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Entscheidung in Portugal verschoben

GM Logo Foto: GM

Die Opel-Mutter General Motors (GM) hat nach einem Appell der portugiesischen Regierung die Entscheidung über eine Schließung des Werks in Portugal verschoben.

14.06.2006

Die Gespräche mit Politikern und Gewerkschaften über die Zukunft des Montagewerks mit 1.150 Mitarbeitern in Azambuja würden am Freitag weitergeführt, sagte ein GM-Sprecher am Mittwoch (14.6.) in Azambuja.

„Es geht nicht nur um die Schließung, sondern es wird auch über Alternativen verhandelt. Allerdings sind die Probleme nicht kleiner geworden.“ Das Werk habe einen Kostennachteil von 500 Euro pro Fahrzeug gegenüber vergleichbaren Standorten. In Azambuja wird der Opel-Kleintransporter Combo gebaut.

Zuvor hatte sich der portugiesische Ministerpräsident José Sócrates in die Verhandlungen eingeschaltet. Medienberichten zufolge wollte General Motors an diesem Mittwoch eigentlich das Aus für das Werk verkünden. Für diesen Fall kündigten Gewerkschaften und Arbeitnehmervertreter Protestaktionen an allen europäischen Produktionsstätten an.

Von den Aktionen könnten auch die Werke im spanischen Saragossa und in Eisenach erfasst werden, die mitten in den Produktionsvorbereitungen für den neuen Kleinwagen Corsa stehen, sagte der oberste Arbeitnehmervertreter von GM Europa, Opel-Betriebsratschef Klaus Franz. Das könnte die für Herbst geplante Markteinführung des Corsa gefährden. Ein Opel-Sprecher widersprach am Rüsselsheim dieser Einschätzung: "Nach den Werksferien wird der Corsa an beiden Standorten vom Band laufen."

Auch am Mittwoch legten die Beschäftigten in Azambuja kurzfristig die Arbeit nieder. Bereits am Vortag hatte dort die Produktion für mehrere Stunden stillgestanden. Streiks an anderen Standorten gab es nach Unternehmensangaben aber nicht.

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