Jetzt auch für: iPhone, iPad, Android und Windows
Marken
Themen
Artikel
Videos
Baureihen
Alle Treffer mit anzeigen

Glock

"Entscheidung in Brasilien"

Foto: dpa 63 Bilder

Mit seinem Titelgewinn in der Nachwuchsserie GP2 hat sich Timo Glock mit Nachdruck für ein Cockpit in der Formel 1 empfohlen. Im Interview bestätigte der Wersauer nun, mit drei Teams aus der Königsklasse des Motorsports zu verhandeln.

02.10.2007 Powered by

Sie reisen als frisch gebackener Meister der Nachwuchsserie GP2 zum Formel-1-Rennen an diesem Wochenende nach Shanghai (7.10.). Dort stehen Sie als Ersatzfahrer für BMW-Sauber parat. Wie sehr hilft denn der Titel, um das ersehnte Stammcockpit in der Formel 1 zu bekommen, ihre Vorgänger heißen schließlich Nico Rosberg und Lewis Hamilton?
Glock: "Der Titel als GP-Meister hilft auf jeden Fall. Er kommt auch zur richtigen Zeit, ich bin sehr optimistisch."

Verhandeln Sie derzeit mit Teams aus der Königsklasse, wie vielfach spekuliert wird?
Glock: "Ja, es stimmt. Wir stehen mit drei Teams in Kontakt."

Wie ist der Kontakt zu Stande gekommen?
Glock: "Das war schon vor meinem Titelgewinn in der GP2. Die Rennställe sind auf mich zugekommen."

Hängt denn ein mögliches Engagement bei einem der Teams auch von der Entscheidung Fernando Alonsos ab? Schließlich wird spekuliert, dass Williams-Fahrer Rosberg, ein Landsmann von Ihnen, wiederum Alonso bei McLaren-Mercedes im Falle eines Weggangs ablösen könnte.
Glock: "Nein, ob Alonso bleibt oder geht - das hat nach meinem Kenntnisstand keinen Einfluss im Bezug auf meine Person."

Wie weit sind die Verhandlungen denn fortgeschritten und wann ist mit einer Entscheidung zu rechnen?
Glock: "Es gibt noch Einzelheiten zu klären. Aber es sind keine großen Dinge, nichts schwieriges. Eine Entscheidung erwarte ich rund um das letzte Rennwochenende am 21. Oktober in Brasilien."

Bei Toyota würden sie ja möglicherweise Ralf Schumacher ersetzen. Wenn das so wäre, wäre das ein Problem für Sie? Bei einer anderen Lösung könnten Sie der sechste Deutsche 2008 in einem Cockpit in der Formel 1 sein. Wie denken Sie darüber?
Glock: "Für mich ist eigentlich weniger wichtig, ob sechs oder zehn Deutsche in der Formel 1 fahren. Hauptsache ist, dass ich dabei sein kann. Ich habe dafür lange genug hart gearbeitet. Und ob ich einem anderen Piloten den Platz wegnehme, daran darf man sich nicht stören."

Sie waren Rookie des Jahres in der angesehenen amerikanischen ChampCar-Serie, sind nun GP-2-Meister und stehen offenbar kurz vor einer Rückkehr in die Formel 1, nachdem sie 2004 bereits für Jordan vier Rennen absolvierten und gleich bei ihrem Debüt als Siebter sensationell zwei Punkte holten. Was ist ihr Ziel, wenn Sie wirklich wieder Formel-1-Rennen fahren würden?
Glock:"Ich will das erreichen, was Lewis Hamilton zur Zeit macht. Ich will um die Weltmeisterschaft mitfahren. Dafür muss man allerdings ein entsprechendes Auto haben."

Davon scheinen trotz starker Vorstellungen in diesem Jahr beispielsweise sowohl die von Toyota-Motoren betriebenen Williams, als vor allem Toyota selbst aber weit entfernt...
Glock: "Ich denke aber, dass beide Teams extrem viel Potenzial haben. Natürlich spielt das bei einer Entscheidung aber auch eine Rolle und man achtet darauf. Das Paket muss stimmen."

Drei Teams - letztlich befinden Sie sich in einer luxuriösen Situation, oder nicht?
Glock: "Wenn ich es mit den vergangenen Jahren vergleiche, kann man es luxuriös nennen."

Welche Rolle spielt BMW dabei? Motorsportchef Mario Theissen erklärte jüngst, dass er sie als Ersatz- und Testfahrer auch 2008 wieder haben wolle, Ihnen aber auch keine Steine in den Weg legen würde.
Glock: "Es ist nicht unbedingt üblich, wie es jetzt mit BMW läuft. Es wäre sonst fast unmöglich. Deswegen kann ich mich auch nur bei BMW bedanken. Ich würde zwar unheimlich gern weiter dafür arbeiten, aber die Möglichkeit auf ein festes Cockpit spricht dagegen."

Kommentar schreiben

Es ist noch kein Kommentar vorhanden. Seien Sie der Erste und sagen Sie und Ihre Meinung.

Neues Heft
Empfehlungen aus dem Netzwerk
3D Felgenkonfigurator
Anzeige