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General Motors halbiert Dividende

GM Logo Foto: GM

Der stark angeschlagene weltgrößte Autokonzern General Motors halbiert seine Dividende. GM kündigte am Dienstag (7.2.) außerdem weitere umfangreiche Sparmaßnahmen an.

07.02.2006

Die Quartalsdividende beträgt zukünftig nur noch 25 Cent je Aktie statt bisher 50 Cent. Damit zahlt GM jährlich nur noch einen Dollar Dividende pro Aktie gegenüber bisher zwei Dollar. Jährlich sollen damit 565 Millionen Dollar eingespart werden, teilte GM am Dienstag in Detroit mit.

Konzernchef Rick Wagoner wird das Gehalt um 50 Prozent gekürzt und den stellvertretenden Verwaltungsratsvorsitzenden und den Spitzenmanagern John Devine, Bob Lutz und Fritz Henderson um jeweils 30 Prozent. Die Bezüge der Verwaltungsratsmitglieder werden auf freiwilliger Basis halbiert.

Weitere Sparmaßnahmen angekündigt

Außerdem gibt es im Zuge der zusätzlichen Sparwelle Änderungen bei der Betriebskrankenversicherung der Angestellten. Dies solle die GM-Verpflichtungen um insgesamt 4,8 Milliarden Dollar reduzieren und die jährlichen Kosten vor Steuern um fast 900 Millionen Dollar senken. Hinzu kommt eine geplante Restrukturierung der Betriebsrentenpläne für die Angestellten. Jetzt folgte GM weitgehend den noch viel weiter reichenden Forderungen des neuen Verwaltungsratsmitglieds Jerome York. Dieser war am Montag in das Aufsichtsgremium des Autoriesen gewählt worden.

Wagoner bezeichnete die neuen Sparmaßnahmen als "schwierige Entscheidung". Sie erforderten "von den Mitarbeitern, Aktionären, Betriebsrentnern und den Spitzenmanagern Opfer". Man sehe sich jedoch dramatischen Veränderungen in der Branche und im globalen Wettbewerbsumfeld gegenüber. Deshalb müsse man zusätzliche Wege finden, um die Finanzrisiken zu vermindern und die langfristige Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern. GM hatte bereits bei der US-Automobilarbeitergewerkschaft Konzessionen für die Betriebskrankenkasse der US-Arbeiter erhalten und wird bei den 2007 anstehenden Tarifverhandlungen wahrscheinlich noch viel weiter reichende Konzessionsforderungen stellen. GM ist auch bei der geplanten Schließung von Betrieben auf die Kooperation der Automobilarbeitergewerkschaft UAW und der eigenen Arbeiter angewiesen.

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