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General Motors mit 1,1 Milliarden Dollar Verlust

Foto: General Motors

Update ++ General Motors (GM) hat im ersten Quartal 2005 wegen des sehr schwachen nordamerikanischen Automarktes einen Milliardenverlust verbucht. Es war der höchste Verlust seit 1992.

19.04.2005

Wie der angeschlagene Autokonzern am Dienstag (19.4.) in Detroit mitteilte, hat sich dagegen die Lage in Europa stabilisiert.

Das europäische Spar- und Restrukturierungsprogramm beginne zu greifen, der Autoabsatz und die Marktanteile seien ausgeweitet worden. Während GM mit Autos Milliardenverluste machte, verdiente die Finanztochter GMAC weiter kräftig.

Der Absatz in Europa stieg auf 9,8 Prozent

GM hat im Januar-März-Abschnitt einen Verlust von 1,1 Milliarden Dollar (852 Millionen Euro) verbucht gegenüber einem Gewinn von 1,2 Milliarden Dollar aus dem laufenden Geschäft in der entsprechenden Vorjahreszeit. GM wies einen Verlust von 1,95 Dollar je Aktie aus gegenüber einem Gewinn von 2,12 Dollar je Aktie in den ersten drei Monaten des Vorjahres. Der GM-Umsatz fiel um 4,3 Prozent auf 45,8 Milliarden Dollar.

Der weltweite Absatz erreichte 2,108 (Vorjahresvergleichszeit: 2,115 Millionen Autos). Dabei lieferte GM in Nordamerika nur noch 1,181 (1,231) Millionen Autos aus. Der Absatz in Europa erhöhte sich auf 513.000 (501.000) Stück, und der europäische GM-Marktanteil stieg auf 9,8 (9,4) Prozent. GM ist in Europa mit Opel, Vauxhall und Saab vertreten.

Europa mit 103 Millionen Dollar im Minus

"Die Resultate in Nordamerika waren eindeutig enttäuschend", betonte GM-Konzernchef Rick Wagoner. Er will mit "aggressiven" Produkteinführungen, neuen Marketinginitiativen und einer weiteren Senkung der Kostenstruktur gegensteuern. Die Kostensituation bei der Krankenversicherung stelle die größte Herausforderung dar.

GM Nordamerika hatte im ersten Quartal einen Verlust von 1,3 Milliarden Dollar gegenüber einem Gewinn von 401 Millionen Dollar im entsprechenden Vorjahresabschnitt. Die Verschlechterung sei auf niedrigere Verkaufs- und Produktionszahlen, das härtere Preisumfeld, einen ungünstigen Verkaufsmix und die hohen Krankenversicherungskosten zurückzuführen. GM muss laut Wagoner auf der Umsatz- und Kostenseite "einen besseren Job machen". Die GM- Finanztochter GMAC verdiente 728 (764) Millionen Dollar.

Die GM Europa verbuchte einen Verlust von 103 Millionen Dollar gegenüber roten Zahlen von 116 Millionen Dollar im ersten Quartal 2004. Die Region weise die höchsten Quartals-Zuwachsraten bei den Marktanteilen seit sechs Jahren auf, sagte Wagoner. Es bleibe zwar noch viel zu tun, um GM Europe wieder in die Gewinnzone zu bringen, doch sei man über die bessere werdende Ausrichtung in Europa erfreut. Der Umsatz in Europa erhöhte sich auf acht (7,5) Milliarden Dollar.

GM verbuchte in Europa in der Berichtszeit Sonderbelastungen von 422 Millionen Dollar nach Steuern für die Restrukturierung. Die Kosten dürften sich bis 2006 auf 600 Millionen Dollar belaufen. Es ist in Europa der Abbau von insgesamt 12.000 Stellen geplant. Auf Deutschland entfallen dabei 10.000 Mitarbeiter. Die Summe von 422 Millionen Dollar decke Kosten für 5.650 Personen ab, davon 4.900 in Deutschland. GM erwartet weitere Belastungen, die sich bis 2007 hinziehen dürften.

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