"Ich werde aber nicht dasselbe Rezept bei Renault anwenden wie schon bei Nissan", sagte Ghosn. "Beide Unternehmen haben je eine unterschiedliche Kultur und Geschichte, was ich respektiere."
Es werde aber Veränderungen geben, betonte Ghosn. "Einen anderen Managementstil, einen neuen Rhythmus, andere Prioritäten und Strategien. Das erwarten die Menschen schließlich von einem neuen Konzernchef." Ghosn hatte bei Nissan konkrete Zielvorgaben in Dreijahresplänen festgeschrieben. "Ich mag Dreijahrespläne. Wir wollen damit eine breite Langfristplanung vorgeben", sagte er.
Renault ist mit 44,4 Prozent an Nissan Motor beteiligt. Zum Rekordgewinn des Renault-Konzerns im Jahr 2004 in Höhe von 3,55 Milliarden Euro steuerte Nissan 2,2 Milliarden Euro bei.
Der Nissan-Chef übernimmt am kommenden Freitag (29. April) seinen Job am Renault-Lenker von Louis Schweitzer. Künftig wird erUnternehmen in Personalunion führen.
Ghosn: Neue Regeln für Renault
Der designierte Renault-Chef Carlos Ghosn wird die Zügel beim Unternehmen straffer ziehen. In einem Interview des "Focus" kündigte der Manager konkrete Zielvorgaben für das Unternehmen an.
Autor: dpa




