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GM-Europa-Wettbewerb

Chevrolet bedrängt Opel

Opel Agila Foto: Opel 20 Bilder

Der US-Autogigant General Motors fährt in Europa zweigleisig. Neben der Marke Opel soll auch Chevrolet im Massenmarkt ordentlich punkten. Beide Marken treten dabei knallhart gegeneinander an. Blitz gegen Bowtie - wir stellen die Angebote gegenüber.

06.06.2012 Uli Baumann

Seit GM den koreansichen Autobauer Daewoo übernommen hat und die koreanischen Modelle unter dem Label Chevrolet vermarktet steigert die GM-Marke ihren Absatz in Europa stetig. Im ersten Quartal 2012 steigert Chevrolet nach Angaben des europäischen Automobilherstellerverbands ACEA den Absatz in Europa um 11,4 Prozent und erreicht mit einem Marktanteil von 1,3 Prozent eine neue Bestmarke. In absoluten Zahlen belief sich der Chevrolet-Absatz auf 49.193 Fahrzeuge.

Opel spielt da noch in einer anderen Liga. Den Gesamtabsatz im ersten Quartal beziffert die ACEA auf 222.409 Fahrzeuge, den Marktanteil auf 7,5 Prozent. Dennoch mussten die Rüsselsheimer im ersten Quartal einen Einbruch von 16,2 Prozent hinnehmen. Noch 1995 verkaufte Opel allein in Deutschland im Jahr rund 547.000 Fahrzeuge. 2011 lagen die Opel-Verkaufszahlen für Deutschland bei nur noch 254.000.

Zwei Marken - ein Konzernregal

Auf der Produktseite greifen Opel und Chevrolet in ein gemeinsames Konzernregal. So bauen zahlreiche Modelle beider Marken auf der gleichen Plattform auf. So teilen sich zum Beispiel der Opel Astra und der Chevrolet Cruze die Plattform. Opel Antara und Chevrolet Captiva sind technisch nahezu identisch, Opel Ampera und Chevrolet Volt sind baugleich, was auch für das kommende Duo Opel Mokka/Chevrolet Trax gilt. Bei den Motoren gehen beide Marken in der Regel eigene Wege, wobei Opel meist ein größeres Portfolio anbietet.

Klar an Opel vorbeigezogen ist Chevrolet bei den Sportwagen. Die Corvette wurde auch in Europa zurück unter das Chevrolet-Label gelotst. Neu im EU-Programm ist das Kult-Muscle Car Camaro. Opel kann hier nur mit besonders potenten OPC-Varianten der anderen Baureihen dagegenhalten. Dagegen legt Opel am unteren Ende der Palette vor und schiebt ab 2013 den Kleinstwagen Adam ins Feld. Auch Modelle wie der Vivaro (baugleich mit dem Renault Trafic), der Combo (baugleich mit dem Fiat Doblo) oder der Meriva sind ohne Gegenspieler.

Während Opel überwiegend in Europa produziert, kann Chevrolet bei vielen Modellen auf den günstigeren Standort Südkorea zurückgreifen, zudem steht Chevrolet über GM quasi der Weltmarkt offen, während Opel sich auf Europa beschränken muss.

In der Fotoshow haben wir die aktuellen Modellpaletten beider Hersteller gegenübergestellt.

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