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GM

Die Karte Opel soll als Saturn stechen

Foto: Foto: Opel

Nun ist amtlich, was als Information seit Monaten durch den Automarkt geisterte: Ab Herbst 2008 wird der Opel Astra in den USA verkauft. Allerdings unter dem Namen der GM-Marke Saturn.

08.12.2006

er Schritt, Opel unter dem Markennamen Saturn an den US-Markt zu bringen, ist ein Markstein der künftigen GM-Strategie. Deren Inhalt lautet: Die Stärken des breit gefächerten Marken-Portfolios konsequent nutzen, Modelle wo immer möglich, weltweit zum Einsatz bringen und so Kosten in Milliardenhöhe sparen. Außerdem kann GM mit der Hilfe von Opel-Modellen schneller als geplant seine Produktpalette in den USA auf verbrauchsgünstigere Modelle umstellen.

Bereits seit Herbst 2005 gab es konkrete Überlegungen, Opel als Saturn an den US-Markt zu bringen. Ursprünglich war aber daran gedacht, vorgefertigte Opel-Teile in die Staaten zu verfrachten und in einem Saturn-Werk endmontieren zu lassen. Gedacht war damals auch an optische und technische Anpassungen an den amerikanischen Autofahrer-Geschmack. Das hat sich nun gewandelt. Die wesentlichste Änderung des in Antwerpen gebauten Fahrzeugs wird das Aufkleben des neuen Marken-Logos werden.

Für Opel ist der Markteintritt in die USA ein Schritt von historischer Bedeutung. Seit Jahrzehnten beklagen Manager aus Rüsselsheim, dass durch die Tochterschaft beim amerikanischen Konzern General Motors, Opel der Zugang zum wichtigsten Automarkt der Welt verwehrt würde. Jetzt klappt es, wenn auch über den Umweg einer Umtaufe.

Für Opel von historischer Bedeutung

Entwickelt sich das Projekt, das für GM wesentlicher Baustein seiner neuen globalen Produktstrategie ist, zum Erfolg, wird das die Rolle von Opel im Konzern nachhaltig stärken. Die Rüsselsheimer haben ohnehin einen bemerkenswerten Weg in kritischer Zeit hinter sich: Vom GM Sorgenkind Nummer 1 und potenziellen Pleitekandidaten, rücken die Produkte aus Rüsselsheim zunehmend in den Focus der GM-Strategie.

Zu einer regelrechten Lobpreisung der "Qualität aus Germany" hob GM-Produktionsvorstand Bob Lutz bei der offiziellen Bekanntgabe des Opel/Saturn-Deals am Donnerstag (7.12.) in Detroit an. Lutz zeigte sich überzeugt, dass der Astra mit seiner "deutschen Präzision bei Außen- und Innenmaterialien und seiner europäischen Auslegung des Themas Fahrdynamik" ein Erfolg werden wird.

Der nächste Schritt der Markteinführung des Opel/Saturn wird nun die Vorstellung bei der Detroit Motorshow Anfang des Jahres sein, im Herbst 2008 kommt der Astra als Drei- und Fünftürer in den Verkauf. GM rechnet im ersten vollen Absatzjahr mit dem Verkauf von etwa 35.000 Einheiten.

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