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Anti-Kerkorian Beschlüsse gefasst

GM Logo Foto: GM

Der Verwaltungsrat des weltgrößten Autokonzerns General Motors hat sich nach einer Sitzung nicht zu den Gesprächen über eine Allianz mit Renault und Nissan geäußert. Dafür wurden einige neue Regelungen verabschiedet, die von US-Medien als Beschlüsse zur Kerkorian-Abwehr gesehen werden.

04.10.2006

Die Sitzung am Dienstag (3.10.) war mit Spannung erwartet worden, weil auf ihr das Thema zur Sprache kommen sollte. GM-Chef Rick Wagoner hat sich bisher skeptisch über die Vorzüge einer Allianz mit Renault und Nissan gezeigt, bekommt aber Druck vom Großaktionär Kirk Kerkorian, der auf ein solches Bündnis dringt.

Dem Vernehmen nach sollte bei der Sitzung von Kerkorians Seite vorgeschlagen werden, den Aufsichtsrat stärker in die Analyse der Vorteile einer Allianz einzuschalten und eine unabhängige Prüfung durchzuführen. Kerkorian wollte seinen GM-Anteil durch den Kauf von zwölf Millionen weiteren Aktien von 9,9 Prozent auf 12 Prozent erhöhen.

Dagegen gab GM bekannt, dass eine Änderung der Regeln für die Wahl von Verwaltungsratsmitgliedern beschlossen wurde. Es wurde beschlossen, dass für die Wahl eines Verwaltungsratsmitglieds mehr als 50 Prozent der abgebenen Stimmen notwendig sind. Zudem wurde beschlossen, das Großaktionäre den Verwalltungsrat rechtzeitig schriftlich von ihren Plänen informieren müssen. Unterlassen sie dies, drohen Schadensersatzklagen. In diesem Zusammenhang fiel der Name Kirk Kerkorians nicht. Nach Einschätzung von Experten zu diesem und anderen Beschlüssen dienen diese vornehmlich der Abwehr allzu aggressiver Großaktionäre. Kerkorian hatte GM-Boss Rick Wagoner vor einigen Tagen telefonisch über seinen Anwalt informiert, dass er plant, seine GM-Anteile weiter aufstocken zu wollen.

Außerdem führte GM neue Regeln ein, die es erleichtern, Boni und andere Zahlungen von Managern zurückzuholen, falls später festgestellt wurde, dass Betrug, Fehlverhalten oder Nachlässigkeit zur Revision von Finanzergebnissen beigetragen hatten.

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