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Gesetzliche Neuregelungen 2010

Womit Autofahrer 2010 rechnen müssen

Foto: dpa 14 Bilder

Egal ob AU-Plakette, Knöllchen oder Umweltzonen: Zum Jahreswechsel gibt es für Autofahrer wieder zahlreiche Änderungen. Die wichtigsten Neuregelungen im Überblick.

14.01.2010

Was man als Autofahrer im Jahr 2010 beachten sollte, haben wir für Sie noch einmal stichwortartig zusammengefasst.

Umweltzonen

Zur Verringerung gesundheitsschädlicher Autoabgase haben zum neuen Jahr sechs weitere Städte Umweltzonen eingeführt. Berlin und Hannover, die vor einem Jahr als erste solche Tabuzonen für "Stinker" einrichteten, verschärften ihre Regelungen zum 1. Januar noch einmal. Hier werden jetzt schon ältere Fahrzeuge mit Abgasnorm Euro 2 und Euro 3 beziehungsweise roter und gelber Feinstaubplakette aus der City verbannt. Damit haben bundesweit 40 Kommunen alte Autos mit hohem Abgasausstoß aus ihren Innenstädten verbannt. Neu hinzugekommen sind Bonn, Münster, Osnabrück, Heidelberg, Freiburg und Pfinztal bei Karlsruhe.

Höhere Bußgelder


Für das Fahren ohne Betriebserlaubnis fallen ab 2010 höhere Bußgelder an. Wer mit einem Pkw trotz erloschener Betriebserlaubnis erwischt wird, wird künftig mit 90 Euro zur Kasse gebeten (vorher bis zu 50 Euro). Bei einer unerlaubten Fahrt im Lkw oder Bus werden 180 bzw. 270 Euro fällig.

AU-Plakette

Ab dem 1. Januar 2010 werden in Deutschland keine AU-Plaketten mehr auf die vorderen Fahrzeugkennzeichen geklebt. Grund: Die Abgasuntersuchung wird dann zum integralen Bestandteil der Hauptuntersuchung HU. Nach bestandener Kfz-Hauptuntersuchung bescheinigt die HU-Plakette am hinteren Nummernschild sowohl die Hauptuntersuchung als auch die erfolgreiche Abgasuntersuchung. Abgelaufene und somit überflüssige AU-Plaketten werden bei der HU entfernt. Am Prüfverfahren für die Abgasuntersuchung ändert sich im Zusammenhang mit dem Entfall der AU-Plakette aber nichts.

Auslands-Knöllchen

Verkehrssündern drohen in Italien nachts künftig höhere Bußgelder als tagsüber. Nach Angaben des ADAC in München werden bei bestimmten Delikten ab sofort in der Zeit zwischen 22:00 und 7:00 Uhr um bis zu ein Drittel höhere Bußgeldbeträge fällig.

Frankreich setzt auf elektronische Knöllchen: Von diesem Jahr an sollen landesweit elektronische Strafzettel eingeführt werden. Auf diese Weise könnten Polizisten effizienter gegen Falschparker vorgehen. Der Autofahrer bekomme weiterhin einen Zettel unter den
Scheibenwischer geklemmt, aber der eigentliche Strafzettel komme erst später mit der Post ins Haus.

Zudem geht es Urlaubern, die ein Knöllchen aus dem Ausland mitbringen zunehmend an den Kragen: Bußgelder über 70 Euro aus dem Ausland werden voraussichtlich ab dem 1. Oktober 2010 auch in Deutschland vollstreckt.

Vignetten

Die Pkw-Mautvignetten für Österreich, Tschechien und die slowakische Republik werden teurer. Fahrzeuge über 3,5 Tonnen zahlen künftig eine streckenabhängige Maut, die mit Hilfe eines speziellen Erhebungsgeräts im Fahrzeug berechnet wird. Sie brauchen daher ab 2010 keine Vignette mehr. In Österreich wird die Maut für diese Fahrzeuge zusätzlich nach ihrem Schadstoffausstoß gestaffelt.

Winterreifen in Österreich

 
Außerdem gilt in Österreich seit kurzem eine gesetzliche Pflicht für Winterreifen. Wer zwischen dem 1. November und dem 15. April in dem Nachbarland mit Sommerreifen unterwegs ist, riskiert ein hohes Bußgeld. Unter Umständen ziehen die Behörden das Auto auch komplett aus dem Verkehr. In Deutschland gibt es dagegen noch keine gesetzliche Pflicht für Winterreifen.

Punktesystem, Kfz-Zulassung

Eine Reform des Punktesystems ist für Ende 2010 geplant. Außerdem wird in einzelnen Bundesländern bereits die Online-Fahrzeug-Zulassung getestet, darunter Bayern, Hessen und Nordrhein-Westfalen. Bislang musste man persönlich im Kfz-Zulassungsamt erscheinen, um eine Genehmigung für ein Fahrzeug zu erhalten. Das könnte schon bald der Vergangenheit angehören. Sollte die Testphase erfolgreich verlaufen, könnte die Online-Zulassung schon bald in ganz Deutschland eingeführt werden.

Finanzierungskauf

Ab Juni 2010 sollen Verbraucher vor vermeintlich preiswerten Finanzierungsangeboten beim Autokauf besser geschützt werden. Dazu soll es schon bald eine neue Richtlinie geben. Verbraucherschützer beklagten, dass nach dem Autokauf zu oft noch nachträglich versteckte Kosten anfielen. Vor allem die Angaben zu den Zinsen müssen Autoverkäufer ab der zweiten Jahreshälfte bereits in der Werbung noch deutlicher kenntlich machen.

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