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Globaler Automarkt

Prognose für 2017 rückläufig

Audi Produktion Foto: Audi

Nach den kräftigen Zuwächsen der vergangenen Jahre zeichnet sich in den Kernmärkten der globalen Autoindustrie eine deutliche Abschwächung des Wachstums ab, so die Prognose der Unternehmensberatung PwC.

13.12.2016 Uli Baumann

So rechnet PwC (PriceWaterhouseCoopers) für 2017 in Europa nur noch mit einem Absatzplus von 2,7 Prozent – was verglichen mit den 6,8 Prozent aus diesem Jahr eine merkliche Abschwächung bedeutet. Noch verhaltener ist der Ausblick für den US-Markt, in dem die Verkaufszahlen 2017 angesichts steigender Zinsen sogar um 0,5 Prozent schrumpfen könnten.

Schwellenländer werden wieder wichtiger

Auch in China wird sich das diesjährige Plus von rund 14 Prozent kaum wiederholen lassen. „Im Gegenteil – wenn die Steuererleichterungen für Fahrzeuge mit kleinen Motoren wie geplant zum 31. Dezember auslaufen, droht im ersten Halbjahr ein regelrechter Einbruch“, warnt Christoph Stürmer, Global Lead Analyst des Prognosespezialisten PwC Autofacts. Die gleichzeitige Abschwächung in den drei großen Kernmärkten führt dazu, dass der Autoabsatz in den genannten Märkten im kommenden Jahr in Summe nur noch rund 3,1 Prozent zulegen wird – einer der schwächsten Werte seit der Finanzkrise.

Autohersteller, die zuletzt von der Erholung in den USA und Europa besonders profitiert haben, werden sich auf der Suche nach Absatzchancen wieder stärker auf die Schwellenländer fokussieren müssen, folgert die PwC-Prognose.

SUV boomen weiter

Für das ablaufende Jahr sieht PwC ein Gesamtneuzulassungsvolumen von über 17 Millionen Fahrzeugen in Europa. Allein 12,4 Millionen der Neuzulassungen entfallen dabei auf die fünf größten Märkte – also Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Italien und Spanien. Vor allem in Italien entwickelt sich der Pkw-Absatz mit einem Plus von rund 40 Prozent seit 2013 stürmisch, während Spanien voraussichtlich einen Zuwachs von mehr als 11 Prozent verzeichnet. Deutschland verteidigt mit 3,35 Millionen Pkw (plus 4,4 Prozent) seine Position als größter europäischer Automarkt, während Großbritannien trotz Brexit-Votum um 2,1 Prozent auf 2,69 Millionen Pkw zulegte. Für 2017 prognostiziert PwC allerdings für UK einen Rückgang: „Der Verfall des Pfunds führt dazu, dass sich Neuwagen in Großbritannien tendenziell verteuern“, begründet Kuhnert.

Vor allem die Nachfrage nach Geländewagen („SUV“) zeigte sich 2016 erneut dynamisch. Gemessen am Tiefpunkt während der Eurokrise 2012 haben sich die Zulassungen von 1,76 Millionen auf 3,37 Millionen Fahrzeuge fast verdoppelt. Verlierer dieser Entwicklung sind allerdings die „Multi Purpose Vehicles“ – auch bekannt als „MPV“ oder „Mini-Vans“ -, deren Absatz im gleichen Zeitraum um 15,8 Prozent auf 1,12 Millionen zurückging.

      

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