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General Motors mit starkem Gewinnrückgang

GM Logo Foto: GM

Die hohen Verluste in Europa haben dem weltgrößten Autohersteller General Motors Corporation (GM) das Ergebnis verhagelt. Der Konzern, zu dem auch der deutsche Autobauer Opel gehört, hat im Schlussquartal und im Gesamtjahr 2004 einen starken Gewinnrückgang verbucht.

19.01.2005

Mit weit reichenden Stellenstreichungen und Kostensenkungen will der Branchenführer wieder in die Gewinnzone kommen. Dies hat GM am Mittwoch (19.1.) in Detroit bekannt gegeben. Der Aktienkurs stieg zum Handelsauftakt um 0,54 Prozent auf 36,97 Dollar.

GM verdiente im Schlussquartal 2004 nur noch 630 Millionen Dollar (485 Mio Euro) nach einer Milliarde Dollar im Vorjahreszeitraum. Der Quartalsumsatz legte um 4,7 Prozent auf 51,3 Milliarden Dollar zu. Im Gesamtjahr setzte der Autobauer 193,5 (185,8) Milliarden Dollar um. Der Jahresgewinn schrumpfte auf 3,7 (3,8) Milliarden Dollar. Konzernchef Rick Wagoner hob den Rekordgewinn der Finanztochter von 2,9 (2,8) Milliarden Dollar hervor.

GM verkaufte im vergangenen Jahr 8,241 (8,098) Millionen Autos, davon 1,717 (1,657) Millionen Stück in Europa. Der US-Marktanteil schrumpfte auf 27,2 (28,0) Prozent, während er in Europa auf 9,5 (9,3) Prozent zulegte. Der weltweite operative Gewinn im Autogeschäft stieg 2004 auf 1,2 (1,1) Milliarden Dollar, wobei Nordamerika auf 1,6 (0,8) Milliarden Dollar zulegte. In Asien und Lateinamerika gab es ebenfalls Gewinne. Dagegen fiel in Europa ein operativer Verlust von 976 (504) Millionen Dollar an, davon allein 579 Millionen Dollar im Schlussquartal.

Keine Angaben zu Opel

"Die GM Europe hat im Dezember einen wichtigen Meilenstein verbucht, als wir uns mit den europäischen Gewerkschaften auf einen Rahmen für einen Restrukturierungsplan geeinigt haben", erklärte GM-Konzernchef Rick Wagoner. Dies werde GM Europe helfen, die Kosten zu senken. Man konzentriere sich aber auch auf eine Umsatzverbesserung. Der Marktanteil der GM Europe von 9,5 Prozent sei der höchste seit fünf Jahren. Wagoner hofft, dass der dreitürige Opel Astra sowie ein neues Saab-9-3-Modell und der Opel-Zafira im weiteren Jahresverlauf Erfolg haben werden.

Zum Verlust der Marke Opel/Vauxhall, der größten europäischen Tochter von GM, gab es keine Angaben. Nach Medienberichten lag der operative Verlust von Opel 2004 bei bis zu 600 Millionen Euro. Im Vorjahr hatte er 384 Millionen Euro betragen.

General Motors erwartet für das Gesamtjahr 2005 unter Ausklammerung von Sonderposten nur noch einen Gewinn von vier Dollar bis fünf Dollar je Aktie. Das Unternehmen hofft auf global steigende Absatzzahlen und will rund acht Milliarden Dollar investieren. GM hatte zum Jahresende weltweit 324.000 (326.000) Mitarbeiter, davon in Europa 61.000 (62.000).

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