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Eigenes Russland-Werk

GM Logo Foto: GM

GM zieht den Bau einer Autofabrik in Russland in Erwägung. Angesichts steigender Probleme bei seinem Joint Venture mit dem größten russischen Autohersteller Avtovaz suche GM nach Wegen, um von der steigenden russischen Nachfrage nach ausländischen Autos zu profitieren, berichtete das "Wall Street Journal" am Freitag (7.4.) in seiner Onlineausgabe.

07.04.2006

GM hatte in dieser Woche die Fertigung des Geländewagen-Modells Hummer H3 in einer Avtotor-Fabrik in Kaliningrad begonnen. "Wir sehen Russland weltweit als einen der Märkte mit dem größten Wachstumspotenzial", erklärte dabei der stellvertretende GM-Verwaltungsratsvorsitzende Robert Lutz. Während der vergangenen zwei Jahre habe der russische Automarkt ein starkes Wachstum gezeigt.

Gespräche über eine neue Fabrik seien "verfrüht", erklärte Lutz der Zeitung im Hinblick auf russische Medienberichte über einen möglichen Bau einer GM-Fabrik. Das Unternehmen konzentriere sich auf seine Partnerschaft mit Avtovaz und die Montage in der Region Kaliningrad (Königsberg).

Die Probleme von GM im Gemeinschaftsunternehmen mit dem Lada-Hersteller Avtovaz verschärften sich allerdings nach der Entscheidung der russischen Regierung, die gesamte Autoindustrie des Landes unter dem Dach einer staatlichen Holding zu bündeln. Im ersten Quartal sank die Produktion des Joint Ventures um mehr als 28 Prozent auf 9.661 Autos.

Der russische Markt wuchs im vergangenen Jahr nach Analysten-Schätzungen um 14 Prozent. Die Russen kaufen auch zunehmend teurere westliche Autos anstelle veralteter russischer Modelle.

Ausländische Hersteller profitieren dabei auch von einer Steuervergünstigung. Für die Endmontage in Russland aus importierten Bauteilen gilt in den ersten zweieinhalb Jahren ein verminderter Einfuhrzoll von 3 statt 15 Prozent. Diese Vergünstigungen sollen allerdings von Sommer an im Zuge des Beitritts Russlands zur Welthandelsorganisation WTO nicht mehr gewährt werden, berichtete die Moskauer Wirtschaftszeitung "Wedomosti" am Freitag. Dies soll aber nicht bis dahin abgeschlossene Vereinbarungen betreffen. Derzeit planen auch Toyota, Nissan, Ford und Volkswagen Werke in Russland. Auch mehrere andere Joint Ventures, zum Beispiel mit Renault und Hyundai, sind aktiv.

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