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Gier

Ford zieht Kirchen-Spot zurück

Foto: Lincoln

Die Ford Tochter Lincoln zieht nach Protesten einen Werbespot zum neuen Luxus-SUV Mark LT zurück. Eine Gruppe von Opfern sexuellen Missbrauchs durch katholische Priester hat Lincoln gedrängt, die Werbung im Rahmen des Football-Endspiel "Super Bowl“ nicht auszustrahlen.

03.02.2005

Die Werbung lehne sich an einen Kirchen-Sex-Skandal an und "trivialisiert“ den Missbrauch Jugendlicher durch Geistliche, hieß es. Der Spot mit dem Namen "Charity“ (zu deutsch: Wohltätigkeit), der während des Football-Endspiels "Super Bowl“ am 6. Februar erstmals ausgestrahlt werden sollte, zeigt einen Geistlichen, der Auto-Schlüssel in seiner Kollekte findet. Diese gehören zum neuen Lincoln Mark LT, der auf dem Parkplatz der Kirche steht. Während der Priester das neue Modell liebevoll streichelt, erscheint ein Gemeindemitglied mit seiner Tochter und erklärt, das Mädchen habe versehentlich die Schlüssel in die Kollekte geworfen. Nachdem sich der Geistliche wieder gesammelt hat, bringt er das Thema seiner nächsten Predigt an der Außentafel der Kirche an: "Lust“ zu deutsch: Gier.

Bereits im Vorfeld bezeichnete ein Lincoln-Sprecher den Werbe-Clip als "kontrovers“ und "grenzwertig“, jetzt heißt es: "Die negativen Reaktionen überraschen uns, es lag nicht in unserer Absicht jemanden zu beleidigen.“ Seit zehn Jahren hat das Unternehmen Lincoln Mercury nicht mehr im Umfeld des Super Bowl geworben. Ein 30 Sekunden-Spot während des größten US-Fernsehereignisses kostet 2,4 Millionen US Dollar. Lincoln wird einen Ersatz-Spot zeigen.

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