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Merkels Mobilitätsausblick

In 20 Jahren fahren wir nur noch autonom

01/2017 BMW 5er  Personal CoPilot Foto: BMW

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat bei Ihrem Staatsbesuch in Argentinien am Donnerstag (8.6.2017) vor Studenten im Wissenschaftszentrum Polo Cientifico mit einer Aussage zum autonomen Fahren aufhorchen lassen.

09.06.2017 Uli Baumann, Holger Wittich 4 Kommentare

„Wir sind das größte Risiko“

Bei einer Fragerunde nach ihrer allgemeinen Rede ließ sich Merkel nach Angaben der Deutschen Presseagentur (dpa) zu einer kühnen Aussage in Sachen „autonomes Fahren“ hinreißen.

Ein Student wollte wissen, wie sich die Kanzlerin die Welt in 20 Jahren vorstelle und mit welchen Problemen man konfrontiert sei. Sie sinnierte, die Welt in 20 Jahren sein „ja gar nicht so weit weg“, wiederholte allgemeine Positionen und Meinungen und erklärte dann: „Wir werden in 20 Jahren nur noch mit Sondererlaubnis selbstständig Auto fahren dürfen.“ Es werde das autonome fahren geben. Der Grund für ihre Prognose, dass man nur noch mit einer Sondergenehmigung selbst fahren dürfe: „Wir sind das größte Risiko“.

In dieser Konsequenz hat sich Merkel noch nie zu dem Zukunfts-Themen „autonomes Fahren“ geäußert. Sie, die Forschungsministerin Johanna Wanka (CDU) und Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) sowie die Auto-Hersteller sehen in dem Thema eine große Zukunftstechnologie, während die Autofahrer das selbstständige Fahren mit großer Skepsis sehen.

Unterwegs im autonomen 7erSo fährt die Zukunft

Gesetzentwurf zum autonomen fahren

Bereits Anfang Januar (25.1.2017) wurde im Bundeskabinett ein Gesetzentwurf zum automatisierten Fahren beschlossen, der die rechtliche Gleichstellung von menschlichem Fahrer und Computer regeln soll.

Mit der beschlossenen Änderung des Straßenverkehrsgesetzes sollen hoch- oder vollautomatisierte Fahrsysteme damit künftig die Fahraufgabe selbstständig übernehmen dürfen. Fahrer, die diese Systeme nutzen, können dann während der hochautomatisierten Fahrt die Hände vom Lenkrad nehmen, um etwa im Internet zu surfen oder E-Mails zu checken.

Blackbox überwacht Fahrgeschehen

Mit dem Gesetz wird zudem vorgeschrieben, dass der Fahrer die Kontrolle über die Fahrzeugführung dann wieder übernehmen muss, wenn das hoch- oder vollautomatisierte System ihn dazu auffordert oder wenn die Voraussetzungen für eine bestimmungsgemäße Verwendung der entsprechenden Fahrfunktionen nicht mehr vorliegen (z. B. bei einem geplatzten Reifen).

Um nachweisen zu können, ob der Fahrer in einer bestimmten Fahrsituation die Fahraufgabe innehatte oder das System, wird der Einsatz eines Datenspeichers („Blackbox“) vorgeschrieben.

Tesla Autonomes Fahren definiert SAE liefert neuen Standard

Die neuen Norm zum autonomen Fahren

Übrigens: Das autonome Fahren ist bereits als Norm von der internationalen Ingenieurs- und Automobilindustrie-Vereinigung SAE definiert und in sechs Leveln unterteilt. So unterteilen die Level 3 bis 5 dann das, was als autonomes Fahren verstanden wird: Hier übernimmt die Maschine mehrheitlich die Aufsicht.

Neuester Kommentar

Leute wir müßen alle diese Frau etwas mehr verstehen versuchen - die Frau macht nicht alles falsch -
aber Ihre Aussage ist navollziehbar - Sie fährt schon seit Jahren im gepanzertem Dienstwagen bereits AUTONOM, oder hat Sie jemand selbst Autofahren sehen - ich pers. nur sitzen im Auto bei TV, IAA und bei der Mafiaarbeit ... sorry Lobbyarbeit und jeder sagt Ihr die ganze und volle Wahrheit und füttert Sie mit richtigen Informationen Frau Dr. ... Merkel ist doch unsere einzige Bundeskanzlerin.
Anm.: ob Frau Merkel alles Richtig FÜHRT bin ich mir nicht immer sicher oder ob Sie einen FÜHRER-Schein hat, ist mit pers. leider nicht bekannt, aber eines weiß ich sicher - Fahrerfahrung hat Sie keine mehr (meiner Meinung nach - kann Sie in Argentienien auch ohne diesen/diese auch fahren und vor allem üben).

pöcho 12. Juni 2017, 16:33 Uhr
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