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GM-Chef Henderson

GM behält großen Einfluss bei Opel

Foto: GM 144 Bilder

General Motors will auch nach Reduzierung seines Opel-Anteils auf 35 Prozent großen Einfluss auf New Opel behalten. Das kündigte GM-Chef Fritz Henderson in auto motor und sport an.

23.09.2009 Harald Hamprecht

"Vier von acht Sitzen im neu zu gründenden "ManagementBoard" werden wir besetzen, darunter den Verantwortlichen für Produktentwicklung sowie jenen für Vertrieb & Marketing. (...) Wir werden substantiell die Kontrolle über die Produkt- und Motorenentwicklung behalten, sprich über das geistige Eigentum, sowie über den globalen Einkauf."

Zudem stütze GM den Vorschlag, den bisherigen Chef von GM Europe, Carl-Peter Forster, zum Vorstandschef von Opel zu wählen. "Unsere Unterstützung hat er - und Magna-Chef Siegfried Wolf hat sich auch positiv über die Leistung von Carl-Peter geäußert." Gleichzeitig werde GM weiter Präsenz in Deutschland zeigen: "Wir werden direkt in der Opel-Zentrale in Rüsselsheim ein GM-Büro mit mindestens acht bis zehn Mitarbeitern eröffnen."

Opel soll alle Freiheiten bekommen

Dennoch habe Opel "alle Freiheit, sich weiter zu entfalten", betont Henderson. "Selbst wenn Opel morgen vorhätte, ein Raumschiff zu entwickeln, würden wir dagegen nicht einschreiten. Allerdings würden wir nicht die Entwicklungskosten dafür bezahlen." In Zukunft werden sich Opel und GM Lizenzgebühren zahlen, wenn sie Entwicklungen des Anderen nutzen. "Wir zahlen die komplette Basisentwicklungen für globale Architekturen. Und Opel zahlt anschließend Lizenzgebühren für jedes verkaufte Auto, dass diese Entwicklung nutzt. Und das gilt auch umgekehrt: Opel entwickelt in Rüsselsheim die nächste Generation des Zafira. Eine Chevrolet-Variante auf der gleichen Architektur - den Orlando - werden wir auch in den USA, in China und in Korea verkaufen und dann Opel dafür Gebühren zahlen", so der GM-Chef. "In den ersten fünf Jahren haben wir diese für Opel übrigens sehr niedrig gehalten, um dem Unternehmen die Chance zu geben, sich wieder schnell zu erholen."

Opel muss schon 2011 wieder schwarze Zahlen schreiben

Opel soll in zwei Jahren wieder profitabel arbeiten. Henderson: "Opel muss schon 2011 wieder schwarze Zahlen schreiben, so wie zuletzt 2006, 2007 und im ersten Halbjahr 2008. Denn bis Ende 2015 wollen wir sämtliche Kredite zurückgezahlt haben." Dabei weist Henderson den Vorwurf zurück, GM habe Opel gemolken: "In den letzten zehn Jahren haben wir netto mehr Geld in Opel investiert, als dass wir Geld in die USA geflossen ist. Auch wenn das - gerade in der deutschen Öffentlichkeit - nicht wahrgenommen wird. Auch heute könnte Opel nicht ohne GM existieren - aus technologischen wie ökonomischen Gründen. Das Bild des bösen US-Konzerns, der die arme, deutsche Marke quält, ist einfach völlig unangebracht." Henderson bestätigte die Pläne, das Opel-Werk in Belgien zu schließen. "New Opel wird mindestens ein Werk schließen müssen. Antwerpen ist hier eine Option; final entschieden ist aber noch nichts."

Chevrolet Volt auch für Europa
 
Sein Elektroauto Chevrolet Volt will GM auch in Europa auf den Markt bringen - zeitnah zum Schwestermodell Opel Ampera: "Der Markteintritt für den Opel Ampera ist für 2011 geplant. Allerdings wollen wir auch den Chevrolet Volt  zeitnah nach Europa bringen", so Henderson. Produktion und Verkauf des Volt starten in den USA bereits Ende kommenden Jahres. Auch eine Produktion von Volt und Ampera in Europa sei "theoretisch" denkbar, sagte Henderson.

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