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GM-Designchef

"Designer kann Verbrauch beeinflussen"

Foto: GM 10 Bilder

GM-Designchef Ed Welburn spricht im Interview mit auto motor und sport-Redakteurin Prigit Priemer über den Einfluss der Umweltdiskussion auf die Gestaltung der Autos und gibt Ausblicke auf die Designtrends der Zukunft.

20.08.2008 Birgit Priemer

Glauben Sie, dass die Umweltfreundlichkeit eines Autos künftig sichtbar gemacht werden muss?
Welburn: Es gibt sicher immer mehr Menschen, die zeigen wollen, dass ihr Auto umweltfreundlich ist. Es gibt ihnen ein besseres Gefühl, nicht nur mit der entsprechenden Technik, sondern auch dem dazu passenden Design unterwegs zu sein, um der Welt zu zeigen, das ihnen dieser Aspekt wichtig ist. Ein Teil des Toyota Prius-Erfolg ist sicher auch darauf zurückzuführen, dass das Auto seine Umwelttechnologie optisch ausdrückt.

Aber würden Sie dieses Auto unter stilistischen Gesichtspunkten als schön bezeichnen?
Welburn: Nein, es ist sicher nicht schön. Aber künftig wird es so sein, dass die Kunden eher zu jenen Umweltautos greifen, die optisch attraktiv gestaltet sind.

Wie muss dann so ein Auto aussehen?
Welburn: Der Chevrolet Volt ist mit seinem attraktiven Design ein gutes Beispiel. Er wirkt wie ein Athlet, an dem nichts übertrieben ist. Es ist nicht nur aerodynamisch, es sieht auch so aus. Früher haben wir stömungsgünstige Autos entworfen, denen man es gar nicht angesehen hat.

Auf was kommt es noch an?
Welburn: Farben und Materialien spielen eine wichtige Rolle. Wir werden einen Trend zu leichten, technischen Farben wie weiß und ein helles blau mit metallischem Look sehen.

Es gibt Marken wie Audi und Cadillac, die bevorzugen zur Zeit einen aggressiven Designstil. Ist der dann out?
Welburn: Nein, weil die Autos insgesamt sehr effizient wirken. Sie haben klare Formen, kurze Karosserieüberhänge, und die Räder schließen bündig mit der Karosserie ab. Der neue CLS Sports Wagon wirkt mit dieser Formensprache viel effizienter als ein SUV, und das macht ihn auch für die Zukunft attraktiv.

Bleibt es in den USA bei dem Trend, dass die Kunden lieber kleinere Autos kaufen?
Welburn: Ich glaube ja. Aber es muss uns gelingen, diese Autos anders zu gestalten. In der Vergangenheit waren Kleinwagen oft langweilig. Es muss uns gelingen, ihnen eine starke Persönlichkeit zu geben.

Wohin geht also der Trend?
Welburn: Sicher zu kleineren Autos und aerodynamischeren Formen.

Wie sieht da die Aufgabe des Designers aus?
Welburn: Der Designer kann den Benzinverbrauch eines Autos unmittelbar beeinflussen, indem er das Auto strömungsgünstig formt. Er muss dabei viel Zeit im Windkanal verbringen. Darin besteht aber auch der Unterschied zwischen einem lediglich gestylten Auto und einem wirklich gut designten.

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