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Opel-Betriebsrat

GM-Chef Whitacre sendet positive Signale

Foto: dpa 144 Bilder

Bei der Sanierung von Opel zeigt sich die Spitze der US-Mutter General Motors (GM) nach Betriebsratsangaben kompromissbereit.

08.12.2009

GM-Chef Ed Whitacre habe bei einem Treffen mit dem Opel-Gesamtbetriebsratsvorsitzenden Klaus Franz am Montag (7.12.) in Detroit betont, dass GM "keine Konflikte mit Arbeitnehmervertretungen und Regierungen" wolle, teilte der Betriebsrat am Dienstag (8.12.) in Rüsselsheim mit.

Franz hält sich Signale für ermutigend

In den Gesprächen sei es unter anderem um den weltweiten Vertrieb von Opel- und Vauxhall-Autos gegangen, aber auch um Alternativen für das von der Schließung bedrohte Werk Antwerpen oder die Umwandlung der Adam Opel GmbH in eine Aktiengesellschaft. "Die Signale sind sehr ermutigend und würden eine völlig andere Vorgehensweise von GM als bisher darstellen", beschrieb Franz die Reaktion Whitacres auf seine Forderungen.

Die Arbeitnehmer verlangen eine unabhängige Adam Opel AG "ohne einen weiteren europäischen GM-Überbau, der das Risiko des Geldabflusses außerhalb von Europa mit sich bringen und damit Staatsbürgschaften unmöglich machen würde". Die Restrukturierung der uropatochter kostet nach GM-Angaben rund 3,3 Milliarden Euro. Davon sollen die europäischen Opel-Standortländer 2,7 Milliarden Euro aufbringen, die Belegschaft soll sich über einen Lohnverzicht von jährlich 265 Millionen Euro an der Sanierung beteiligen. Im Gegenzug verlangt der Betriebsrat etwa eine Mitarbeiterkapitalbeteiligung und den Ausbau der Mitbestimmungsrechte.

Zukunft von Opel und Vauxhall soll mit Arbeitnehmervertretern ausgearbeitet werden

Whitacre habe zugesagt, den Sanierungsplan für eine erfolgreiche Zukunft von Opel und Vauxhall gemeinsam mit den Arbeitnehmervertretern auszuarbeiten, hieß es in der Mitteilung. Der von der US-Regierung eingesetzte Whitacre, der auch dem GM-Verwaltungsrat vorsitzt, habe die große Bedeutung der europäischen Marke und des Entwicklungszentrums in Rüsselsheim erkannt. "Die nächsten Tage und Wochen werden zeigen, ob den Worten Taten folgen", sagte Franz. Opel-Chef Nick Reilly will den Sanierungsplan bis Ende dieses oder Anfang nächsten Jahres vorlegen. Er hatte der Belegschaft vergangene Woche in Aussicht gestellt, dass alle Forderungen des Betriebsrates Teil des Vertragsabschlusses sein könnten.

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