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Glock

"Ausschlaggebend ist, alles zu geben und der Beste zu sein"

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Timo Glock erlebt am kommenden Sonntag (20.7.) sein erstes Heimspiel in der Königsklasse des Motorsports. Vor dem Großen Preis von Deutschland hat sich der 26-Jährige Odenwälder ehrgeizige Ziele gesteckt.

16.07.2008 Powered by

Was haben Sie sich für Ihr Heimrennen am Sonntag vorgenommen?
Glock: Ziel ist es, in die Punkte zu fahren. Ein Traum wären die Top Fünf. Und wenn es ein Regen-Rennen gäbe wie in Silverstone und wir mit einer cleveren Strategie wie Rubens Barrichello aufs Podium fahren könnten, wäre das der absolute Traum. Das geht für uns aber im Moment nur, so ehrlich muss man sein, bei so besonderen Verhältnissen wie in Silverstone.

Hockenheim liegt eine gute Fahrstunde von Ihrer Heimat Wersau entfernt. Was bedeutet Heimat für Sie?
Glock: Das ist der Ort, an dem ich meine Batterien aufladen kann. Oft bin ich noch bei meinen Eltern oder in der alten Heimat unterwegs. Das ist ganz gut, weil man dann vom Formel-1-Zirkus in die normale Welt zurückkehrt. Wenn mein Vater ganz normal morgens um sieben zur Arbeit geht, dann bringt einen das wieder auf den Boden zurück. Zu Hause kann ich meinen Kopf freimachen, mich mit meinen Freunden treffen.

Hat die Glitzerwelt rund um die Formel 1 Sie nicht verändert?
Glock: Ich habe einen guten Weg gefunden. Ich bin in der Formel 1 genauso, wie ich daheim bin. Ich verstelle mich nicht. Ich gehe morgens ganz normal zum Bäcker und fahre ganz normal zu Hause an die Tankstelle. Da gibt es für mich keinen Unterschied. Ich habe mich in der Formel 1 nicht von dem Glamour wie zum Beispiel in Monaco ablenken lassen. Ich mache einfach meinen Job und bin der Timo Glock, der vor fünf Jahren bei seinem Vater im Betrieb gearbeitet hat.

Wer ist denn dieser Timo Glock?
Glock: Ein ganz normaler Junge, der seinen Traumjob gefunden hat und diesen auslebt. Der so hart wie möglich dafür arbeitet und immer 100 Prozent gibt, privat wie auf der Strecke.

Was macht für Sie den Reiz der Formel 1 aus?
Glock: Wenn du dich freitags morgens um 9 Uhr in ein Formel-1-Auto setzen und so ein Auto fahren darfst, was Maßstäbe setzt. Natürlich macht das ganze Drumherum auch Spaß und gehört dazu, aber Formel 1 sind einfach die Autorennen.

Was haben Sie sich für die zweite Saisonhälfte vorgenommen?
Glock: Wir müssen den Trend, den wir in den letzten zwei, drei Rennen hatten, fortsetzen. Dafür müssen wir weiterhin jeden Tag mehr als 100 Prozent geben. Für mich will ich 20 Punkte erreichen. Das wird schwierig, aber ich werde schauen, dass ich das irgendwie hinkriege.

Ihr Manager Hans-Bernd Kamps hat als Ziele genannt, dass Sie in dieser Saison Ihren Teamkollegen Jarno Trulli in den Griff bekommen, im kommenden Jahr regelmäßig punkten und 2010 Weltmeister werden. Deckt sich das mit Ihren Plänen?
Glock: Da liegen wir schon auf einer Wellenlänge. Am Jarno bin ich jetzt sicher dran. Es war von vornherein klar, dass ich ihn nicht regelmäßig abbügele, weil er weiß, was er zu machen hat. Aber der Weg geht immer mehr dahin, dass ich nah dran bin, dass ich ihn schlagen kann. Das will ich festigen. Und der Wunsch ist klar: 2010 will ich mit Toyota Weltmeister werden, auch wenn einige vielleicht lachen. Aber ich habe mir ein Ziele gesetzt, für das ich hart arbeite. Wir werden sehen, wie wir 2009 und 2010 aufgestellt sind.

Spielt es für Sie auch eine Rolle, bei fünf deutschen Piloten in der Formel 1 der beste Deutsche zu sein?
Glock: Für mich ist es einfach ausschlaggebend, alles zu geben und der Beste zu sein. Und wenn ich der Beste bin, dann bin ich rein rechnerisch auch der beste Deutsche.

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