teilnehmern beim Gaudi-Trial sichert sich schließlich Peter Doleyschi auf Jeep CJ7 mit nur 3,79 Strafpunkten. Vereinsvorstand Heinz Plötz hat die sechs Sektionen auf seinem Polaris UTV problemlos mit null Strafpunkten absolviert – jedoch außer der Wertung.

Wie jedes Jahr ist das folgende Grubenrennen der Höhepunkt der Veranstaltung, elf Teams treten an. Nach einer Wasserdurchfahrt folgt die erste Schikane. Ein Steilhang mit losem Untergrund muss bezwungen werden. Ein paar Meter geht’s voran, dann hilft nur noch die Winde. Das ist die Stunde der Beifahrer: Mit Windenseil und Erdanker bewaffnet, erstürmen sie in Windeseile den Hügel. Nach einigen mehr oder weniger kniffligen Passagen folgen zwei weitere Steilstücke, die anfangs ebenfalls nur mit der Winde zu bewältigen sind. Das Rennen ist auf zehn Runden angesetzt.

Zwei Runden vor Schluss erwischt es das zu dieser Zeit auf Platz 3 liegende Team Karl Misera/Markus Graf. Am letzten Steilstück der Strecke reißt bei einem Aufsetzer die hintere Kardanwelle ihres CJ7. Auch das Vorderachsdifferenzial gibt seltsame Geräusche von sich. Aus der Traum. Mit vereinten Kräften wird der Wagen aus der Ideallinie geschoben. Auch das weit in Führung liegende Team Huber/Stadler hat Probleme in der achten Runde – abgerissener Wasserschlauch.

Nach der Reparatur kann das Rennen endlich fortgesetzt und nach den letzten beiden Runden erfolgreich beendet werden. Am Steilhang, wo zeitweise zwei, drei Konkurrenten gleichzeitig an den Seilen hängen, steigt Otto Hubers und Hans Stadlers bärenstarker V8 geradezu spielerisch die Schikane hinauf. Mit einer Zeit von 55 Minuten gewinnen die beiden verdient und verweisen die Verfolger Hermann Nützl / Romano Nützl auf Toyota FJ 40 und das Team Heiko Schmalz/Johannes Kreuzer auf ihrem Willys auf die Plätze zwei und drei. Von den elf gestarteten Autos gibt es vier Totalausfälle.

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